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Interview mit Kim Kossmann: „Unsere letzten Wochen haben geholfen. Die haben auch außerhalb Andernachs Eindruck hinterlassen“

Kim, ihr habt gerade die beste Saison seit dem Aufstieg vor elf Jahren gespielt, seid Rheinlandliga-Fünfter geworden. Was hat euch so stark gemacht?

Kim Kossmann Dabei hatten wir nach sieben Spieltagen sogar nur vier Punkte. Danach haben wir den Turnaround geschafft. Viele Schlüsselspieler waren sehr gut drauf, gerade in der Rückrunde. Vor allem waren wir aber ein Team. Wir hatten eine unfassbar hohe Trainingsbeteiligung, gute Stimmung und konnten ohne Druck Fußball spielen. Am Ende der Saison war uns oft klar, dass wir gewinnen werden.

Ihr wart zuletzt in einem richtigen Rausch. Kam die Sommerpause jetzt ungelegen?

Kossmann Wir sind froh, durchatmen konnten. Rein sportlich hätte es ruhig weitergehen können. Aber wir werden uns gut vorbereiten und versuchen, da wieder hinzukommen. Unser Kader ist sogar noch einmal deutlich besser und breiter aufgestellt.

In den vergangenen Jahren haben sich bei euch oft richtig starke Phase mit längeren Schwächeperioden abgewechselt. Das war abgesehen vom Saisonstart dieses Mal nicht sp. Ist die Mannschaft reifer geworden?

Kossmann Erstmal gehört viel Glück dazu, dann aber auch der Kopf. Die jüngeren Spieler sind wieder ein Jahr älter geworden, haben es durch die Bank gut gemacht. Dann tut uns Alexis Weidenbach unfassbar gut. Wenn er spielt wie in der Rückrunde, ist er unser Kopf auf dem Platz. Auch unser Sturm mit Gian Luca Dolon und Mike Borger war am Ende wieder richtig gut drauf.

Es wird im Sommer ein paar Abgänge geben, das Grundgerüst der Mannschaft bleibt aber zusammen. War das schwer?

Kossmann Nein. Es gab die ein oder anderen Angebote aus der Oberliga oder von Vereinen, bei denen deutlich mehr Geld fließt. Aber wir sind ein Team, in dem andere Dinge im Vordergrund stehen: Gemeinschaft, Zusammenhalt. Jeder Spieler hat sich hier weiterentwickelt. Deswegen war es für die Jungs dann doch recht einfach, die Gespräche dauerten teilweise nur 20 Sekunden. Sie sind gern hier, identifizieren sich mit Andernach. Es wäre schön, wenn das von mehr Zuschauern honoriert wird und viele bekannte Gesichter wieder regelmäßig zum Sportplatz kommen.

Mit Leo Welter, Nikolas Groß, Philipp Pitkowski und Elias Dudkiewicz stehen die vier externen Zugänge auch bereits fest. Was war die Idee dahinter?

Kossmann Nikolas Groß ist ein Linksfuß, der schon in der Jugend in Andernach gespielt hat und mir in Mendig richtig gut gefallen hat. Leo Welter wollte ich vor zwei Jahren bereits holen. Ein super Fußballer. Philipp Pitkowski hat 14 Tore bei einem Absteiger geschossen. Elias Dudkiewicz hat sich dann noch zufällig ergeben. Er war jetzt länger krank und ihn wollen wir wieder zu alter Stärke zurückführen. Ich freue mich auf alle vier. Das gibt einen super Konkurrenzkampf, den wir brauchen. Unsere letzten Wochen haben geholfen. Die haben auch außerhalb Andernachs Eindruck hinterlassen.

Woran willst du in der Vorbereitung besonders arbeiten? Was soll noch besser funktionieren?

Kossmann Körperlich haben die Jungs nicht viel verloren. Die haben zum Teil einfach weitergekickt. Wir wollen noch geschlossener auftreten, ein paar Gegentore weniger bekommen. Ansonsten war das schon echt gut. Von meinem neuen Co-Trainer-Duo mit Daniel Neunheuser und Alexis Weidenbach erwarte ich mir viel. Ich freue mich richtig auf die neue Saison.

Cosmos, Ahrweiler und Wittlich sind alle in der Oberliga angekommen. Die Rheinlandliga dürfte in der neuen Saison noch ausgeglichener sein. Wo siehst du dich da mit deiner Mannschaft?

