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7:4 bei der SG Hochwald – Bäckerjungen gewinnen wildes Auswärtsspiel

Die längste Auswärtsfahrt der Andernacher Saison entwickelte sich am Samstag zu einem wahren Torfestival. Mit 7:4 (4:4) setzten sich die Bäckerjungen bei der SG Hochwald durch und mussten dieses Mal nicht ihrer mangelhaften Chancenverwertung nachtrauern. „Ein verdienter Sieg. Das Ergebnis ist kurios zustande gekommen, aber mit dem Ball waren wir sehr ordentlich heute“, sagt Trainer Kim Kossmann.

Auf dem Zerfer Kunstrasen sah es für die Gäste bereits früh sehr gut aus. Darian Dshabrailow brachte Andernach mit einem Schuss von halblinks schon in der dritten Minute mit 1:0 in Führung und legte dann per Eckball einen seltenen Kopfballtreffer von Drinor Demiraj zum 2:0 vor (17.). Auch den schnellen Anschlusstreffer per Elfmeter zum 2:1 – Leon Schmitz hatte gefoult, Nils Hemmes verwandelt – verkrafteten die Bäckerjungen gut (21.). Schmitz war es dann auch, der mit starker Vorarbeit das 3:1 durch Mike Borger einleitete (31.).

Doch noch vor der Pause kippte das Spiel. Louis Baldes schob aus kurzer Distanz zum 3:2 (32.) ein, ein Doppelschlag von Andre Paulus (39./42.) brachte die Gastgeber erstmals sogar in Führung. „Zur Wahrheit gehört: Unser Torwart hat heute in der ersten Halbzeit nicht seinen besten Tag gehabt“, sagt Kossmann. Nach der Pause präsentierte sich Luca Jordi Bolz dann aber deutlich stabiler. Zuvor sorgte Jan Engels nach Borger-Querpass noch für den 4:4-Zwischenstand nach einer vogelwilden ersten Halbzeit (45. +1).

Nach der Pause traten die Gäste souveräner auf und gingen durch einen Doppelpack von Mike Borger schnell wieder mit zwei Toren in Führung (53./60.). Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 83. Minute: Tim Lübbers konnte Gian Luca Dolon rund 18 Meter vor dem Hochwalder Tor nur per Notbremse stoppen. Lübbers sah die rote Karte, Filip Reintges verwandelte den fälligen Freistoß direkt zum 7:4-Endstand (83.).

Es spielten: Bolz, L. Schmitz, Schiffers, Weidenbach, Dshabrailow, Drinor Demiraj (85. Kryeziu), Drilon Demiraj (85. Seker), Engels, Idrizi (61. Reintges), Dolon, Borger (78. M. Wingenbach)

SR: Philipp Michels (Lissendorf)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Dshabrailow (3.), 0:2 Drinor Demiraj (17.), 1:2 Hemmes (19., Foulelfmeter), 1:3/4:5/4:6 Borger (25./53./60.), 2:3 Baldes (32.), 3:3/4:3 Paulus (39./42.), 4:4 Engels (45.+1), 4:7 Reintges (83.)

Besonderheit: Rote Karte gegen Tim Lübbers (Hochwald) wegen einer Notbremse (83.).

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Mittwoch, 1. April um 20 Uhr. Dann gastiert der SV Eintracht Trier II auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)

 




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 11

Die elfte Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2025/26 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen den SV Meppen (Sonntag, 29. März, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (31 Seiten / 13 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:

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1:1 gegen Linz – Andernach scheitert an der eigenen Chancenverwertung

Es war eines dieser Spiele, für das sich alte Fußballweisheiten bemühen lassen: Wenn du vorne die Dinger nicht machst, wirst du hinten bestraft. Die Folge: Unsere Bäckerjungen kommen im Heimspiel gegen den VfB Linz nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. „Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht“, sagt Trainer Kim Kossmann. „Aber vor dem Tor war das heute die Krönung. Schlimmer kann es nicht mehr werden.“

Beide Mannschaften präsentierten sich von Anfang an mit offenem Visier. Für Linz erspielte sich Adis Siljkovic erste gute Chancen, bei denen er jeweils nur knapp sein Ziel verfehlte (1./7.). Für Andernach war es Mike Borger, der das Nervenkostüm seines Trainers schon nach wenigen Minuten überstrapaziert hatte. Zwei Kopfbälle aus kurzer Distanz (8./9.), zwei Riesen-Schussmöglichkeiten, die Linz im letzten Moment klären konnte (23./25.) – Borger stand immer da, wo er stehen sollte. Nur der Treffer gelang ihm nicht, bis zur 30. Minute. Aus der vielleicht schwierigsten seiner fünf Abschlusspositionen hämmerte Andernachs Stürmer den Ball zum verdienten 1:0 in die Maschen.

In der zweiten Halbzeit blieb die Unruhe und Hektik, die an diesem Tag beiden Mannschaften anzumerken war, der Chancenwucher ließ hingegen zunächst nach. Einmal Siljkovic für Linz (47.), einmal Dshabrailow für Andernach (49.), dann war lange Ruhe in beiden Strafstößen. Erst in der Schlussphase übernahmen die Linzer erstmals mehr Kontrolle über das Spiel. Luca Eric Kirschbaum hatte den Ausgleich auf dem Kopf, verfehlte jedoch knapp (77.).

