Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 1

Die 1. Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2026/27 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen den SV Meppen (Sonntag, 2. August, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (28 Seiten / 12,1 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:




Zweitliga-Saisonstart am Sonntag: SG 99 spielt zu Hause gegen den SV Meppen

Viel war die Rede vom großen Umbruch bei den Fußballerinnen der SG 99 Andernach. Fünf Abgänge und sieben Neuverpflichtungen, so viel Bewegung gab’s noch nie im Zweitliga-Kader der Bäckermädchen. Anderswo wurde indes noch fleißiger eingekauft und abgegeben: Beim Ex-Bundesligisten SV Meppen beispielsweise gingen gleich zehn Spielerinnen, und ebenso viele kamen neu hinzu. Das macht es für das Andernacher Trainerteam um Isabelle Hawel nicht einfacher, das SG-Team auf die erste Heimaufgabe der neuen Saison gegen die Emsländerinnen am Sonntag (14 Uhr) auf dem Rasenplatz im Andernacher Stadion vorzubereiten. „Es ist extrem schwierig, vorherzusagen, wie wir in die Saison reinstarten“, gibt Hawel zu, „ich bin selbst gespannt.“ Auch weil in Kapitänin Magdalena Schumacher und Zoe Brückel zwei wichtige Defensivkräfte zum Saisonstart fehlen.

Doch das Vertrauen in die neu verpflichteten Spielerinnen ist groß. „Unser Kader ist sehr ausgeglichen, wir haben keinen Superstar“, sagt Florian Stein, der die Andernacher Bäckermädchen von 2020 bis 2024 trainierte und seitdem als Geschäftsführer der Frauen- und Mädchenabteilung fungiert. Bei der Suche nach Verstärkungen haben Stein, Hawel und Co-Trainer Ralf Wendel eine neue Erfahrung gemacht: „Zahlreiche Spielerinnen haben uns angesprochen“, stellt Stein fest. Der Verein ging gut vorbereitet in die Gespräche. „Wir haben eine Video-Präsentation unseres Vereins erstellt“, erzählt Stein. „Das waren die meisten Spielerinnen und ihre Berater so nicht gewöhnt.“ Insgesamt, so Stein, „sind wir unserer Linie treu geblieben. Eigentlich sind wir chancenlos gegenüber anderen Vereinen, die über Wohnungen, Arbeitsstellen oder Internatsplätze verfügen“, sagt Stein, „auch wenn wir bei der Suche helfen, wo wir können.“

Auf Dauer setzt der Verein darauf, den eigenen Nachwuchs zu stärken und das Augenmerk vornehmlich auf Talente aus der Region zu richten. Als Vorbild gilt das „Riesentalent“ Malou Müller, hervorgegangen aus der Andernacher Jugend, die nach ihrer zweiten Zweitligasaison von zahlreichen Zweit- und Erstligisten umworben wurde. Dass die torgefährliche Innenverteidigerin, gerade 20 geworden, trotzdem in Andernach bleibt, führt Stein auf die kluge Vereinspolitik zurück: „Wir wollen jungen Spielerinnen Wege aufzeigen, wie sie bei uns weitere Schritte gehen können. Auch Malous Weg muss nicht in Andernach enden.“

Um die Nachwuchsarbeit zu forcieren, haben sich die Andernacher die Dienste eines angesehenen Fachmanns gesichert. Sijamak Sauer, der sich schon beim Ex-Bundesligisten in Bad Neuenahr um die Talentförderung verdient gemacht hat, soll als Technischer Direktor bei der Sichtung und Ausbildung mitwirken. „Wir müssen unseren Nachwuchs im Auge behalten, um immer wieder Malou Müllers zu kreieren“, gibt Florian Stein die Richtung vor.

Zunächst aber geht es darum, die weitere Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga sicherzustellen. Noch gibt es Fragezeichen. In Testspielen gegen starke Konkurrenz hagelte es Gegentore. Mut machte die traditionelle Teilnahme am Steka-Cup in Schleidweiler, wo sich die Bäckermädchen im Feld etlicher Regionalligisten torhungrig zeigten und nur im Finale gegen Fortuna Köln, die man im Gruppenspiel noch mit 4:0 geschlagen hatte, nach 20-minütiger Spielzeit im Elfmeterschießen den Kürzeren zogen.