Kossmann Wie wollen nochmal ein paar Punkte mehr holen. Wir sind Fünfter geworden. Wenn wir das bestätigen, ist das gut. Wenn wir einen Platz nach oben krabbeln, cool. Wenn es zwei werden, noch cooler. Wir wollen mehr erreichen, als nur die Klasse zu halten.

Es gibt zwar keinen Oberliga-Absteiger, dafür kommen aber viele alte Bekannte aus der Bezirksliga zurück. Gibt es ein Spiel, auf dass du dich besonders freust?

Kossmann Andernach gegen Mayen. Das hat von früher noch einen ganz besonderen Klang. Da Mendig leider abgestiegen ist, ist das unser großes Derby. Ich bin allgemein gespannt, wie die sechs Aufsteiger sich schlagen. Nach Schweich, Malberg oder Betzdorf zu fahren, kann unangenehm werden.

Du bist auch zweiter Vorsitzender der SG 99 Andernach. Wie blickst du auf die Situation im Gesamtverein?

Kossmann In der A-Jugend hatten wir ein schwieriges Jahr. Was Jan Engels dort nun als Trainer macht, gefällt mir aber sehr gut und mit Adam Lemghar kommt auch wieder ein Spieler hoch in die erste Mannschaft. Für die nächste Saison bin ich sehr positiv gestimmt. Generell ist die Tendenz in den Junioren-Mannschaften positiv. Von der F- bis zur B-Jugend sind wir gut aufgestellt. Wir werden auch wieder eine zweiten Herren-Mannschaft melden.

Was ist für die Vorbereitung geplant?

Kossmann Wir haben mit dem Lauftraining begonnen, am Dienstag sind wir erstmals wieder als Mannschaft auf dem Platz. Auch die Testspiele stehen bereits fest. Wir werden unter anderem auf Rot-Weiß Koblenz und den FC Karbach treffen. Vom 17. bis 19. Juli sind wir im Trainingslager in Oberwesel.

Die Fragen stellte Marc Latsch.

 




8:0 gegen Rübenach – Bäckerjungen genießen ihren Saisonabschluss

Besser hätte diese Rheinlandliga-Saison für die SG 99 Andernach kaum enden können. Beim 8:0 (1:0) gegen den FV Rübenach feierten viele alte Weggefährten das letzte Spiel von Ex-Kapitän Daniel Neunheuser, Platz fünf und den SG-Punkterekord in der Rheinlandliga. „Es war ein sehr gelungener Abend“, sagt Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Für 20 Minuten durfte Neunheuser von Beginn an ran. Einziger kleiner Wermutstropfen: ein letztes Tor gelang ihm dabei nicht mehr. Überhaupt taten sich die Andernacher in einer offenen Partie vor der Pause noch etwas schwer. Chancen gab es auf beiden Seiten, ein Tor fiel nur einmal. Gian Luca Dolon traf nach 35 Minuten zur 1:0-Pausenführung.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann aufgedreht und richtig tollen Fußball gespielt“, sagt Kossmann. Die Andernacher ließen den Ball gegen überforderte Rübenacher nun schön laufen und schrauben das Ergebnis deutlich in die Höhe.

Drei Tore von Mike Borger (53., 63., 87.), ein zweiter Treffer von Dolon (51.), jeweils einmal Jan Engels (59.) und Marius Wingenbach (60.) sowie ein sehenswerter Seitfallzieher von Gafur Seker (73.) kamen zählbar hinzu. Fertig war das 8:0.

„Ich hoffe, dass wir viele der Zuschauer gestern nicht nur einmal wiedergesehen haben“, sagt Kossmann. „Die Jungs hätten es verdient, dass ihre Leistung deutlich mehr honoriert wird.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, Herbst (27. Saftig), Drinor Demiraj, Drilon Demiraj, Weidenbach, Engels (78. Kryeziu), Reintges, M. Wingenbach (65. Blohm), Neunheuser (20. Borger), Dolon (65. Seker)

SR: Alexander Müller (Mendig)

Zuschauer: 140

Tore: 1:0/2:0 Dolon (35./51.), 3:0/6:0/8:0 Borger (53./63./87.), 4:0 Engels (59.), 5:0 M. Wingenbach (60.), 7:0 Seker (73.).

