A-Klasse: SG 99 II verschenkt Sieg in letzter Minute

SG 99 Andernach II – SG Ettringen 2:2 (1:0)

Lange Gesichter im Bäckerjungenlager. Hatte man im letzten Spiel noch das Glück gepachtet, als in der Nachspielzeit noch ein Remis erreicht wurde, hatte man nun innerhalb von nur 4 Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt. Das Spiel war erst 5 Minuten alt, als Fabian Molitor von Tom Tiede perfekt bedient wurde. Sein Schuß ins lange Eck bedeutete die frühe Führung. Der Gast aus Ettringen war keineswegs geschockt. Der quirlige Thomas Nürnberg traf den Andernacher Querbalken ( 14. Min.) Kurz vor der Pause gab es Chancen hüben wie drüben. Ettringen nach einer Ecke mit Kopfball direkt in die Arme von Etienne Retterath und Tom Tiede per Drehschuß am Fünfmeterraum knapp daneben. Zuletzt noch aus stark abseitsverdächtiger Position ein schlechter Versuch der Gäste , Etienne mittels Heber zu überwinden ( 44.Min. ). Ein Remis hätten sich die Gäste in Halbzeit eins jedoch sicher verdient. Aktive Ettringer arbeiteten mit Beginn der zweiten Halbzeit fleißig am Ausgleich, als etwas überraschend Tom Tiede von links in den Strafraum drängte und mit kräftigem Schuß das 2:0 für seine Farben erzielte ( 51.Min.). Bis weit in die Schlußminuten bot sich danach stets das gleiche Bild. Ettringen kam nicht durch die Defensive der Andernacher und die Hausherren spielten ein ums andere Mal ihre Konter ungeschickt aus. Ein Fernschuß führte in der 87.Min. zum Anschlußtreffer durch Thomas Nürnberg. Etienne erreichte das Leder, der Einschlag war nicht mehr zu verhindern. Die Schiedsrichterin zeigte zwei Minuten Nachspielzeit an. Erneut ein Distanzschuß lenkte Etienne knapp über die Latte. Auch der letzte Eckball des Spiels schien bereits geklärt, als das Leder noch einmal an den Fünfmeterraum flog, wo völlig unbedrängt Thomas Nürnberg goldrichtig zum nun doch glücklichen Punktgewinn einnetzen konnte.

Fazit: Über das ganze Spiel betrachtet ist das Remis verdient, allein der extrem späte Zeitpunkt des Ausgleichs hinterlässt bei der SG 99 II ein schales Gefühl. So kann man in der Tabelle natürlich nicht nach oben klettern. Am Dienstag, den 03.11. geht für die SG 99 II die Reise zum Aufsteiger und Tabellennachbarn nach Heimersheim. Anstoß ist um 19.30 Uhr

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kim Kossmann, Tom Tiede, Luca Durben, Fabian Molitor, Dominik Größgen, Georg Egorov, Jonathan Burgmer, Yannik Velthaus,  Maicol Oligschläger, Paul Niermann, Nik Ackermann, Burim Zeneli, Jakob Weiler und Jonas Maxein

Text von Siegfried Wesselmann

 




A-Klasse: SG 99 II holt noch glücklich Punkt in Miesenheim

Spfr.Miesenheim – SG 99 Andernach II  4:4 (2:2)

Auf seifigem Geläuf hatten alle Akteure erhebliche Standschwierigkeiten,wobei in der ersten Viertelstunde die Hausherren überhaupt nichts zuwege brachten. Eine magere 1:0 Führung der Bäckerjungen durch Tom Tiede ( 7.Min.) drückte nur unzureichend deren Überlegenheit aus. Doch eine einzige Chance reichte den Sportfreunden zum Ausgleich. Kevin Kowalski nutzte freistehend eine Kopfballverlängerung zum 1:1/22.Min. Danach hatte die SG 99 II nicht mehr viel zu bieten. Erstarkte Miesenheimer gingen inzwischen verdient durch Lucas Degen in Führung ( 2:1/42.Min ). Der sehr gut aufgelegte Etienne verhinderte mit mehreren Paraden eine deutlicheren Rückstand. Phasenweise verlor seine Defensive völlig die Zuordnung. Unerwartet schaffte jedoch nach einem Konter zum Pausenpfiff Tom Tiede das 2:2/45.Min.