Die langzeitverletzten Leonie Wäschenbach und Daria Collas stehen vorläufig nicht zur Verfügung. Kathrin Schermuly stand zwar sieben Wochen nach der Geburt ihres Babys schon wieder auf dem Trainingsplatz, den Kinderwagen am Spielfeldrand stets im Blick, doch auch ihr Comeback in der Liga steht noch in den Sternen. Florian Stein rückt die Proportionen zurecht: „Wir werden wahrscheinlich wieder mit dem geringsten Etat aller Zweitligisten in die Saison gehen. Jedes Jahr, wenn Andernach in der Zweiten Liga spielt, haben wir ganz viel richtig gemacht.“ Stefan Kieffer

Hintere Reihe (von links, in Klammern die Rückennummern) Muriel Bey (31), Zoe Brückel (22), Ina Keller (11), Zahara Wehbrink (29), Emelie Hesselbach (8), Magdalena Schumacher (23), Malou Müller (27), Kathrin Schermuly (5), Carolin Schraa (7), Daria Collas (18), Paula Petri (9), Vanessa Zilligen (15).

Mittlere Reihe (von links) Cheftrainerin Isabelle Hawel, Mannschaftsarzt Dr. Thomas Höpfner, Co-Trainer Ralf Wendel, Physiotherapeut Timo Drzesga, Standardtrainer Jan Hawel, Teammanager Bodo Heinemann, Torwarttrainer Leon Hantke, Co-Trainer Sascha Oestreich, Athletiktrainerin und Teamkoordinatorin Lydia Sauerborn.

Vordere Reihe (von links) Leonie Wäschenbach (17), Isabel Pfeiffer (21), Mia Trombin (14), Marlene Ganßer (13), Elena Bläser (1), Victoria Prassel (19), Lisa Krupp (25), Leonie Krump (10), Narjiss Ahamad (6), Nele Gärtner (28), Debora Vinci (33).

Es fehlen: Laureta Crnaveri (4), Rinesa Alija (20) und Mannschaftsverantwortlicher Armin Grauel.

Foto: Norina Tönges / SG 99 Andernach




20 Jahre Frauen- und Mädchenfußball bei der SG 99 Andernach

Am 19. Juni 2026 feiert die Frauen- und Mädchenabteilung der SG 99 Andernach ihren 20. Geburtstag. Alles begann an einem Sommerabend im Jahr 2006 mit einem Schnuppertraining.

Bodo Heinemann, Günter Kossmann und Klaus Bell hatten damals mit „unseren Töchtern und ein paar weiteren Mädels“ gerechnet. Stattdessen standen auf Anhieb rund 40 fußballbegeisterte Mädchen auf dem Platz. Es war der Startpunkt einer Entwicklung, die in dieser Geschwindigkeit wohl niemand vorhersehen konnte. Vom ersten Tag an nahm die SG 99 mit Juniorinnenmannschaften am Spielbetrieb teil und schuf damit die Grundlage für das, was später unter dem Namen „Bäckermädchen“ weit über Andernach hinaus bekannt werden sollte und heute eine der prägenden Erfolgsgeschichten des Frauenfußballs in der Region ist.

Ein wichtiger Schritt folgte 2007, als die Frauenmannschaft des BSV Weißenthurm nach Andernach wechselte. Schon in der Saison 2007/08 gelang der Aufstieg in die Rheinlandliga. Mit dem Bau der Kunstrasenplätze und des Multifunktionsgebäudes am Stadion wuchsen ab 2010 auch die strukturellen Möglichkeiten. Sportlich nahm die Geschichte weiter Fahrt auf: 2014 feierten die Andernacherinnen als ungeschlagener Verbandsmeister den Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Im selben Jahr sorgte der DFB-Pokal für besondere Momente, unter anderem mit dem Erstrundensieg gegen den Zweitligisten SV Weinberg und dem anschließenden Heimspiel gegen den späteren Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt vor großer Kulisse.

2017 folgte der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd. Nach dem zwischenzeitlichen Schritt zurück in die Regionalliga kehrten die Bäckermädchen 2019 direkt zurück, diesmal in die eingleisige 2. Frauen-Bundesliga. Dort entwickelte sich die SG 99 Schritt für Schritt vom mutigen Außenseiter zu einer festen Größe. Der vierte Tabellenplatz in der Saison 2021/22, weitere starke Platzierungen und zahlreiche enge Duelle mit namhaften Gegnern stehen für diese Entwicklung.