(mlat)




3:1 in Wirges – Bäckerjungen siegen einfach weiter

Auf der Zielgeraden der Rheinlandliga schießt sich die SG 99 Andernach noch einmal richtig in Saison-Spätform. Das 3:1 (2:1) bei der Spvgg EGC Wirges war bereits der fünfte Bäckerjungen-Sieg in Folge. „Es war ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen bei uns und bei denen“, sagt Trainer Kim Kossmann. „Wir haben es gut gemacht und nicht unverdient gewonnen.“

Den besseren Start zweier offensivstarker Mannschaften erwischten auf dem Wirgeser Kunstrasen zunächst die Gastgeber. Ronald Kröber traf nach einem langen Einwurf zum frühen 1:0 (2.). Doch nur zwei Minuten später erzielte Jan Engels nach schönem Dribbling bereits den schnellen 1:1-Ausgleich. Nach 14 Minuten und einem frühen Ballgewinn von Gian Luca Dolon zum 1:2 war die Partie dann schon wieder gedreht.

Es blieb auch bei Andernacher Führung ein spannendes Spiel mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Linus Wingenbach mit seinem Treffer zum 1:3 (82.). „Linus hat an dem Tag ein Riesen-Spiel gemacht und sich mit dem Tor belohnt“, sagt Kossmann.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, Dshabrailow (87. de Abreu), Weidenbach, Drinor Demiraj (65. Saftig), Drilon Demiraj, L. Wingenbach (87. Seker), Engels, Reintges, Dolon (75. M. Wingenbach), Borger (87. Blohm)

SR: Constantin Reuber (Freudenberg)

Zuschauer: 141

Tore: 1:0 Kröber (2.), 1:1 Engels (4.), 1:2 Dolon (14.), 1:3 L. Wingenbach (82.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Freitag, 22. Mai um 19.30 Uhr. Dann gastiert der FV Rübenach zum Abschluss der Rheinlandliga-Saion auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)




8:1 gegen Mendig – Bäckerjungen kommen im Saisonendspurt richtig in Fahrt

Acht Tore im Derby, der vierte Sieg in Folge, Tabellenplatz fünf in der Rheinlandliga – bei der SG 99 Andernach wirkt momentan niemand so, als würde er die nahende Sommerpause herbeisehnen. „Schade, dass es in zwei Wochen vorbei ist“, sagte Trainer Kim Kossmann nach dem souveränen 8:1 (4:0) im Lokalduell gegen den bereits sicher abgestiegenen SV Eintracht Mendig. „Momentan sind viele bei uns sehr gut drauf.“

Dabei brauchten die Bäckerjungen gegen Mendig ein wenig Zeit, um in die Partie zu finden. Nach 25 Minuten wäre eine Gästeführung möglich und durchaus verdient gewesen. Leonard Zerwas war kurz zuvor bereits frei durch gewesen, sein Lupfer-Versuch gegen Andernachs Torhüter Luca Jordi Bolz führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg (18.).

Eiskalt zeigten sich dann allerdings die Andernacher. Den Dosenöffner gab Gian Luca Dolan nach einer Philipp-Schmitz-Ecke (26.), Mike Borger verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter souverän zum 2:0 (32.). Ein Doppelschlag kurz vor der Pause durch Dolon (41.) und Drilon Demiraj (42.) schraubte das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe. Beide mussten, schön freigespielt, nur noch einschieben.

Nach Wiederanpfiff blieben die Gastgeber dominant und legten weiter nach. Eine sehenswerte Kombination über Alexis Weidenbach und Mike Borger nutzte Dolon zu seinem dritten Treffer, dem 5:0 (56.). Der eingewechselte Filip Reintges traf aus der Drehung zum 6:0 (63.). Reintges per Lattenschuss (60.), Dolon per Abstauber (66.) und Leon Schmitz per Kopfball (71.) hätten weitere Tore erzielen können.

Stattdessen nutzte Joel Maas einen leichtsinnigen Andernacher Ballverlust im Mittelfeld, um den Ball aus 50 Metern zum 6:1 ins Tor zu bugsieren (73.) und läutete damit ein kurzes Mendiger Aufbäumen ein. Das endete mit dem 7:1 durch Linus Wingenbach (79.). Kurz vor Schluss durfte Weidenbach zwei Mal zum Handelfmeter antreten. Zunächst verschoss er, nach der Wiederholungs-Entscheidung des Schiedsrichtergespanns traf er im zweiten Anlauf doch noch zum 8:1-Endstand (88.).