Andernach lauerte auf den einen Konter, offenbar erfolgreich. Mike Borger und Argjend Idrizi waren frei durch. Borger legte ab, Idrizi traf die Latte. Das sichergeglaubte 2:0 wollte nicht fallen (84.). Und so kam es, wie es der Weisheit nach kommen musste. Nach einem Foulspiel von Philipp Schmitz an Adis Siljkovic entschied der ansonsten recht Linien-lose Schiedsrichter Manuel Mück zurecht auf Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an, traf zum 1:1 und kam so auch noch zu seinem Tor des Tages (87.). Filip Reintges vergab kurz vor Schluss die letzte gute Andernacher Siegchance (89.).

Kossmanns Fazit fiel dementsprechend bitter aus: „Das war die krasseste Niederlage diese Saison, obwohl wir 1:1 gespielt haben.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, L. Schmitz, Weidenbach, Dshabrailow, Engels, Drilon Demiraj, Drinor Demiraj (61. Schiffers), Reintges, Dolon (66. Idrizi), Borger (85. Seker)

SR: Manuel Mück (Arzheim)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Borger (30.), 1:1 Siljkovic (87., Foulelfmeter)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 28. März (15.30) bei der SG Hochwald.

(mlat)




Bäckerjungen zeigen beim 0:3 in Immendorf wieder ihr Auswärts-Gesicht

Die Konstanz ist das große Problem der SG 99 Andernach in diesen Wochen. Vier Tage nach dem starken 2:1 (2:0) gegen Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Wittlich folgte beim Abstiegskandidat TuS Immendorf ein schwaches 0:3 (0:0). „Ich weiß gar nicht, wie man innerhalb von so kurzer Zeit so zwei Gesichter zeigen kann. Das macht mich ein bisschen sprachlos gerade“, sagt Trainer Kim Kossmann.

Dabei war die erste Halbzeit der Bäckerjungen gar nicht so schlecht. In einer höhepunkt-armen Begegnung hielten die Gäste gut dagegen und hätten zur Pause durchaus in Führung liegen können. Die größte Chance zum 0:1 vergab Mike Borger nach schöner Vorarbeit von Alexis Weidenbach. „Dann kommen wir aus der Halbzeit und sind wie ausgewechselt. Als ob uns einer den Stecker gezogen hat“, sagt Kossmann. „Wir waren eine Katastrophe, haben Fehler um Fehler gemacht.“

Die Andernacher Unglücksreihe beginnt mit einem klaren Foul von Benjamin Saftig. Andreas Nicolay verwandelt den fälligen Strafstoß zum 1:0 (64.). Vor dem 2:0 durch Marko Sinan Slowik verliert Philipp Schmitz als letzter Mann den Ball (66.). Beim 3:0 umkurvt Robin Reichert Torwart Luca Jordi Bolz und schiebt sicher ein (78.). Nun bleiben der Kossmann-Elf knapp drei Tage Zeit, um pünktlich zum letzten Auftritt in dieser Englischen Woche wieder zur Form des Wittlich-Spiels zu finden.

Es spielten: Bolz, P. Schmitz (82. Drinor Demiraj), L. Schmitz, Schiffers, Dshabrailow (64. Engels), Weidenbach (82. Seker), Drilon Demiraj, Saftig, de Abreu (53. Dolon), Idrizi (53. Reintges), Borger

SR: Lukas Heep (Neuwied)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Nicolay (64., Foulelfmeter), 2:0 Slowik (66.), 3:0 Reichert (78.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Samstag, 21.März um 14 Uhr. Dann gastiert der VfB Linz auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)

In Immendorf hatten die Bäckerjungen (hier: Philipp Schmitz) wieder mal das Nachsehen. Foto: René Weiss

 

 

 

 

 




Heimsieg gegen den Tabellenzweiten – Bäckerjungen gewinnen 2:1 gegen Wittlich

Kim Kossmann hatte schon so eine Ahnung. „Ich wusste, dass wir gewinnen“, sagte Andernachs Trainer nach Spielende. Nach dem schwachen Auftritt in Kirchberg glaubte er an ein anderes Gesicht seiner Mannschaft und volle Motivation gegen den Tabellenzweiten Rot-Weiss Wittlich. Die Bestätigung kam nach 90 Minuten: Eine starke Leistung und ein 2:1 (2:0)-Heimsieg.

Dabei war vor allem in der ersten Halbzeit schon erkennbar, welche der beiden Mannschaften unbedingt in die Oberliga aufsteigen möchte. Die Gäste aus Wittlich übernahmen die Kontrolle und erspielten sich erste gute Chancen auf den Führungstreffer. Alexander Klein (7.) und Christopher Bibaku (13.) verpassten knapp das Tor. Erst mit fortlaufender Spielzeit hielten die Bäckerjungen besser dagegen und Wittlich erfolgreich vom eigenen Tor fern.