Auch die bald beginnende 8. Saison in Folge in der 2. Frauen-Bundesliga erzählt von Widerstandskraft und Weiterentwicklung. Nach dem Klassenerhalt in einer schwierigen Saison 2024/25 gelang 2025/26 wieder ein deutlicher Schritt nach vorne: Mit einem spektakulären 5:4-Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach verabschiedeten sich die Bäckermädchen in die Sommerpause und beendeten die Saison auf einem starken sechsten Tabellenplatz.

Getragen wird dieser Weg bis heute von einem breiten Fundament. Neben der ersten Mannschaft bilden die weiteren Frauen- und Nachwuchsteams eine wichtige Verbindung zwischen Jugend, Entwicklung und Leistungssport. Die Zweite, die U23, die U19 und die Juniorinnenmannschaften stehen dafür, dass junge Spielerinnen in Andernach nicht nur Fußball spielen, sondern Perspektiven bekommen.

20 Jahre nach dem ersten Schnuppertraining ist aus einer Idee ein Aushängeschild geworden: Für die SG 99 Andernach, für die Stadt, für den Fußballverband Rheinland und für den Frauen- und Mädchenfußball in der Region. Die Geschichte der Bäckermädchen ist dabei längst nicht zu Ende geschrieben. Sie bleibt geprägt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, von Spielerinnen, die ihren Weg gehen, und von einem Verein, der seit zwei Jahrzehnten zeigt, was entstehen kann, wenn Begeisterung, Beharrlichkeit und Gemeinschaft zusammenkommen.




Interview mit Kim Kossmann: „Unsere letzten Wochen haben geholfen. Die haben auch außerhalb Andernachs Eindruck hinterlassen“

Kim, ihr habt gerade die beste Saison seit dem Aufstieg vor elf Jahren gespielt, seid Rheinlandliga-Fünfter geworden. Was hat euch so stark gemacht?

Kim Kossmann Dabei hatten wir nach sieben Spieltagen sogar nur vier Punkte. Danach haben wir den Turnaround geschafft. Viele Schlüsselspieler waren sehr gut drauf, gerade in der Rückrunde. Vor allem waren wir aber ein Team. Wir hatten eine unfassbar hohe Trainingsbeteiligung, gute Stimmung und konnten ohne Druck Fußball spielen. Am Ende der Saison war uns oft klar, dass wir gewinnen werden.

Ihr wart zuletzt in einem richtigen Rausch. Kam die Sommerpause jetzt ungelegen?

Kossmann Wir sind froh, durchatmen konnten. Rein sportlich hätte es ruhig weitergehen können. Aber wir werden uns gut vorbereiten und versuchen, da wieder hinzukommen. Unser Kader ist sogar noch einmal deutlich besser und breiter aufgestellt.

In den vergangenen Jahren haben sich bei euch oft richtig starke Phase mit längeren Schwächeperioden abgewechselt. Das war abgesehen vom Saisonstart dieses Mal nicht so. Ist die Mannschaft reifer geworden?

Kossmann Erstmal gehört viel Glück dazu, dann aber auch der Kopf. Die jüngeren Spieler sind wieder ein Jahr älter geworden, haben es durch die Bank gut gemacht. Dann tut uns Alexis Weidenbach unfassbar gut. Wenn er spielt wie in der Rückrunde, ist er unser Kopf auf dem Platz. Auch unser Sturm mit Gian Luca Dolon und Mike Borger war am Ende wieder richtig gut drauf.

Es wird im Sommer ein paar Abgänge geben, das Grundgerüst der Mannschaft bleibt aber zusammen. War das schwer?

Kossmann Nein. Es gab die ein oder anderen Angebote aus der Oberliga oder von Vereinen, bei denen deutlich mehr Geld fließt. Aber wir sind ein Team, in dem andere Dinge im Vordergrund stehen: Gemeinschaft, Zusammenhalt. Jeder Spieler hat sich hier weiterentwickelt. Deswegen war es für die Jungs dann doch recht einfach, die Gespräche dauerten teilweise nur 20 Sekunden. Sie sind gern hier, identifizieren sich mit Andernach. Es wäre schön, wenn das von mehr Zuschauern honoriert wird und viele bekannte Gesichter wieder regelmäßig zum Sportplatz kommen.

