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Rheinlandliga: Andernach ist nicht mehr Letzter

SG 99 Andernach – SG Altenkirchen/Neitersen  3:2 (2:1)

Andernach. Am Ende war ein wenig Glück im Spiel. Wie das nunmal so ist, wenn der entscheidende Treffer erst in der 89. Minute fällt. Doch der zweite Andernacher Sieg in Folge war absolut verdient. Mit dem 3:2 gegen den Tabellennachbarn aus Altenkirchen verlässt die Kossmann-Elf den letzten Tabellenplatz und hat kurz vor der Winterpause wieder den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt.

„Das war ein sehr gutes Spiel von uns“, sagt Andernachs Trainer Kim Kossmann. Und das, obwohl seine Mannschaft auf einen etatmäßigen Mittelstürmer verzichten musste. Bei Jan Hawel reichte es nach seiner Platzwunde beim Spiel in Emmelshausen nur zu einem Kurzeinsatz. Mit Kadir Mete Begen stellte Kossmann einen Innenverteidiger in die Spitze. Zudem gingen die Altenkirchener auch noch mit 0:1 in Führung. Nach einer Ecke von André Fischer misslang Andernachs Torhüter Steffen Weber die fällige Faustabwehr. Julius Müller staubte für Altenkirchen ab (18.).

Für Andernach hatte zu diesem Zeitpunkt Begen bereits ein erstes Beispiel für seine durchaus vorhanden Stürmer-Künste gegeben. Er scheiterte jedoch aus guter Position an Altenkirchens Torhüter Constantin Redel (15.). Und auch nach dem Rückstand blieben die Gastgeber am Drücker und drehten noch vor dem Pausenpfiff die Partie. Zunächst schoss Burim Zeneli nach einem Freistoß von Melih Taha Begen das 1:1 (33.). Fünf Minuten später musste Louis Hild nach schöner Vorarbeit von Enis Bajrami nur noch den Fuß hinhalten, um den Ball zum 2:1 ins Tor zu bugsieren.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir dann Riesenchancen zum 3:1“, sagt Kossmann. Kadir Mete Begen (50., 55.) und Burim Zeneli (60.) waren es, die den dritten Treffer auf dem Fuß hatten. Sie scheiterten an der eigenen Abgeklärtheit und dem gut aufgelegten Redel. Die Andernacher verpassten es in dieser Phase das Spiel zu entscheiden. Und plötzlich fiel der Treffer auf der Gegenseite. Wieder gab es Ecke für Altenkirchen. Wieder brachte sie Fischer ins Strafraumzentrum. Und wieder verteidigten die Gastgeber nicht souverän genug. Simon Langemann traf zum 2:2 (66.).

Die letzten 20 Minuten mussten die Gäste dann in Unterzahl verbringen. Nach einem Andernacher Freistoß nahm Levin Gerhardt die Hand zur Hilfe und sah hierfür von Schiedsrichter Chris Schneider die Gelb-Rote Karte (71.). Andernach mühte sich, die numerische Überzahl noch in den so wichtigen Sieg umzumünzen. Während Altenkirchen immer seltener für Entlastung sorgte. Kurz vor Schluss wurde der Einsatz belohnt. Ole Conrad köpfte. Der eingewechselte Maicol Oligschläger kam frei zum Schuss und traf zum 3:2-Endstand (89.). Mit einem weiteren Erfolg zum Jahresausklang beim TuS Kirchberg (Sonntag, 8. Dezember, 14.30 Uhr) könnten die vor 14 Tagen noch abgeschlagenen Andernacher nun sogar noch vor der Winterpause die Abstiegsplätze verlassen.

Andernach: Weber, P. Schmitz, Hoffmann, Heider, M. Begen, Unruh, Matzon (10. Hild), Conrad, Bajrami (90. Hawel), Zeneli (75. Oligschläger), K. Begen

Altenkirchen: Redel, Wiemer, Müller, Weber, Stühn, Weinstock (86. Zimmermann), Peters, Langemann, Gerhardt, Fischer (68. Thaqaj), Scholz (46. Remy)

SR: Chris Schneider (Koblenz)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Müller (18.), 1:1 Zeneli (33.), 2:1 Hild (38.), 2:2 Langemann (66.), 3:2 Oligschläger (89.)

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Levin Gerhardt (Altenkirchen, 71.) wegen Handspiels.