Das änderte sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Wittlich kam nun dem Führungstreffer mehrfach sehr nah. Ralf Rizvani traf von der Strafraumgrenze den Pfosten (39.), abgefälschte Schüsse von Jonas Tarik Ercan (39.) und Bibaku (43.) flogen nur knapp vorbei. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Argjend Idrizi gewann den Ball in der eigenen Hälfte, startete durch, legte ab auf Gian Luca Dolon, bevor im Zentrum Filip Reintges aus kurzer Distanz zum 0:1 traf (45.). Für die Krönung der perfekten Halbzeit-Schlussphase der Andernacher sorgte dann Philipp Schmitz, der aus über 30 Metern zum 0:2-Pausenstand einschoss (45.+3).

„Wir wollten tief stehen, die Null halten“, sagt Kossmann. Ein Konzept, das bis dato, mit ein wenig Glück, voll aufging. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste zunächst wieder die Kontrolle, ohne sich dabei die Chancen der ersten 45 Minuten zu erspielen. Im Gegenteil: Die bislang so effektiven Andernacher zeigten starken Konterfußball und ließen dabei mehrfach die Vorentscheidung liegen. Dolon überwand nach schnellem Ballgewinn Gästetorhüter Daniel Ternes, verfehlte aber knapp den langen Pfosten (58.). Auch Mike Borger hatte Ternes schon umspielt, sein Schuss wurde aber auf der Linie geklärt (59.), ebenso wie in letzter Sekunde das entscheidende Alexis-Weidenbach-Zuspiel auf ihn (61.).

In der Schlussphase nahm der Wittlicher Druck zwar zu, die beste Torchance hatte jedoch wieder Andernach durch Reintges (80.). Das änderte sich erst mit einem indirekten Freistoß wegen Rückpasses, den Rizvani eiskalt zum 2:1-Anschlusstreffer verwandelte (84.). Die Gastgeber mussten in den Schlussminuten so noch einmal bangen, bis auf einen Halbdistanzschuss durch Gabriel Harig (90.+1) sprang für die ambitionierten Gäste jedoch nichts mehr heraus.

„Dass es am Ende nochmal spannend wird, sind wir selbst schuld“, sagte Kossmann, der sonst aber voll des Lobes für seine Mannschaft war.  „Wir haben alles herausgehauen und um jeden Ball gekämpft. Der Wille muss immer stärker sein als der Gegner.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers (89. de Abreu), Dshabrailow (77. Saftig), Weidenbach, Drinor Demiraj, Drilon Demiraj (90.+3 Seker), Reintges, Idrizi (55. Borger), Dolon (80. Engels)

SR: Gregor Loosen (Treis-Karden)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Reintges (45.), 2:0 P. Schmitz (45.+3), 2:1 Rizvani (84.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Mittwoch, 18. März beim TuS Immendorf. Der Anpfiff erfolgt um 19.30 Uhr.

(mlat)

 




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 10

Die zehnte Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2025/26 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen den VfL Bochum (Sonntag, 15. März, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (31 Seiten / 13 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:

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Verdiente 0:3-Auswärtsniederlage – Andernachs Kirchberg-Fluch hält an

Es bleibt dabei: Sobald eine Auswärtsfahrt in den Hunsrück nach Kirchberg ansteht, scheinen die Bäckerjungen das Fußballspielen zu verlernen. So auch beim 0:3 (0:3) am Sonntag. „Ich war so unzufrieden, dass ich in der Halbzeit fünf Mal gewechselt habe. Dann wurde es besser, aber nicht gut“, so das bittere Fazit von Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Deutlich flüssiger lief es hingegen im Offensivspiel der Gastgeber. Zweimal Jonas Heimer (11./38.), einmal Nico Wilki (44.), nachdem sich SG-Torhüter Luca Jordi Bolz beim Rauslaufen verschätzt hatte, fertig war die 3:0-Pausenführung. „Wir haben vieles vermissen lassen, lethargisch verteidigt und die zwei, drei Chancen, die wir hatten, kläglich vergeben“, sagt Kossmann.

Nach den fünf Andernacher Halbzeit-Wechseln passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. Für ein unrühmliches Ende sorgte Kirchbergs Jannik Auler, der Alexis Weidenbach über 25 Meter hinweg verfolgte, um ihm von hinten in die Beine zu treten (90.+3). Das Ergebnis war ein ebenso sinnloser wie verdienter Platzverweis kurz vor Schlusspfiff.

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, Saftig (46. L. Schmitz), de Abreu (46. Drilon Demiraj), Dshabrailow, Weidenbach, Drinor Demiraj, Reintges (46. M. Wingenbach), Idrizi, Borger (46. L. Wingenbach), Dolon (46. Schiffers)

SR: Matthias Munkler (Leiwen)

Zuschauer: 156

Tore: 1:0/2:0 Heimer (11./38.), 3:0 Wilki (44.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Samstag, 14. März um 14 Uhr. Dann gastiert der SV Rot-Weiss Wittlich auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)