Mit Leo Welter, Nikolas Groß, Philipp Pitkowski und Elias Dudkiewicz stehen die vier externen Zugänge auch bereits fest. Was war die Idee dahinter?

Kossmann Nikolas Groß ist ein Linksfuß, der schon in der Jugend in Andernach gespielt hat und mir in Mendig richtig gut gefallen hat. Leo Welter wollte ich vor zwei Jahren bereits holen. Ein super Fußballer. Philipp Pitkowski hat 14 Tore bei einem Absteiger geschossen. Elias Dudkiewicz hat sich dann noch zufällig ergeben. Er war jetzt länger krank und ihn wollen wir wieder zu alter Stärke zurückführen. Ich freue mich auf alle vier. Das gibt einen super Konkurrenzkampf, den wir brauchen. Unsere letzten Wochen haben geholfen. Die haben auch außerhalb Andernachs Eindruck hinterlassen.

Woran willst du in der Vorbereitung besonders arbeiten? Was soll noch besser funktionieren?

Kossmann Körperlich haben die Jungs nicht viel verloren. Die haben zum Teil einfach weitergekickt. Wir wollen noch geschlossener auftreten, ein paar Gegentore weniger bekommen. Ansonsten war das schon echt gut. Von meinem neuen Co-Trainer-Duo mit Daniel Neunheuser und Alexis Weidenbach erwarte ich mir viel. Ich freue mich richtig auf die neue Saison.

Cosmos, Ahrweiler und Wittlich sind alle in der Oberliga angekommen. Die Rheinlandliga dürfte in der neuen Saison noch ausgeglichener sein. Wo siehst du dich da mit deiner Mannschaft?

Kossmann Wie wollen nochmal ein paar Punkte mehr holen. Wir sind Fünfter geworden. Wenn wir das bestätigen, ist das gut. Wenn wir einen Platz nach oben krabbeln, cool. Wenn es zwei werden, noch cooler. Wir wollen mehr erreichen, als nur die Klasse zu halten.

Es gibt zwar keinen Oberliga-Absteiger, dafür kommen aber viele alte Bekannte aus der Bezirksliga zurück. Gibt es ein Spiel, auf dass du dich besonders freust?

Kossmann Andernach gegen Mayen. Das hat von früher noch einen ganz besonderen Klang. Da Mendig leider abgestiegen ist, ist das unser großes Derby. Ich bin allgemein gespannt, wie die sechs Aufsteiger sich schlagen. Nach Schweich, Malberg oder Betzdorf zu fahren, kann unangenehm werden.

Du bist auch zweiter Vorsitzender der SG 99 Andernach. Wie blickst du auf die Situation im Gesamtverein?

Kossmann In der A-Jugend hatten wir ein schwieriges Jahr. Was Jan Engels dort nun als Trainer macht, gefällt mir aber sehr gut und mit Adam Lemghar kommt auch wieder ein Spieler hoch in die erste Mannschaft. Für die nächste Saison bin ich sehr positiv gestimmt. Generell ist die Tendenz in den Junioren-Mannschaften positiv. Von der F- bis zur B-Jugend sind wir gut aufgestellt. Wir werden auch wieder eine zweiten Herren-Mannschaft melden.

Was ist für die Vorbereitung geplant?

Kossmann Wir haben mit dem Lauftraining begonnen, am Dienstag sind wir erstmals wieder als Mannschaft auf dem Platz. Auch die Testspiele stehen bereits fest. Wir werden unter anderem auf Rot-Weiß Koblenz und den FC Karbach treffen. Vom 17. bis 19. Juli sind wir im Trainingslager in Oberwesel.

Die Fragen stellte Marc Latsch.