„Endlich haben wir mal wieder gegen eine Mannschaft gewonnen, die unten steht“, lobte Kossmann nach Abpfiff. „Nach dem 1:0 haben wir das sehr souverän gespielt.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, L. Schmitz, Dshabrailow (57. Reintges), Drilon Demiraj, Weidenbach, Saftig (74. de Abreu), Engels (74. Drinor Demiraj), Idrizi (57. L. Wingenbach), Borger, Dolon (83. Blohm)

SR: Noah Bursky (Niedertiefenbach)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0/3:0/5:0 Dolon (26./41./56.), 2:0 Borger (32., Foulelfmeter), 4:0 Drilon Demiraj (42.), 6:0 Reintges (63.), 6:1 Maas (73.), 7:1 L. Wingenbach (79.), 8:1 Wiedenbach (88., Handelfmeter)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 16. Mai um 17.30 Uhr bei der Spvgg. EGC Wirges.

(mlat)




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 13

Die 13. und somit letzte Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2025/26 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen den SC Sand (Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (31 Seiten / 13 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:

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Beste Rheinlandliga-Saison: 4:0 in Morbach sichert Andernach den Rekord

Andernachs Trainer Kim Kossmann muss sich wohl neue Ziele für die letzten Wochen der Saison setzen. Das zuletzt ausgerufene, 52 Punkte, ist seit dem 4:0 (2:0) am Sonntag in Morbach erreicht. „Wir haben schon jetzt unsere beste Rheinlandliga-Saison gespielt. Da sind wir sehr stolz drauf.“

Stolz war Kossmann auch auf die „sehr abgeklärte, sehr reife Leistung“ seiner Mannschaft. Beim Tabellennachbarn aus Morbach, einem eigentlichen Andernacher Angstgegner, traten die Bäckerjungen souverän auf. Eine immer länger werdende Flanke von Aaron de Abreu sorgte für das 0:1 (23.), noch vor der Pause erhöhte Argjend Idrizi nach schöner Vorarbeit von Gian Luca Dolon auf 0:2 (39.).

Dafür, dass in der zweiten Halbzeit nicht doch nochmal Spannung aufkam, sorgten die starke Andernacher Hintermannschaft und Dolon mit einem starken Solo zum vorentscheidenden 0:3 (63.). Mike Borger fing schließlich noch einen Rückpass ab und umkurvte Morbachs Torhüter Johannes Kappel zum 0:4-Endstand (79.). „Wir waren gegen den Ball super und haben mit dem Ball wieder richtig gute Lösungen gefunden“, bilanzierte ein zufriedener Kossmann.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers, Dshabrailow (71. Drilon Demiraj), Weidenbach, de Abreu (83. Blohm), L. Wingenbach (60. Borger), Reintges (71. Saftig), Idrizi, Dolon (81. M. Wingenbach)

SR: Luis Herrig (Salmtal)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 de Abreu (23.), 0:2 Idrizi (39.), 0:3 Dolon (63.), 0:4 Borger (79.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Freitag, 8. Mai gegen den SV Eintracht Mendig. Der Anpfiff auf dem Andernacher Kunstrasen erfolgt um 20 Uhr.

(mlat)




2:0 gegen Bitburg – Souveräne Andernacher feiern Flutlicht-Heimsieg

Eigentlich hatte SG-Trainer Kim Kossmann nach dem 2:0 (2:0) gegen den FC Bitburg nur einen Kritikpunkt. So überlegen wie die Bäckerjungen vor der Pause aufgetreten waren, hätten dabei mehr als zwei Tore herausspringen müssen. „Sonst haben wir aber sehr gefällig gespielt. Der Sieg ist mehr als verdient.“

Es gab eigentlich nur einen Moment, in dem das Freitagabend-Spiel zugunsten der Bitburger Gäste hätte kippen können. 18 Minuten waren gespielt, da rutschte Andernachs Torhüter Jannis Koch bei einer Rettungsaktion weg, Luke Wagner verfehlte von der Strafraumgrenze das verwaiste Tor. Stattdessen schloss drei Minuten später Gian Luca Dolon einen stark über Alexis Weidenbach eingeleiteten Konter mustergültig zum 1:0 in den Winkel ab (21.). Damit begann eine Phase der vollkommenen Andernacher Dominanz.