Nach dem Wiederbeginn hatten die Gäste zunächst wieder alles im Griff. Tom Tiede sorgte per Foulelfmeter ( und damit seinem dritten Treffer ) nun wieder logischer Weise für die Führung der SG 99 II ( 2:3./ 58.Min. )  Geforderte Sportfreunde mussten sich also am Riemen reißen und taten das auch vehement. Erneut verloren die Mannen von Kevin Müller den Zugriff, kamen regelmäßig den einen Schritt zu spät. Ein Eckball mit anschließendem Kopfballtor durch Christian Schopf bedeutete das 3:3/70. Min.  Raffiniert fädelte Kevin Kowalski kurz darauf bei Etienne Retterath ein und holte damit einen Strafstoß heraus. Den Elfmeter verwandelte Marc Homfeld sicher zum 4:3/74.Min. Letzte Kräfte wurden bei den Andernachern mobilisiert. Was gab es noch zu verlieren ? Tatsächlich gelang es Jakob Weiler in der letzten Sekunde des Spiels ( 90.+3 ) nach einer Ecke das Leder im Tor von Miesenheim unter zu bringen.

Beide Teams hätten schon früher eine Vorentscheidung erreichen können, weswegen das Remis in dem wechselvollen Spiel irgendwie angemessen erscheint.

Kommenden Freitag spielt um 20 Uhr die SG Ettringen in Andernach. Will die SG 99 Andernach II aus dem Tabellenkeller, muß dreifach gepunktet werden.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Paul Niermann, Tobias Wagner, Tom Tiede, Luca Durben, Jakob Weiler, Georg Egorov, Jonathan Burgmer, Michael Koch, Maicol Oligschläger, Fabian Molitor, Philip Oster, Karl Runkowsky, Kim Kossmann und Nik Ackermann

Text und Bild von Siegfried Wesselmann

Etienne Retterath chancenlos. Kevin Kowalski (rot/Miesenheim) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1




A-Klasse: SG 99 II unterliegt ABC II denkbar knapp

Ahrweiler BC II – SG 99 Andernach II 3:2 (2:2)

In einer hochklassigen Partie ohne jede Ruhepause zogen die Gäste aus Andernach sechs Minuten vor Schluß ziemlich undankbar den Kürzeren. Eine zweimalige Führung reichte nicht zum Punktgewinn.

Doch der Reihe nach: Ohne Verzug gingen die Kontrahenten mit hohem Tempo zu Werke. Schon in der 12.Minute durfteTobias Wagner einen schulmäßigen Konter mit dem 0:1 abschließen. Nicht lange währte die Freude,da stand es schon Remis. Kurz vor der Torlinie konnte eine langgezogene Flanke vors Tor gespielt werden. Am langen Pfosten gab es nichts mehr zu retten. Der Kopfball von Lukas Wolf in der 17.Min. lag im Netz . Ein Stellungsfehler vom ABC-Keeper brachte im Anschluß für die SG 99 II nichts ein. Das Leder kullerte dicht am Pfosten vorbei . Nun vergab der ABC II gleich zwei gute Chancen. Mal knapp am Pfosten vorbei, mal rettete Etienne im Andernacher Gehäuse bravourös (21.und 24 Min.). Doch Tobias Wagner in Hochform brachte die Gäste nach einem schnellen Angriff wieder mit 1:2 in Front (30. ). Beinahe hätte ein weiterer Patzer vom ABC Torwart das 1:3 zur Folge gehabt. Allein Tom Tiede konnte das Geschenk in der 31.Min. nicht verwerten. Den möglichen Ausgleich verhinderte darauf Etienne per Fußabwehr. Alle vermuteten schon die nicht unverdiente Gästeführung zur Pause, da brachten die Hausherren mittels Freistoß von der Mittellinie den Ball an den Fünfmeterraum. Eine Defensive im Tiefschlaf vermochte die Ballannahme nicht entscheidend zu stören. Der sehr gut aufgelegte Etienne sah dabei auch nicht so gut aus. Jedenfalls konnte Sam Schüring zuletzt den Ball ungehindert zum 2:2/45.Min. unterbringen.