Text von Marc Latsch

 




Rheinlandliga: Andernach überrascht im Kossmann-Duell

TSV Emmelshausen – SG 99 Andernach  0:1 (0:0)

Emmelshausen. Es gibt diese Tage im Fußball, da gelten die üblichen Gesetze einfach nicht. Seit der vergangenen Woche und dem 1:4 beim Vorletzten aus Ellscheid waren die Andernacher endgültig am Tiefpunkt angelangt. Schwache Leistung, abgeschlagener Letzter – die Hoffnung wich langsam Durchhalteparolen. Eine Woche später gewinnt die gleiche Mannschaft 1:0 in Emmelshausen, beim großen Titelfavoriten. Und das sogar verdient.

„Wir hatten einen Plan und haben den richtig gut umgesetzt“, sagt Andernachs Trainer Kim Kossmann. „Ich will da auch keinen herausstellen. Alle hatten einfach einen sehr guten Tag.“ Ohne den gesperrten Kadir Mete Begen und den verletzten Hakan Külahcioglu präsentierten sich die Andernacher in Emmelshausen als Gegner auf Augenhöhe. Dass Kossmanns Team beim Tabellenzweiten nicht einfach abschenken wollte, war bereits nach wenigen Minuten klar. Die Andernacher waren bissig, präsent. Schon vor der Pause hatte Jan Hawel den Führungstreffer auf dem Kopf, sein Versuch wurde jedoch knapp vor der Torlinie geklärt (38.). Auf der anderen Seite setzte Daniel Kossmann seinen ersten Akzent im Cousin-Duell, traf nach einem Freistoß jedoch nur das Außennetz (29.). Eine gute halbe Stunde war gespielt, da zeigte Andernachs Torhüter Steffen Weber seine Glanztat des Tages, wehrte einen Lupfer des enteilten Delil Arbursu ab.

Auch in der zweiten Halbzeit wurden die ambitionierten Emmelshausener ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht. Das Schlusslicht aus Andernach drängte auf den Führungstreffer. Nach Vorarbeit von Jörn Heider taucht Burim Zeneli völlig alleine vor dem Tor der Gastgeber auf, muss eigentlich das 0:1 erzielen, trifft nach mäßiger Ballannahme jedoch nur das Lattenkreuz (55.). Besser macht es neun Minuten später Jan Hawel. Nach einer Ecke von Melih Taha Begen köpft der hochgewachsene SG-Stürmer zur Führung ein. Später kopiert Hawel seinen Treffer beinahe noch, trifft nach einer erneuten Ecke dieses Mal jedoch nur die Latte (75.). Die verdiente Andernacher Führung gerät danach nur selten in Gefahr. Erst in der Schlussphase verstärken die Emmelshausener den Druck. Eine Freistoß-Flanke von Daniel Kossmann klatscht kurz vor dem Abpfiff noch einmal an Freund und Feind vorbei an den Außenpfosten. Dann ist Schluss. Cousin Kim setzt sich im Kossmann-Duell mit seiner Mannschaft durch. Und Andernach fährt einen ganz wichtigen Dreier ein. Die ersten Auswärtspunkte überhaupt in dieser Saison. „So ist Fußball“, sagt Kim Kossmann. „Oft entscheidet die Tagesform. Ich wusste schon nach zwei, drei Minuten: Heute ist was drin.“

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am kommenden Sonntag, 1. Dezember gegen die SG Altenkirchen/Neitersen. Der Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz am Andernacher Stadion erfolgt um 15.30 Uhr.

Emmelshausen: Börsch, Christ (75. Peters), Retzmann, Weber, Kurt (85. Nass), Lips (75. Bast), Retzmann, Kasper, Wißfeld, Kossmann, Arbursu

Andernach: Weber, P. Schmitz, Hoffmann, M. Begen, Heider, Matzon (90.+3 Wagner), Unruh, Hild (60. Hild), Conrad, Zeneli (81. T. Schmitz), Hawel

SR: Arndt Collmann (Welschbillig)

Zuschauer: 230

Tor: 0:1 Hawel (64.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: SG 99 II beendet Durststrecke

SG 99 Andernach II – Ahrweiler BC II  4:2 (1:1)

Im zehnten Anlauf hat es endlich für drei Punkte gereicht. Von Allem hat etwas dazu beigetragen: Höheres Tempo, geändertes Personal und mit Kevin Müller ein Wechsel an der Seitenlinie.