 




8:0 gegen Rübenach – Bäckerjungen genießen ihren Saisonabschluss

Besser hätte diese Rheinlandliga-Saison für die SG 99 Andernach kaum enden können. Beim 8:0 (1:0) gegen den FV Rübenach feierten viele alte Weggefährten das letzte Spiel von Ex-Kapitän Daniel Neunheuser, Platz fünf und den SG-Punkterekord in der Rheinlandliga. „Es war ein sehr gelungener Abend“, sagt Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Für 20 Minuten durfte Neunheuser von Beginn an ran. Einziger kleiner Wermutstropfen: ein letztes Tor gelang ihm dabei nicht mehr. Überhaupt taten sich die Andernacher in einer offenen Partie vor der Pause noch etwas schwer. Chancen gab es auf beiden Seiten, ein Tor fiel nur einmal. Gian Luca Dolon traf nach 35 Minuten zur 1:0-Pausenführung.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann aufgedreht und richtig tollen Fußball gespielt“, sagt Kossmann. Die Andernacher ließen den Ball gegen überforderte Rübenacher nun schön laufen und schrauben das Ergebnis deutlich in die Höhe.

Drei Tore von Mike Borger (53., 63., 87.), ein zweiter Treffer von Dolon (51.), jeweils einmal Jan Engels (59.) und Marius Wingenbach (60.) sowie ein sehenswerter Seitfallzieher von Gafur Seker (73.) kamen zählbar hinzu. Fertig war das 8:0.

„Ich hoffe, dass wir viele der Zuschauer gestern nicht nur einmal wiedergesehen haben“, sagt Kossmann. „Die Jungs hätten es verdient, dass ihre Leistung deutlich mehr honoriert wird.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, Herbst (27. Saftig), Drinor Demiraj, Drilon Demiraj, Weidenbach, Engels (78. Kryeziu), Reintges, M. Wingenbach (65. Blohm), Neunheuser (20. Borger), Dolon (65. Seker)

SR: Alexander Müller (Mendig)

Zuschauer: 140

Tore: 1:0/2:0 Dolon (35./51.), 3:0/6:0/8:0 Borger (53./63./87.), 4:0 Engels (59.), 5:0 M. Wingenbach (60.), 7:0 Seker (73.).

(mlat)




3:1 in Wirges – Bäckerjungen siegen einfach weiter

Auf der Zielgeraden der Rheinlandliga schießt sich die SG 99 Andernach noch einmal richtig in Saison-Spätform. Das 3:1 (2:1) bei der Spvgg EGC Wirges war bereits der fünfte Bäckerjungen-Sieg in Folge. „Es war ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen bei uns und bei denen“, sagt Trainer Kim Kossmann. „Wir haben es gut gemacht und nicht unverdient gewonnen.“

Den besseren Start zweier offensivstarker Mannschaften erwischten auf dem Wirgeser Kunstrasen zunächst die Gastgeber. Ronald Kröber traf nach einem langen Einwurf zum frühen 1:0 (2.). Doch nur zwei Minuten später erzielte Jan Engels nach schönem Dribbling bereits den schnellen 1:1-Ausgleich. Nach 14 Minuten und einem frühen Ballgewinn von Gian Luca Dolon zum 1:2 war die Partie dann schon wieder gedreht.

Es blieb auch bei Andernacher Führung ein spannendes Spiel mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Linus Wingenbach mit seinem Treffer zum 1:3 (82.). „Linus hat an dem Tag ein Riesen-Spiel gemacht und sich mit dem Tor belohnt“, sagt Kossmann.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, Dshabrailow (87. de Abreu), Weidenbach, Drinor Demiraj (65. Saftig), Drilon Demiraj, L. Wingenbach (87. Seker), Engels, Reintges, Dolon (75. M. Wingenbach), Borger (87. Blohm)

SR: Constantin Reuber (Freudenberg)

Zuschauer: 141

Tore: 1:0 Kröber (2.), 1:1 Engels (4.), 1:2 Dolon (14.), 1:3 L. Wingenbach (82.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Freitag, 22. Mai um 19.30 Uhr. Dann gastiert der FV Rübenach zum Abschluss der Rheinlandliga-Saion auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)




8:1 gegen Mendig – Bäckerjungen kommen im Saisonendspurt richtig in Fahrt

Acht Tore im Derby, der vierte Sieg in Folge, Tabellenplatz fünf in der Rheinlandliga – bei der SG 99 Andernach wirkt momentan niemand so, als würde er die nahende Sommerpause herbeisehnen. „Schade, dass es in zwei Wochen vorbei ist“, sagte Trainer Kim Kossmann nach dem souveränen 8:1 (4:0) im Lokalduell gegen den bereits sicher abgestiegenen SV Eintracht Mendig. „Momentan sind viele bei uns sehr gut drauf.“

Dabei brauchten die Bäckerjungen gegen Mendig ein wenig Zeit, um in die Partie zu finden. Nach 25 Minuten wäre eine Gästeführung möglich und durchaus verdient gewesen. Leonard Zerwas war kurz zuvor bereits frei durch gewesen, sein Lupfer-Versuch gegen Andernachs Torhüter Luca Jordi Bolz führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg (18.).