Man hatte in der zweiten Spielhälfte das Gefühl, das Spiel würde eher zugunsten der Bäckerjungen kippen. Der ABC II rannte sich stets in der Abwehr fest und deren Torchancen wurden  spärlicher. Zumal die Gäste in der 61.Min. und 64.Min. den Pfosten trafen. Beide Male war der Torwart schon überwunden. In der 75.Min. setzte ein Distanzschuß des Ahrweiler BC II auf der Latte des SG 99 II Tores auf. Ärgerlicherweise konnte jedoch kein Punkt mitgenommen werden. Ein Pingpongspiel im Andernacher Strafraum hatte zuletzt das 2:3 zur Folge (84./Lukas Wolf). Damit nicht genug : Wütende Angriffe der Bäckerjungen blieben erfolglos. Ein ABC-Spieler rettete gar noch auf der Torlinie (90.+1). Da beide Mannschaften hätten gewinnen können, wäre ein Remis wohl das gerechtere Ergebnis gewesen. Knackpunkt schien der völlig überflüssige Ausgleich direkt vor dem Pausenpfiff gewesen zu sein.

Nächster Gegner auf Andernacher Kunstrasen am Mittwoch, 30.09. um 20.00 Uhr ist die SG Westum

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Paul Niermann, Tobias Wagner, Florian Cui, Tom Tiede, Luca Durben, Yannik Velthaus, Jonathan Burgmer, Fabian Molitor, Dominik Größgen, Kamil Grygo, Michael Koch, Aristoteles Rohrmoser, Evangelos Michalakis und Emanuel Thiessen

Text von Siegfried Wesselmann

 




A-Klasse: SG 99 II überrollt SV Rheinland Mayen

SG 99 Andernach II – SV Rheinland Mayen 9:0 (4:0)

Die Defensive der Gäste hielt bis zur 13. Minute, dann schlug zuerst Georg Egorov zu. Danach erzielten Karl Runkowsky(22./Elfmeter), Fabian Molitor ( 29.)und Florian Cui ( 30. ) die Tore zum Halbzeitstand. Im gesamten Spiel hatte Rheinland Mayen nicht den Hauch einer Torchance erarbeiten können. Etienne Retterath hätte man wahrhaftig nicht im Andernacher Gehäuse benötigt.

Die Zuschauer mussten nach Wiederanpfiff etwa gut 20 Minuten bis zum nächsten Treffer warten. Torschützen waren Dominik Größgen ( 66. ), Emanuel Thiessen (69.), Fabian Molitor ( 73. ) , Kim Kossmann ( 78. ) mit direkt verwandeltem Freistoß von der Strafraumkante und zuletzt erneut Emanuel Thiessen ( 90. ) . Kevin Müller wird das Ergebnis schon richtig einordnen. Jedenfalls haben die Gäste die Corona-Pause nicht gut nutzen können. Schon in der abgebrochenen letzten Saison belegten sie abgeschlagen den letzten Tabellenplatz.

Drastisch gesagt: Die Leistung vom Freitagabend entsprach keinem A-Klasse Niveau. Der gute Wille und ein faires Verhalten muß jedoch anerkannt werden.

Für die Andernacher Mannschaft steht am kommenden Freitagabend um 19.30 Uhr das Auswärtsspiel in Ahrweiler auf dem Plan. Bei den beiden bisherigen Partien dort ( 2:4 und 1:2 ) gab es noch keinen Punktgewinn. Vielleicht klappt es ja dieses Mal ?

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Tobias Wagner, Florian Cui, Kim Kossmann, Tom Tiede, Karl Runkowsky, Luca Durben, Fabian Molitor, Dominik Größgen, Georg Egorov, Michael Koch, Kamil Grygo, Aristoteles Rohrmoser, Nik Ackermann und Emanuel Thiessen

Text von Siegfried Wesselmann




A-Klasse: SG 99 II und SC Saffig trennen sich mit einem Remis

SC Saffig – SG 99 Andernach II   2:2 ( 0:1 )

Nach dem Spiel konnte sich nur ein Team richtig freuen – und das waren die Hausherren. Gegenüber dem ersten Spieltag präsentierte sich der SC Saffig klar verbessert, während die Gäste spielfrei waren.