Zunächst sorgte Oliver Kubatta für ein frühes 1:0 ( 5.Min.) mit seiner bereits zweiten Chance.Danach wurden beste Möglichkeiten von Enis Bajrami und Oliver vom starken Torwart Felix Hürter der Gäste zunichte gemacht ( 16./22.) Auch der Querbalken half dem ABC II ( 24.Min.). Plötzlich bekam Etienne Retterath auf Andernacher Seite Arbeit. Erst lenkte er einen Schuß gegen den Pfosten ( 25.), musste aber machtlos den Ausgleich durch Gästetorjäger Armin Karic hinnehmen (27.). Sträflich allein gelassen konnte Julian Kusniesz quer legen und Karic mühelos verwandeln. Statt 4:1 hieß es zur Pause glücklich unentschieden für den ABC II.

Kein Atemholen zu Beginn der zweiten Hälfte: Kim Kossmann per Kopfball zum 2:1/49. ins lange Eck-gab es in seiner Karriere bislang noch nie !  Der Knackpunkt des Spiels fand in der 52.Min. statt. Ein Foul im Strafraum bei 100% Chance an Tobias Wagner wird mit Strafstoß und rotem Karton bestraft. Max Hildebrandt verwandelt sicher zum 3:1. Tobias Wagner schaffte per gefühlvollem Heber schließlich das 4:1/62.Min. Der Gast bemühte sich in Unterzahl redlich und erreichte tatsächlich noch aufgrund eines kollektiven Nichtangriffspakts der Defensive durch erneut Armin Karic das 4:2/78.Min. Paul Niermann hätte das 5:2 erreichen können, doch Keeper Hürter lenkte das Leder noch an den Pfosten (88.).

Auch ein 4:3 wäre in der dreiminütigen Nachspielzeit noch möglich gewesen. Eine weitere situative Verbesserung steht in Aussicht, wenn es kommenden Sonntag zum Tabellenletzten nach Mayen geht. Hinspiel 7:1 für die SG 99 II.  Doch man erinnert sich: Beim Vorletzten gab es mit einer 0:3 Pleite den absoluten Tiefpunkt der Saison und dessen ersten Heimsieg ….

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Philip Oster, Dominik Größgen, Tobias Wagner, T.Lin Chamnankit, Max Hildebrandt, Kim Kossmann, Yannik Velthaus, Tobias Schmitz, Enis Bajrami,Oliver Kubatta, Kamil Grygo, Maicol Oligschläger und Jonathan Burgmer

Text von Siegfried Wesselmann

 




Rheinlandliga: Andernach ist am Tiefpunkt angelangt

SG Ellscheid – SG 99 Andernach  4:1 (2:0)

Strohn. Es sollte der Befreiungsschlag für Andernach werden. Beim Vorletzten, beim bis dato schlechtesten Heimteam der Liga, sollten die ersten Auswärtspunkte her. Es kam anders. Das 1:4 ist der Tiefpunkt für die Bäckerjungen, die in dieser Form mehr denn je der Bezirksliga entgegentaumeln.

Auch Trainer Kim Kossmann wollte am Sonntag nichts mehr beschönigen. „Es fehlt einfach an Qualität“, sagte er. „Wir können die Abgänge von vor der Saison auf gar keinen Fall kompensieren. So wie wir heute fußballerisch aufgetreten sind, wird es sehr sehr eng werden.“

Auf dem Kunstrasenplatz in Strohn fanden die Gäste nie wirklich in die Partie. Waren in einem schlechten Rheinlandligaspiel die noch schlechtere Mannschaft. Tim Neumann brachte die Gastgeber mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern verdientermaßen in Führung (32.). Kurz vor der Halbzeitpause foulte Kadir Mete Begen seinen Gegenspieler im eigenen Strafraum. „Ein berechtigter Elfmeter“, sagte Kossmann. Markus Boos trat an und verwandelte souverän zum 2:0 (44.).