Nach einem verlängerten langen Einwurf von Philipp Schmitz stellte wiederum Dolon noch vor der Pause auf 2:0 (36.). Davor und danach vergaben Dolon (39.) und sein Sturmpartner Mike Borger (24./32./38.) die von Kossmann betrauerten Großchancen. Dass sie nur mit zwei Toren in Rückstand lagen, war für die Gäste nach 45 Minuten die beste Nachricht.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich ausgeglichener. Andernach schaltete in den Verwaltungsmodus. Bitburg spielte gefällig mit, blieb jedoch größtenteils harmlos. Einmal musste Jannis Koch sehenswert gegen einen Schuss von Pascal Müller retten (64.), auf der Gegenseite verpassten Borger im Eins-gegen-Eins und Argjend Idrizi binnen einer Minute zweimal das mögliche 3:0 (69.).

„Wir haben das richtig gut gemacht und fast gar nichts zugelassen“, sagte Kossmann. Seine Mannschaft habe immer noch ein Ziel vor Augen, spielte er auf die ausgelobten 51 Punkte für die beste Andernacher Rheinlandliga-Saison an. Vier Spieltage vor Schluss fehlen dazu nun nur noch zwei. Nach sechs Spielen ohne Niederlage in Folge ein vielleicht sogar etwas niedrig gestecktes Ziel.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers, Saftig (63. Dshabrailow), Weidenbach, L. Wingenbach (63. Reintges), Engels, Idrizi (77. de Abreu), Borger (87. M. Wingenbach), Dolon (87. Drinor Demiraj)

SR: Patrick Heim (Hohenstein)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0/2:0 Dolon (21./36.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 3. Mai um 15 Uhr beim FV Morbach.

(mlat)




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 12

       
Die zwölfte Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2025/26 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen die U20 des VfL Wolfsburg (Sonntag, 26. April, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (31 Seiten / 15,3 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:

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2:1 bei der SG Schneifel – der Robin Hood aus Andernach schlägt wieder zu

Wahrscheinlich sollten die Bäckerjungen beantragen, nur noch gegen die Spitzenteams der Rheinlandliga antreten zu müssen. Eine Woche nach dem bitteren 2:2 beim Tabellenletzten Wissen gelang den Andernachern am Samstag ein überzeugendes 2:1 (1:1) beim vor Anpfiff Tabellenzweiten SG Schneifel. Eben jener Mannschaft, die vor zwei Wochen noch Wissen mit 11:2 abgeschossen hatte. „Das ist bei uns immer dasselbe. Gegen die guten sind wir gut, gegen die Schlechten sind wir Schrott“, sagt Trainer Kim Kossmann. „Heute war wieder Robin Hood unterwegs, der den Reichen die Punkte klaut.“

Vielleicht half ja auch der schlechte Start in die Begegnung. In Wissen waren die Andernacher noch früh in Führung gegangen, auf dem Rasenplatz in Stadtkyll gerieten die Gäste stattdessen früh in Rückstand. Schiedsrichter Ayoub Driouache entschied auf ein Foul durch Leon Schmitz, Jan Pidde verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 (12.).

Das war es dann aber auch schon mit nennenswerten Offensivaktionen der Gastgeber in der ersten Halbzeit. Andernach war vor der Pause die aktivere, die bessere Mannschaft. Richtig zwingend waren die Gäste-Angriffe jedoch so lange nicht, bis Jan Engels von rechts in den Strafraum zog und seine scharfe Hereingabe Philipp Bauer nur zum 1:1 ins eigene Tor lenken konnte (33.). Danach lag allerdings in der besten Andernacher Phase sogar das 1:2 in der Luft. Linus Wingenbach (40.), Mike Borger (44.) und Gian Luca Dolon (45.) verpassten nur knapp eine verdiente Pausenführung.

In der zweiten Halbzeit schwand das Andernacher Übergewicht. Schneifel fand nun besser in die Partie. Philipp Bück scheiterte aus kurzer Distanz an Jannis Koch (61.), David Spruds köpfte nach einer Ecke knapp am Tor vorbei (63.). Dass das Spiel dennoch in die andere Richtung kippte, lag an einem unnötigen Fehlpass der Gastgeber. Dolon kam so 50 Meter vor dem Tor an den Ball und überwand von dort den weit vorgerückten Dennis Koziol mit einem Sahneschuss (86.). Schneifel gab sich nicht auf, Simon Reetz hatte in der Schlussphase noch zwei Mal den Ausgleich auf dem Fuß (89., 90.+3). Am Ende blieb es aber beim Andernacher Auswärtssieg.