Der SC Saffig konnte über weite Strecken die Partie offen gestalten, bis Tobias Wagner für die SG 99 II mit perfektem Bewegungsablauf seinen Kontrahenten aussteigen ließ und das Leder unhaltbar in den Winkel zimmerte (25.Min.) Zuvor war ein Saffiger Treffer einmal im Bereich des Möglichen  ( 19.Min. ) , doch verzeichneten die Gäste gleich mehrere 100%ige Chancen, welche allesamt vertändelt wurden. So traf Karl Runkowsky freistehend am Fünfmeterraum den Ball nicht richtig ( 7.Min.) und in der 34.Min. schoben sich alle Stürmer der SG 99 II den Ball zu, bis die Chance vergeben war. Bei der folgenden Ecke war das Glück auf Saffiger Seite und das Leder konnte noch kurz vor der Torlinie geklärt werden.

In Hälfte zwei verhielten sich die Hausherren recht passiv und lauerten auf Fehler der SG 99 II. Ausgerechnet Tobias Wagner unterlief ein Fehler im Aufbauspiel, sein Schuß wurde auf der linken Abwehrseite abgeblockt und prompt mit cleverem Zuspiel zum 1:1 verwertet (77./ Constantin Bourmer). Keineswegs geschockt stellte Tim Molitor kurz nach seiner Einwechslung mit einem sehenswerten Schrägschuß die Führung wieder her( 85.) . Den eigentlich verdienten Erfolg machte in der Schlußminute Philip Oster mit einem unglücklichen Eigentor zunichte. Der Schuß hätte wohl nicht den Weg ins Gehäuse gefunden. Sowohl  der Spielverlauf als auch der Zeitpunkt des Ausgleichs ergeben aus Andernacher Sicht zwei verschenkte Punkte.

Der nächste Gegner heißt Rheinland Mayen. Das Spiel beginnt am Freitag,18.09.um 20 Uhr auf Andernacher Kunstrasen.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Tim Schleich, Tobias Wagner, Florian Cui, Kim Kossmann, Tom Tiede, Philip Oster, Karl Runkowsky, Luca Durben, Yannik Velthaus, Jonathan Burgmer, Fabian Molitor, Maicol Oligschläger und Dominik Größgen

Text und Bild von Siegfried Wesselmann

Florian Cui ( in rot ) von der SG 99 II in Lauerstellung beim Saffiger Remis




A-Klasse: SG 99 Andernach II mit enttäuschendem Remis

SV Rheinland Mayen – SG 99 Andernach II  2:2 (1:0)

Vom Nachholspiel beim abgeschlagenen Tabellenletzten hatte man sich auf Andernacher Seite sicher mehr erhofft. Klar einkalkulierte drei Punkte sollten es sein, um den Abstand zur Abstiegszone auf komfortable 7 Punkte wachsen zu lassen.

In der ersten Hälfte dominierten die Gäste deutlich das Geschehen, setzten sich aber mit viel brotloser Kunst am Strafraum der Mayener fest. Während oft zu umständlich agiert wurde, kam ein ums andere Mal noch ein unglücklicher Abschluß hinzu. Ganz anders die dicht gestaffelten und auf Konter lauernden Hausherren. Der bullige M.Schmitt und der wieselige Nils Lenerz waren schwer kontrollierbar. Allerdings zählte der Führungstreffer eindeutig zur Kategorie “ Glückstreffer „. Der einzige aufs Tor gezielte Schuß von Rhld.Mayen fand abgefälscht seinen Weg in selbiges 1:0/19.Min./Manuel Schmitt ). Das Remis zur Pause wollte nicht fallen – auch aus kürzester Entfernung kullerte das Leder am Kasten vorbei ( 43./Florian Cui ).