Jegliche Comeback-Hoffnungen der Andernacher hatten sich drei Minuten nach Wiederanpfiff erledigt. Der beim Elfmeter verwarnte Begen sah wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. In Überzahl schafften die Ellscheider schnell klare Tatsachen. Nooraldin Abuzarad umkurvte Andernachs Torhüter Steffen Weber zum 3:0 (53.), Markus Boos traf von der linken Seite zum 4:0 (55.). Ole Conrad gelang für die dezimierten Andernacher immerhin noch der 4:1-Endstand (64.). Das änderte nichts an dem für Kossmann mit Abstand schlechtesten Spiel seiner kurzen Trainer-Laufbahn beim Rheinlandligisten. „Wir wollen uns jetzt in die Winterpause retten und hoffen, dass die verletzten Spieler dann zurückkommen“, sagte Kossmann. Mit externen Verstärkungen zum neuen Jahr rechne er hingegen nicht. Zu gering seien die finanziellen Mittel. Was bleibt ist die Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich zuletzt.

Ellscheid: Nelsius, Gräfen, Nebeler, Schuwerack, Stolz, Grommes (86. Becker), Schröder (59. Schon), Schweisel, Neumann, Abuzarad (80. Fritz), Boos

Andernach: Weber, K. Begen, P. Schmitz, M. Begen, Heider, Hoffmann, Unruh (59. Zeneli), Bajrami (65. T. Schmitz), Külahcioglu (56. Hild), Conrad, Hawel

SR: Thomas Greßnich (Schöndorf)

Zuschauer: 130

Tore: 1:0 Neumann (32.), 2:0/4:0 Boos (44., Foulelfmeter/55.), 3:0 Abuzarad (53.), 4:1 Conrad (64.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: SG 99 II holt ein Remis in Saffig

SC Saffig – SG 99 Andernach II  0:0

Nominell boten die Gäste eine starke Elf auf. Auf dem seifigen Rasenplatz hatten aber die Akteure erhebliche Schwierigkeiten, ihr Potential zur Geltung zu bringen. Die Bäckerjungen traten teilweise sozusagen mit Sommereifen an. Trotz deutlicher Feldüberlegenheit verstanden es die Hausherren perfekt, die Räume eng zu halten. Während sich Spiel stets vor das Saffiger Tor verlagerte, kam so gut wie nichts Zwingendes für die Gäste zustande. Im Gegenteil: Nur Etienne Retterath war es zu verdanken, das man bei den wenigen Saffigern Konterangriffen letztlich nicht in Rückstand geriet.

Auch in der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Etienne hatte einen guten Tag im Andernacher Kasten und hielt bis zum Schluß den Kasten sauber. Ständig war ein Rückstand beim schlechten Stand einiger Spieler im Bereich des Möglichen. Immerhin ging man durch das Remis nicht leer aus.

Die Flaute im Angriff darf nach 9 sieg- und fünf torlosen Spielen in Folge aber auch einmal zu Ende gehen. Vielleicht platzt der Knoten im kommenden Heimspiel gegen den Ahrweiler BC II. Hinspiel lautete knapp 2:1 für Ahrweiler..

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Andreas Reiswich, Dominik Größgen, Tobias Wagner, Florian Cui, T.Lin Chamnankit, Georg Egorov, Max Hildebrandt, Alexander Unruh, Kim Kossmann, Yannik Velthaus, Tobias Schmitz, Oliver Kubatta und Jonathan Burgmer

Text von Siegfried Wesselmann




Kreispokal A/B Klasse: Pokalaus gegen Westum im Viertelfinale

SG Westum – SG 99 Andernach II  2:1 (2:1)

Beim klaren Favoriten musste die Rheinlandligareserve die Segel streichen. In Anbetracht der klaren Niederlage beim Tabellenvorletzten letzten Sonntag in Adenau, war zwar mit einem Ausscheiden gerechnet worden, doch der Auftritt in Löhndorf kann durchaus als Rehabilitation angesehen werden. Den frühen Rückstand nach 10 Minuten durch Pascal May glichen die Gäste durch einen Treffer von Florian Cui aus ( 25.Min.) . Leider mussten die Andernacher vor der Pause erneut einen Treffer kassieren. Die SG Westum war durch

Christian Fuchs in der 42.Minute erfolgreich. Am Spielstand sollte sich nach der Pause nichts mehr ändern. Wiederholt kamen die Hausherren in Bedrängnis, doch trotz zahlreicher Möglichkeiten sollte der eigentlich gute Auftritt der SG 99 Andernach II nicht mehr belohnt werden.