Eiskalt zeigten sich dann allerdings die Andernacher. Den Dosenöffner gab Gian Luca Dolan nach einer Philipp-Schmitz-Ecke (26.), Mike Borger verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter souverän zum 2:0 (32.). Ein Doppelschlag kurz vor der Pause durch Dolon (41.) und Drilon Demiraj (42.) schraubte das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe. Beide mussten, schön freigespielt, nur noch einschieben.

Nach Wiederanpfiff blieben die Gastgeber dominant und legten weiter nach. Eine sehenswerte Kombination über Alexis Weidenbach und Mike Borger nutzte Dolon zu seinem dritten Treffer, dem 5:0 (56.). Der eingewechselte Filip Reintges traf aus der Drehung zum 6:0 (63.). Reintges per Lattenschuss (60.), Dolon per Abstauber (66.) und Leon Schmitz per Kopfball (71.) hätten weitere Tore erzielen können.

Stattdessen nutzte Joel Maas einen leichtsinnigen Andernacher Ballverlust im Mittelfeld, um den Ball aus 50 Metern zum 6:1 ins Tor zu bugsieren (73.) und läutete damit ein kurzes Mendiger Aufbäumen ein. Das endete mit dem 7:1 durch Linus Wingenbach (79.). Kurz vor Schluss durfte Weidenbach zwei Mal zum Handelfmeter antreten. Zunächst verschoss er, nach der Wiederholungs-Entscheidung des Schiedsrichtergespanns traf er im zweiten Anlauf doch noch zum 8:1-Endstand (88.).

„Endlich haben wir mal wieder gegen eine Mannschaft gewonnen, die unten steht“, lobte Kossmann nach Abpfiff. „Nach dem 1:0 haben wir das sehr souverän gespielt.“

Es spielten: Bolz, P. Schmitz, L. Schmitz, Dshabrailow (57. Reintges), Drilon Demiraj, Weidenbach, Saftig (74. de Abreu), Engels (74. Drinor Demiraj), Idrizi (57. L. Wingenbach), Borger, Dolon (83. Blohm)

SR: Noah Bursky (Niedertiefenbach)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0/3:0/5:0 Dolon (26./41./56.), 2:0 Borger (32., Foulelfmeter), 4:0 Drilon Demiraj (42.), 6:0 Reintges (63.), 6:1 Maas (73.), 7:1 L. Wingenbach (79.), 8:1 Wiedenbach (88., Handelfmeter)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 16. Mai um 17.30 Uhr bei der Spvgg. EGC Wirges.

(mlat)




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 13

Die 13. und somit letzte Ausgabe des Bäckermädchen-Magazins in der Saison 2025/26 zum Spiel unserer ersten Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga gegen den SC Sand (Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr auf dem Stadion-Rasenplatz in Andernach) gibt’s HIER als digitale Version (31 Seiten / 13 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:




Beste Rheinlandliga-Saison: 4:0 in Morbach sichert Andernach den Rekord

Andernachs Trainer Kim Kossmann muss sich wohl neue Ziele für die letzten Wochen der Saison setzen. Das zuletzt ausgerufene, 52 Punkte, ist seit dem 4:0 (2:0) am Sonntag in Morbach erreicht. „Wir haben schon jetzt unsere beste Rheinlandliga-Saison gespielt. Da sind wir sehr stolz drauf.“

Stolz war Kossmann auch auf die „sehr abgeklärte, sehr reife Leistung“ seiner Mannschaft. Beim Tabellennachbarn aus Morbach, einem eigentlichen Andernacher Angstgegner, traten die Bäckerjungen souverän auf. Eine immer länger werdende Flanke von Aaron de Abreu sorgte für das 0:1 (23.), noch vor der Pause erhöhte Argjend Idrizi nach schöner Vorarbeit von Gian Luca Dolon auf 0:2 (39.).