„Wir haben gut gekämpft und leidenschaftlich verteidigt. Und dann ist uns kurz vor Schluss etwas vor die Füße gefallen“, sagt Kossmann. „Das macht mich natürlich stolz. Aber ich denke auch gleich wieder an letzte Woche.“

Es spielten: Koch, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers, Drilon Demiraj (90.+4 Drinor Demiraj), Weidenbach, Saftig (87. Herbst), L. Wingenbach (67. de Abreu), Engels, Dolon (90.+2 Idirizi), Borger (83. M. Wingenbach)

SR: Ayoub Driouache (Trier)

Zuschauer: 177

Tore: 1:0 Pidde (12., Foulelfmeter), 1:1 Bauer (33., Eigentor), 1:2 Dolon (86.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Freitag, 24. April um 20 Uhr. Dann gastiert der FC Bitburg auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)




2:2 in Wissen – Bäckerjungen enttäuschen beim Tabellenletzten

Andernachs Trainer Kim Kossmann hatte noch vor der vermeintlichen Pflichtaufgabe beim abgeschlagenen Rheinlandliga-Letzten gewarnt. Die Leistung seiner Mannschaft war dann jedoch weit vom geforderten Vollgas entfernt. Beim 2:2 (1:0) in Wissen gaben die Bäckerjungen in Überzahl das Spiel aus der Hand und mussten am Ende über einen Punkt fast froh sein. „Ein schlechter Auftritt. Wir hatten auf keinen Fall mehr verdient“, sagt Kossmann.

Lediglich in der Anfangsphase deutete nichts auf einen bitteren Andernacher Nachmittag hin. Bereits in der 4. Minute traf Mike Borger mit einem satten Schuss aus 15 Metern zum 0:1. Zwei Minuten später fing Borger einen Wissener Fehlpass ab und Marius Wingenbach scheiterte nur knapp an VfB-Torhüter Marvin Scherreiks und dem möglichen 0:2.

Es hätte der entscheidende Nackenschlag für die zuletzt mit 2:11 bei der SG Schneifel unterlegenen Gäste sein können. Stattdessen beruhigte sich das Spiel auf schwachem Niveau. Während Wissen bis zur Pause ohne eine einzige nennenswerte Offensivaktion blieb, kam von Andernach wenig. Benjamin Saftig (36.) und Mike Borger (45. +2) vergaben noch gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen.

„Die zweite Halbzeit war dann schon fast peinlich“, sagt Kossmann. Die Gastgeber erspielten sich nun mehr Ballbesitz und bauten strukturierter auf als die mitunter konfus wirkenden Andernacher. Auch als Jonas Fuhrmann nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste (60.), schien das eher die nun dezimierten Wissener zu beflügeln.

Innerhalb von zwei Minuten kam Leandro Fünfsinn zu den ersten beiden gefährlichen Wissener Abschlüssen. Beide waren drin, das Spiel gedreht. Erst lief sich nach einer Ecke die Andernacher Hintermannschaft gegenseitig über den Haufen und Fünfsinn musste nur einschieben (67.). Dann überlupfte er nach einem langen Ball in die Spitze den herauslaufenden Luca Jordi Bolz (68.).

Am Ende durften sich die Gäste bei Gian Luca Dolon bedanken, der mit einem schönen Solo zumindest noch für den 2:2-Ausgleich sorgte (78.). Danach lief Andernach weiter planlos an, während Wissen ins Nichts konnte. Die Floskel über ein Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, passte selten besser als an diesem Tag. „Wir hatten keinen Anführer auf dem Platz, der mal das Kommando übernommen hat. Ich habe erwartet, dass wir das deutlich besser machen.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, L. Schmitz (85. Drinor Demiraj), Schiffers (88. de Abreu), Saftig, Drilon Demiraj (61. L. Wingenbach), Engels, Reintges, M. Wingenbach (57. Idrizi), Dolon, Borger

SR: Thomas Höfer (Urmitz)

Zuschauer: 130

Tore: 0:1 Borger (4.), 1:1/2:1 Fünfsinn (67./68.), 2:2 Dolon (78.)

Besonderheit: Gelb-rote Karte gegen Jonas Fuhrmann (Wissen, 60.) wegen wiederholten Foulspiels.

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 18. April bei der SG Schneifel. Der Anpfiff erfolgt um 18 Uhr.

(mlat)