Bereits am Freitagabend steht um 19.30 Uhr das schwere Auswärtsspiel in Saffig auf dem Plan. Im Hinspiel ließ man sich mit 1:3 überraschen. Bei einer Niederlage droht der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz. Die Mannschaft weiß, was auf dem Spiel steht…

Für die SG 99 II traten gegen Westum an: Etienne Retterath, Andreas Reiswich, Dominik Größgen, Yannik Velthaus, Florian Cui, Max Hildebrandt, Maicol Oligschläger, T.Lin Chamnankit, Kamil Grygo, Georg Egorov, Oliver Kubatta, Fabian Molitor und Ibrahim Diallo

Text von Siegfried Wesselmann




Rheinlandliga: Unentschieden hilft Andernach nicht weiter

SG 99 Andernach – SV Windhagen 1:1 (0:1)

Andernach. SG-Trainer Kim Kossmann war nach Spielende zufrieden. „Wie wir gespielt haben war echt in Ordnung“, sagte er. Seine Mannschaft habe wieder ihr positives Heimgesicht gezeigt. Allein: „Das Ergebnis hat gefehlt“, so Kossmann. Das 1:1 gegen den SV Windhagen belässt die Andernacher auf dem letzten Tabellenplatz der Rheinlandliga. Und macht es zur Pflicht, endlich auch mal auswärts zu punkten. Der Druck steigt vor dem Kellerduell beim Vorletzten SG Ellscheid am kommenden Sonntag, 17. November (15 Uhr in Strohn).

Dabei war den Andernachern gegen Windhagen wirklich nicht allzu viel vorzuwerfen. Zwei Probleme verhinderten dennoch den Heimsieg. Zum einen schafften es die Andernacher nicht Gästeangreifer Armando Grau dauerhaft in den Griff zu bekommen. Das zeigte sich bereits nach einer Minute, als Grau aus kürzester Distanz an Andernachs Torhüter Steffen Weber scheiterte. Vor allem aber beim Gegentreffer, als Grau nach einem Freistoß per Dropkick zum 0:1 einnetzte (22.). Das zweite Problem an diesem Tag war die Andernacher Chancenverwertung. Enis Bajrami (5.), Hakan Külahcioglu (8.) und Jan Hawel (13., 29.) erspielten sich schon vor der Halbzeitpause beste Möglichkeiten, verpassten jedoch allesamt einen eigenen Treffer.

In einer ruppig geführten Begegnung erhöhten die Andernacher nach der Pause weiter den Druck, hatten nun deutlich mehr Spielanteile. Allein die großen Chancen blieben in der zweiten Halbzeit zunächst aus. Bis zu einem Freistoß-Trick der Andernacher. Eine Viertelstunde war noch zu spielen, da rief Kossmann Enis Bajrami zu sich an die Seitenlinie. Der sprintete danach die völlig leere rechte Angriffsseite entlang. Melih Taha Begen passte in Bajramis Lauf, Bajrami flankte, Zeneli köpfte – 1:1 (76.). Danach wollten beide Mannschaften den Sieg. Weber rettete gegen Can Sülzen das Andernacher Unentschieden (84.). Die letzten Spielminuten gehörten dann allerdings den Gastgebern und ihrem Powerplay. Nach 89 Minuten reklamierten die Andernacher nach einem Schubser gegen Tim Hoffmann auf Strafstoß. „Ein ganz klarer Elfmeter“, sagte Kossmann. In der fünften Minute der Nachspielzeit köpfte Torschütze Zeneli noch an die Latte. Der so wichtige Siegtreffer sollte nicht mehr fallen. „Das Glück hat gefehlt“, so Kossmann.

Andernach: Weber, K. Begen, P. Schmitz, Hild (34. Zeneli), M. Begen, Hoffmann, Unruh (66. Oligschläger), Conrad, Külahcioglu, Bajrami, Hawel

Windhagen: Weidner, Krist, Blumenthal, Mohr, Heßler, Grabowski, Akcakoca, Glos, Klos (82. Sülzen), Grau, Alt

SR: Richard Kochanetzki (Weitersburg)

Zuschauer: 120

Besonderheit: Gelb-rote Karte für Ersatztorhüter Philipp Loosen (Andernach) nach Spielende wegen Meckerns.

Text von Marc Latsch




A-Klasse: SG 99 Andernach II leistet Aufbauhilfe in Adenau

SG Hocheifel Adenau – SG 99 Andernach II  3:0 (1:0)

Mit der schlechtesten Saisonleistung war auch in Adenau nichts zu holen. Der Gegner schaffte seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison- und das hoch verdient.