Dafür, dass in der zweiten Halbzeit nicht doch nochmal Spannung aufkam, sorgten die starke Andernacher Hintermannschaft und Dolon mit einem starken Solo zum vorentscheidenden 0:3 (63.). Mike Borger fing schließlich noch einen Rückpass ab und umkurvte Morbachs Torhüter Johannes Kappel zum 0:4-Endstand (79.). „Wir waren gegen den Ball super und haben mit dem Ball wieder richtig gute Lösungen gefunden“, bilanzierte ein zufriedener Kossmann.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers, Dshabrailow (71. Drilon Demiraj), Weidenbach, de Abreu (83. Blohm), L. Wingenbach (60. Borger), Reintges (71. Saftig), Idrizi, Dolon (81. M. Wingenbach)

SR: Luis Herrig (Salmtal)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 de Abreu (23.), 0:2 Idrizi (39.), 0:3 Dolon (63.), 0:4 Borger (79.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Freitag, 8. Mai gegen den SV Eintracht Mendig. Der Anpfiff auf dem Andernacher Kunstrasen erfolgt um 20 Uhr.

(mlat)




2:0 gegen Bitburg – Souveräne Andernacher feiern Flutlicht-Heimsieg

Eigentlich hatte SG-Trainer Kim Kossmann nach dem 2:0 (2:0) gegen den FC Bitburg nur einen Kritikpunkt. So überlegen wie die Bäckerjungen vor der Pause aufgetreten waren, hätten dabei mehr als zwei Tore herausspringen müssen. „Sonst haben wir aber sehr gefällig gespielt. Der Sieg ist mehr als verdient.“

Es gab eigentlich nur einen Moment, in dem das Freitagabend-Spiel zugunsten der Bitburger Gäste hätte kippen können. 18 Minuten waren gespielt, da rutschte Andernachs Torhüter Jannis Koch bei einer Rettungsaktion weg, Luke Wagner verfehlte von der Strafraumgrenze das verwaiste Tor. Stattdessen schloss drei Minuten später Gian Luca Dolon einen stark über Alexis Weidenbach eingeleiteten Konter mustergültig zum 1:0 in den Winkel ab (21.). Damit begann eine Phase der vollkommenen Andernacher Dominanz.

Nach einem verlängerten langen Einwurf von Philipp Schmitz stellte wiederum Dolon noch vor der Pause auf 2:0 (36.). Davor und danach vergaben Dolon (39.) und sein Sturmpartner Mike Borger (24./32./38.) die von Kossmann betrauerten Großchancen. Dass sie nur mit zwei Toren in Rückstand lagen, war für die Gäste nach 45 Minuten die beste Nachricht.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich ausgeglichener. Andernach schaltete in den Verwaltungsmodus. Bitburg spielte gefällig mit, blieb jedoch größtenteils harmlos. Einmal musste Jannis Koch sehenswert gegen einen Schuss von Pascal Müller retten (64.), auf der Gegenseite verpassten Borger im Eins-gegen-Eins und Argjend Idrizi binnen einer Minute zweimal das mögliche 3:0 (69.).

„Wir haben das richtig gut gemacht und fast gar nichts zugelassen“, sagte Kossmann. Seine Mannschaft habe immer noch ein Ziel vor Augen, spielte er auf die ausgelobten 51 Punkte für die beste Andernacher Rheinlandliga-Saison an. Vier Spieltage vor Schluss fehlen dazu nun nur noch zwei. Nach sechs Spielen ohne Niederlage in Folge ein vielleicht sogar etwas niedrig gestecktes Ziel.

Es spielten: Koch, P. Schmitz, L. Schmitz, Schiffers, Saftig (63. Dshabrailow), Weidenbach, L. Wingenbach (63. Reintges), Engels, Idrizi (77. de Abreu), Borger (87. M. Wingenbach), Dolon (87. Drinor Demiraj)

SR: Patrick Heim (Hohenstein)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0/2:0 Dolon (21./36.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 3. Mai um 15 Uhr beim FV Morbach.

(mlat)