Wesentlich ausgeglichener verlief die zweite Halbzeit. Wiederum M.Schmitt verpasste allein vor Ersatzkeeper D.Größgen mit einem schwachen Heber das mögliche 2:0/60.Min.  Dem vermehrten Andernacher Druck und einer Serie von Eckbällen entsprang das längst fällige 1:1 durch Philip Oster/72.Min. Zuvor landete ein Kopfball von Max Hildebrandt bereits an der Latte ( 67.Min.)Wer auf einen Einbruch der Hausherren spekulierte, wurde eines Besseren belehrt. Gefährliche und gute Angriffe brachten die SG 99 II wiederholt in Bedrängnis. Das 2:1 der Mayener war keineswegs unverdient (Manuel Schmitt/78.Min. ) . Unermüdlicher bissiger Einsatz, Laufbereitschaft bis zum Umfallen boten die Hausherren. Man fragte sich ernsthaft, warum diese Mannschaft Tabellenletzter ist. Tom Tiede gelang aus spitzem Winkel per Flachschuß das 2:2 nach 85 Minuten. Danach hatten beide Mannschaften durchaus noch Möglichkeiten auf den Sieg.

Auf jeden Fall hat sich Rheinland Mayen gehörigen Respekt verdient – und die SG 99 Andernach II kann in Mayen einfach nicht gewinnen.

Kommenden Samstag, 14.03.2020 steigt für die SG 99 II um 16.30 Uhr das Derby in Miesenheim. Hinspiel lautete knapp 2:1 für die SG 99 II .

Für die SG 99 II spielten: Dominik Größgen, Philip Oster, Kamil Grygo, Jonathan Burgmer, Yannik Velthaus, Andreas Reiswich, Florian Cui,Tom Tiede, Max Hildebrandt, Patrick Sesterhenn ,Alexander Unruh,Oliver Kubatta, Luca Durben und Kevin Müller

Text von Siegfried Wesselmann

 




Rheinlandliga: Andernach verkauft sich teuer

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG 99 Andernach 1:0 (1:0)

Mülheim-Kärlich. Am Ende fehlte ein Handelfmeter zur Überraschung. Dass die SG 99 Andernach beim Tabellenführer aus Mülheim-Kärlich keinen Punkt mitnahm, lag an einem Pfiff von Schiedsrichter Jean Luc Behrens. Der entschied nach einer guten halben Stunde auf Handspiel von Daniel Neunheuser im eigenen Strafraum. Eine bei den Gästen umstrittene Entscheidung. Andernachs Trainer Kim Kossmann blieb jedoch diplomatisch. „Ich stand zu weit weg, um das zu beurteilen“, sagte er. Daniel Aretz kümmerten die Diskussionen nicht. Er schnappte sich den Ball und verwandelte sicher zum 1:0 (34.). Es sollte das einzige Tor des Tages bleiben.

Die Andernacher holten somit zwar keine Punkte aus Mülheim-Kärlich mit zurück in die Bäckerjungenstadt. Unglücklich war Kossmann mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch nicht. „Das Ergebnis hat nicht gestimmt, der ganze Rest war okay“, sagte er. „Ich bin total zufrieden, wie wir uns hier verkauft haben.“

Der Rheinlandliga-Primus aus Mülheim-Kärlich tat sich gegen die gut aufgelegten Gäste tatsächlich schwerer als erwartet. Abgesehen vom Handelfmeter wurde es im Andernacher Strafraum vor der Pause nur einmal brenzlig. Ein abgefälschter Aretz-Schuss flog nur knapp am Tor vorbei (13.). Für Andernach hätte hingegen Jan Hawel nach gerade einmal 20 Sekunden bereits zur Führung treffen können, scheiterte jedoch an Mülheims Keeper Daniel Hüneke. Auch einen Hawel-Kopfball nach 40 Minuten konnte Hüneke entschärfen. Mülheim-Kärlich hatte zwar in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile, machte daraus jedoch recht wenig.

Anders nach Wiederanpfiff. Majdi Mahmud scheiterte gleich zwei Mal aus bester Schussposition an Andernachs Keeper Steffen Weber (52., 54.). Nach einem unnötigen Ballverlust von Tim Hoffmann klärte Weber kurz darauf zudem in höchster Not gegen den alleine auf ihn zulaufenden Moritz Wolf (56.). Andernach wackelte in dieser Phase bedrohlich, das 2:0 schien nur eine Folge der Zeit.