Schon in ersten Hälfte hätte man höher als mit einem Treffer zurück liegen können. Gute Form zeigte lediglich Etienne Retterath im Andernacher Tor. Neben einem guten Distanzschuß durch Max Hildebrandt ( 10.) gab es von den Bäckerjungen nichts zu melden. Ein simpler Paß in die Tiefe über die Abwehr führte zum 1:0/34.Min. Beim Rettungsversuch war wohl D.Größgen ( SG 99 II ) als Letzter am Ball.

Das 2:0/63.Min./ fiel erneut nach einem Konter durch Maximilian Heintz. Beim 3:0/75.Min./Martin Halvorsen infolge einer Ecke war ausnahmsweise das Torwartstellungsspiel verbesserungswürdig, doch auch die restliche Defensive war nicht im Bilde. Die Bäckerjungen bekamen auf dem Hartplatz einfach kein Bein auf die Erde. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte auch ein 7:0 für die Heimmannschaft drin sein können. Solche Tage sollte man schnell abhaken, hat die Elf doch schon bewiesen, dass sie es viel besser kann.

Kommenden Mittwoch steht das Viertelfinalspiel im Kreispokal in Westum an. Der Gegner hat in der A-Klasse Platz 2 inne. Vergangenen Freitag schaffte man aus heutiger Sicht ein sensationelles 0:0 gegen die SG Westum. Allerdings ist die SG 99 II in der Meisterschaft bisher auswärts eher als Punktelieferant aufgetreten.
Hat der Pokal seine eigenen Gesetze für die SG 99 II ?

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller, Dominik Größgen, Yannik Velthaus, Kamil Grygo, Florian Cui, Jonathan Burgmer, Max Hildebrandt, Paul Niermann, Andreas Reiswich, T.Lin Chamnankit, Jonas Maxein  und Jannick Schmidt

Text und Bild von Siegfried Wesselmann

Max Hildebrandt und Jona Burgmer(32/blau/SG 99 II ) ohne Tor und Punkt in Adenau.




Rheinlandliga: Andernach chancenlos im Krisen-Derby

TuS Mayen – SG 99 Andernach  5:0 (3:0)

Mayen. Selten standen die Vorzeichen für den Klassiker im Rhein/Ahr-Kreis so schlecht. Mayen Drittletzter, Andernach Vorletzter. Ein Krisenduell im Tabellenkeller der Rheinlandliga. Nach Spielende stand fest: Die Mayener sind auf dem besten Weg sich wieder in deutlich höhere Tabellengefilde zu arbeiten. Andernach tritt hingegen weiter auf der Stelle. Ohne jede eigene Torchance gingen die Bäckerjungen in der Kreisstadt unter und stehen nach dem 0:5 wieder auf dem letzten Tabellenplatz. „Heute war ein Klassenunterschied erkennbar“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Von Beginn an dominierten die Mayener das Geschehen. Die Gäste aus Andernach fanden kein Mittel gegen die schnellen Angriffe der Gastgeber, die immer wieder für größte Torgefahr sorgten. Folgerichtig fiel dann auch der frühe Führungstreffer. Lukas Mey steckte auf Tobias Uhrmacher durch, der aus 15 Metern zum 1:0 traf (12.). Und Mayen machte weiter, wollte den zweiten Treffer nachlegen. Mey scheiterte zunächst an einer starken Parade von Andernachs Schlussmann Steffen Weber (20.). Sechs Minuten später köpfte er aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Spätestens als der starke Pascal Steinmetz aus kürzester Distanz an Weber scheiterte (32.), war der zweite Mayener Treffer überfällig. Und er fiel dann auch. Mey ließ durch einen schönen Doppelpass mit Steinmetz die aufgerückte Andernacher Hintermannschaft stehen und schob am Ende ins leere Tor ein (36.). Erst nach dem 2:0 zeigten die Gäste erste zaghafte Angriffsbemühungen. Chancen stellten sich dennoch nicht ein. Stattdessen traf Steinmetz mit einem sehenswerten Schuss aus rund 20 Metern noch zum 3:0-Pausenstand (45.). „Wir haben die Mayener Stürmer einfach nicht in den Griff bekommen“, sagte Kossmann.