Doch die Kossmann-Elf fing sich wieder und bot dem Favoriten in der letzten halben Stunde ein Spiel auf Augenhöhe und strahlte in der Schlussphase sogar mehr Torgefahr aus. Nach einem Eckball kam Jörn Heider aus dem Hintergrund zum Abschluss. Sein verdeckter Schuss konnte nur gerade so auf der Mülheimer Torlinie geklärt werden (71.). Nach einer weiteren Ecke von Melih Taha Begen köpfte Hawel zudem nur knapp vorbei (77.). Der durchaus mögliche Ausgleich sollte den Gästen jedoch nicht mehr gelingen. „Ärgerlich“, bilanzierte Kossmann. Mut machte ihm dieser Freitagabend dennoch.

Mülheim-Kärlich: Hüneke, Lauer, Heinrich, Scheu, M. Rönz, Birkner, C. Rönz (85. Mintgen), Wolf (65. Dimmel), Mahmud, Dohmen, Aretz

Andernach: Weber, K. Begen, Schmitz (78. Demiraj), Hoffmann, M. Begen, Neunheuser, Heider, Hild (67. Bajrami), Conrad, Zeneli (57. Oligschläger), Hawel

SR: Jean Luc Behrens (Neunkhausen)

Zuschauer: 150

Tor: 1:0 Aretz (34., Handelfmeter)

Text von Marc Latsch




Rheinlandliga: Rückkehrer Daniel Neunheuser wird zum Matchwinner

SG 99 Andernach – VfB Wissen 1:0 (1:0)

Andernach. Keine 20 Minuten stand Daniel Neunheuser auf dem Platz, da erzielte er schon eins der wichtigsten Andernacher Tore in dieser Saison. Andernachs Stamm-„Sechser“, der die gesamte Hinrunde mit einem Kreuzbandriss ausgefallen war, kam nach einem Eckball auf Umwegen an den Ball und traf aus kurzer Distanz mit wuchtigem Schuss zum 1:0 (19.). Dem goldenen Tor des Tages. Mit dem Sieg gegen den Mitkonkurrenten VfB Wissen gelang den Gastgebern damit gleich zum Jahresauftakt ein kleiner Befreiungsschlag und der Sprung vom letzten auf den viertletzten Tabellenplatz.

„Am Ende wäre der Ausgleich für Wissen schon verdient gewesen“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann. „Aber wir hatten häufig in dieser Saison kein Glück, das war dieses Mal anders.“ Kossmann bezieht sich dabei vor allem auf die zweite Hälfte, in der sich beide Teams zwar einen offenen Schlagabtausch lieferten. Zeitweise allerdings die Wissener doch merklich den Ton angaben. Kadir Mete Begen nach einer Ecke (38.) und Enis Bajrami vergaben beste Chancen zum zweiten Treffer.

Nach der Pause waren es dann die Wissener, die mehr vom Spiel hatten. Lukas Becher umspielte mehrere Gegenspieler und scheiterte nur knapp an Andernachs Torhüter Steffen Weber (67.). Yannick Tsannang traf wenige Minuten später sogar den Pfosten. Andernach sorgte zwar hin und wieder für Entlastung, doch Ole Conrad (68.) und Hakan Külahcioglu (77.) verpassten es die sich bietenden Kontermöglichkeiten zur Entscheidung zu nutzen. So blieben die durchaus fehleranfälligen Andernacher bis zur Schlussminute unter Druck. Und verspielten beinahe noch den Sieg. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es Mirkan Kasikci, der aus kürzester Distanz freistehend zu hoch zielte. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber der Sieg war auch nicht völlig unverdient“, bilanzierte ein glücklicher Kossmann, der jedoch auch eine schlechte Nachricht verkraften musste.

Abwehrchef Kadir Mete Begen wird, wie am Sonntag bekannt wurde, zur neuen Saison die SG 99 Andernach verlassen. „Er möchte sich nochmal verändern, deswegen verlässt er den Verein“, sagt Kossmann. „Nach sechs erfolgreichen Jahren, die mit dem Aufstieg gekrönt wurden, ist es an der Zeit eine neue Herausforderung anzutreten“, lässt sich Begen in einer Vereins-Pressemeldung zitieren. Er sei sich jedoch sicher, dass er vorher mit dem Verein den Klassenerhalt schaffen werde. „Es ist natürlich sehr schade, dass Mete uns verlässt“, sagt Kossmann. „Dennoch akzeptieren wir seine Entscheidung.“

Andernach: Weber, K. Begen, Schmitz, Heider, Unterbörsch, Neunheuser, Matzon, Conrad (83. Hild), Bajrami (72. Zeneli), Külahcioglu (88. Hoffmann), Hawel

Wissen: Klappert, S. Ebach, Weitershagen, M. Ebach (81. Scherreiks), Tsannang (70. Foniq), Brenner, Berber (55. Becher), Bayram, Winzenburg, Slesiona, Kasikci

SR: Maximilian Rüger (Petersberg)

Zuschauer: 100

Tor: 1:0 Neunheuser (19.)

Text von Marc Latsch




Rheinlandliga: Trotz Niederlage – Kossmann blickt zuversichtlich ins neue Jahr

TuS Kirchberg – SG 99 Andernach 3:1 (2:1)

Kirchberg. Der kleine Zwischenspurt der SG 99 Andernach ist zum Abschluss des Rheinlandliga-Jahres geendet. Beim Aufsteiger TuS Kirchberg unterlagen die Bäckerjungen nach zuletzt zwei Siegen in Folge mit 1:3. Und überwintern doch auf dem letzten Tabellenplatz. Kein Grund für schlechte Stimmung bei Andernachs Trainer Kim Kossmann. „Wir haben eine tolle Truppe. Ich bin mir 100 Prozent sicher, dass wir am Ende über dem Strich stehen“, sagt er.

Mut machte Kossmann, trotz der Niederlage, auch das Spiel in Kirchberg. „Ich bin total zufrieden. Wir haben sehr gut gespielt“, sagt er. Mit einer Ausnahme. „In den ersten 20 Minuten haben wir zu wenig gemacht. Da war es schwer, wieder zurückzukommen.“ Zu diesem Zeitpunkt führte Kirchberg nämlich bereits mit 2:0. Hendrik Kessler köpfte nach einer Flanke von links freistehend zum 1:0 ein und hatte dabei Glück, dass der Ball vom Innenpfosten hinter die Linie sprang (8.). Beim zweiten Kirchberger Treffer begab sich Andernachs Keeper Steffen Weber auf Abwege, ließ sich von Torsten Rech umdribbeln. Im Strafraumzentrum traf Florian Daum zum 2:0 ins verwaiste Tor (18.).

Andernach hatte bis dahin das Spiel eigentlich offen gestaltet, aber nunmal in den entscheidenden Momenten zu wenig entgegengesetzt. Auf der anderen Seite fehlte hingegen häufig der letzte Pass, die entscheidende Idee. Zum Anschlusstreffer kamen die Gäste passenderweise durch eine Standardsituation. Kadir Mete Begen verwandelte einen Handelfmeter zum 2:1 (29.). Am Spielverlauf änderte sich dadurch zunächst nichts. Andernach mühte sich, doch Kirchberg blieb bis zur Pause die gefährlichere Mannschaft. Weber machte seinen Fehler beim 2:0 wieder wett und verhinderte mit zwei starken Paraden gegen die einsam enteilten Lars Zirwes (30.) und Daum (34.) den dritten Kirchberger Treffer.

In der Halbzeitpause stellte Kossmann um. Brachte Burim Zeneli für Jörn Heider. Und der Plan schien aufzugehen. Andernach kam mit viel Offensivschwung aus der Kabine. Keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, da hatte Jan Hawel den Ausgleich auf dem Fuß. Kirchbergs Torhüter Robin Hammen lenkte den Ball mit starkem Reflex noch geradeso an die Latte. Doch auch Kirchberg blieb über die gesamten 90 Minuten hinweg brandgefährlich. Wieder war es Weber, der seine Mannschaft mit starken Paraden gegen Daum (57.) und Resch (62.) in der Partie hielt. So bekamen die Andernacher noch einmal ihre Chancen. Zeneli wurde dabei zum doppelten Pechvogel. Erst wurde sein vermeintlicher Ausgleichstreffer wegen Abseits aberkannt (69.), dann verfehlte er nach einem starken Schuss von Ole Conrad mit seinem Abstauber deutlich das gegnerische Tor (71.). Die Hoffnungen der Gäste zerstörte wenig später Artem Sagel. Sein Freistoß aus 18 Metern schlug zum 3:1 im linken unteren Eck ein (75.).