Die Partie war zu Pause entschieden. Zu überlegen war Mayen. Zu wenig kam von Andernach, um ernsthaft noch auf eine Aufholjagd zu hoffen. Immerhin, es wurde etwas ausgeglichener. Zwar blieb Mayen weiterhin die reifere, die gefährlichere Mannschaft. Doch die Partie verflachte zunächst, große Torchancen blieben erst einmal aus. Abgesehen von einem Steinmetz-Kracher aus 20 Metern, den der beste Andernacher Steffen Weber stark entschärfte (57.). Das änderte sich im letzten Viertel der Begegnung. Zunächst war Steinmetz nach einem Steilpass frei durch, umkurvte Weber und traf zum 4:0 (69.). Dann traf der eingewechselte Markus Thönnes nach Vorarbeit von Dennis Penk und missglückter Abwehraktion von Philipp Schmitz zum 5:0 (78.). In den Schlussminuten ging es bei den bedauernswerten Andernachern nur noch darum, nicht noch höher zu verlieren. Die beste Chance zum 6:0 vergab Tim Schneider (87.). Wiederum verhinderte Weber noch schlimmeres. „Natürlich fühlt sich das für uns alle heute schlecht an“, sagte Kossmann. Der aber auch um die Leistungsschwankungen seiner Mannschaft weiß. „Wir müssen einfach weitermachen.“

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am kommenden Sonntag, 10. November. Dann gastiert der SV Windhagen um 15.30 Uhr auf dem Andernacher Kunstrasenplatz.

Mayen: Michel, Krechel, Ries, Schneider, Penk, Hallfell, Löhr, Uhrmacher (70. Roenspies), Weis (74. Thönnes), Mey (80. Nehren), Steinmetz

Andernach: Weber, K. Begen, Hoffmann, M. Begen (82. Hild), Heider, Unruh, Matzon (46. P. Schmitz), Bajrami, Conrad, Külahcioglu (46. Oligschläger), Hawel

SR: Lukas Heep (Neuwied)

Zuschauer: 225

Tore: 1:0 Uhrmacher (12.), 2:0 Mey (36.), 3:0/4:0 Steinmetz (45./69.), 5:0 Thönnes (78.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: Und wieder ein Remis bei der SG 99 II

SG 99 Andernach II – SG Westum  0:0

Zum siebten Mal in Folge gab es keine drei Punkte für die Bäckerjungen. Dabei muß es aber durchaus als Erfolg angesehen werden, gegen den bisher ungeschlagenen Gegner unbeschadet über die Runden gekommen zu sein.

In einem guten A-Klasse Spiel neutralisierten sich beide Teams weitestgehend in Hälfte eins. Nach 56. Minuten wäre nach Freistoß von Kevin Müller sogar eine Führung der Heimelf drin gewesen. Nach verletzungsbedingter Auswechslung von Kevin Lewerenz ( 62.) und  Florian Cui ( 70.), wurde die Feldüberlegenheit von Westum deutlicher. Nur selten gab es Entlastung seitens der SG 99 II. Eine Viertelstunde vor Schluß hatte jedoch Oliver Kubatta noch zwei Möglichkeiten erspielt, danach zog Westum eine Art Powerplay auf. In dieser Phase und auch in der 5-minütigen Nachspielzeit war besonders Etienne Retterath im Andernacher Kasten gefordert. Auch wenn für die SG 99 II Paul Niermann ( 87. ) und ganz zum Ende Georg Egorov (93.) beinahe einnetzen konnten, war die Heimmannschaft über den gewonnen Punkt froh.

Kommendes Wochenende steht das letzte Spiel der Hinrunde an. Es geht zur SG Hocheifel/Adenau. Ob dort wohl die Serie mit drei torlosen Meisterschaftsspielen endet? Die SG Hocheifel konnte bislang erst ein Meisterschaftsspiel für sich entscheiden. Der Gegner muß unbedingt punkten und darf keinesfalls unterschätzt werden. Letzte Saison 3:2 Sieg zu Hause und 2:2 auswärts.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller,  Dominik Größgen, Kevin Kowalski, Oliver Kubatta, Yannik Velthaus, Kevin Lewerenz, Kamil Grygo, Florian Cui, Jonathan Burgmer, Max Hildebrandt, Georg Egorov und Paul Niermann

Text von Siegfried Wesselmann