Danach war das Spiel entschieden. Die Andernacher blieben ohne Punkte in Kirchberg und haben nun ein paar Wochen Zeit um sich zu sammeln. Am 20. Januar bittet Kossmann seine Mannen zum Rückrundenstart. Und es geht weiter im Kampf um den Klassenerhalt.

Kirchberg: Hammen, Heimer (90. Paul), Reifenschneider, Müller, Kühn, Kessler, Zirwes, Özer (73. Brunk), Sagel, Resch (82. Auler), Daum

Andernach: Weber, P. Schmitz, Hoffmann, Heider (46. Zeneli), M. Begen (75. Velthaus), K. Begen, Unruh, Hild (62. Oligschläger), Bajrami, Conrad, Hawel

SR: Alexander Mroß (Niederfell)

Zuschauer: 180

Tore: 1:0 Kessler (8.), 2:0 Daum (18.), 2:1 K. Begen (29., Handelfmeter), 3:1 Sagel (75.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: SG 99 Andernach II beendet Eicher Siegesserie

SG 99 Andernach II – SG Eich 5:3 (2:1)

Alle Anzeichen deuteten vor dem Spiel auf einen Sieg der Gäste hin. Nur ein Sieg in den letzten zehn Spielen für die SG 99 II, dagegen drei Siege in Folge für die SG Eich.

Doch bei böigem Wind lief das Spiel vor allem auf das Gästetor. Allerdings verbuchte die SG Eich in der 4.Min. einen Pfostentreffer. Der Spielstand von 2 :0 durch Tore von Max Hildebrandt aus 25 Metern (17.) und einem Kopfballeigentor zum 2:0 (25.) nach Einwurf von Kim Kossmann entsprach bei weitem nicht dem Spielverlauf. So rettete Eich in der 38.Min. per Kopfball auf der Torlinie und Maicol Oligschläger scheiterte nach dickem Abwehrpatzer freistehend an Torwart Nix (40.). Der zweite Torschuß der Gäste auf Nottorwart Jan Hawel konnte dieser nur abklatschen. Maximilian Hilt war zur Stelle und schob zum überraschenden Anschlußtreffer ein (44.).

Wohl noch im Tiefschlaf überraschten die Bäckerjungen die Elf von Trainer Hilbig sofort nach Wiederbeginn. Ein schnell ausgeführter Freistoß, ein schneller Antritt samt Abschluß ins lange Eck vom 16-er und das 3:1 durch Tobias Wagner war perfekt ( 3:1/46.). Nun erst wurden die eigentlich favorisierten Gäste munterer. Den erneuten Anschluß verhinderten mit Fußabwehr Jan Hawel und danach Philip Oster mit dem Kopf (58.). Die Offensivbemühungen der Heimelf waren zwar seltener geworden, dafür umso effektiver. Oliver Kubatta erzielte das 4:1  (66.) und Max Hildebrandt mit Elfmeter gar das 5:1 (75.). Es war aber bekannt, das sich die SG Eich bis zum Schluß nicht hängen lässt. Innerhalb kürzester Zeit gelang nach Querpaß und Abstauber Björn Besse erst das 5:2 (77.) und mit Kopfball nach Freistoß aus dem Halbfeld das 5:3 (79.). Mit einem verschossenen Elfmeter in der 81.Min. verbuchte die SG Eich dann einen ziemlich gebrauchten Tag.

Dagegen konnte die SG 99 Andernach den Anschluß ans Mittelfeld wiederherstellen. Die bisherige Rückrundenbilanz liest sich 9:5 Toren bei zwei Siegen und einem Remis sehr positiv. Das ausgefallene Spiel beim Tabellenletzten Rhld.Mayen wurde auf den 6.3.2020 verlegt. Bis dahin ruht der Spielbetrieb…

Für die SG 99 II spielten: Jan Hawel, Philip Oster, Philipp Schmitz, Tobias Wagner, Maicol Oligschläger, Jonathan Burgmer, T.Lin Chamnankit, Kim Kossmann, Oliver Kubatta, Max Hildebrandt, Kamil Grygo, Yannik Velthaus, Paul Niermann und Ibrahim Diallo

Text von Siegfried Wesselmann