Knappe Kiste: SG 99 II kassiert ein 0:1 gegen den Regionalliga-Spitzenreiter aus Elversberg

Viel hat nicht gefehlt, dann hätte die SG 99 Andernach II dem Tabellenführer der Frauenfußball-Regionalliga Südwest ein Bein gestellt. Am Ende aber gewann der Zweitliga-Absteiger SV 07 Elversberg das Nachholspiel beim Klassenneuling dank des frühen Freistoßtores von Lena Reiter denkbar knapp mit 1:0 (1:0). Kappy Stümper, Trainer der Bäckermädchen-Reserve, war mit der engagierten Vorstellung seiner Schützlinge einverstanden: „Wir haben gegen den Spitzenreiter eine großartige kämpferische Leistung gezeigt. Daher sind wir trotz der knappen Niederlage stolz auf unser Team. Leider haben wir dreimal nur das Aluminium des gegnerischen Tores getroffen und somit eine mögliche Überraschung verpasst. Immerhin hat der SV Elversberg letzte Saison noch zwei Klassen über uns gespielt und möchte zurück in die 2. Bundesliga.“
Wer weiß wohl, wie es gelaufen wäre, wenn die Andernacherinnen nach einem Konter erst durch Hannah Ackermann, dann im Nachschuss durch Joelina Martini nicht bloß den linken Pfosten des von der ehemaligen Andernacherin Elena Bläser gehüteten Gästetores getroffen hätte (7.). So war es dem Branchenführer vorbehalten, nach einer der zahlreichen Standardsituationen das Tor des Abends zu erzielen. Reiter nahm zentral aus etwas mehr als 20 Metern Maß und zimmerte das Spielgerät ins Gehäuse des Gastgebers (16.). Die erste Hälfte ging an Elversberg, nach der Pause war die junge Andernacher Mannschaft deutlich besser im Spiel. Mehr als ein Lattenkopfball durch Kapitänin Theresa Laux (58.) sprang bei den Bemühungen aber nicht heraus.
Stümper konnte es mit etwas Abstand verschmerzen: „Unser prioritäres Ziel bleibt als Aufsteiger der Klassenerhalt, da sind wird als Fünfter der Tabelle mit 19 Punkten absolut im Soll.“ Am nun folgenden Rheinlandpokal-Wochenende hat die SG 99 II spielfrei, erst im Achtelfinale muss das Team im Frühjahr 2023 eingreifen. Zunächst steht aber noch am Sonntag, 27. November (14 Uhr), das „Heimspiel“ gegen den 1. FC Riegelsberg auf dem Programm. Das letzte Spiel der Hinserie wird auf dem Kunstrasenplatz im Stadtteil Eich angepfiffen, weil die erste Mannschaft der Bäckermädchen zur exakt gleichen Zeit im Andernacher Stadion ihre Zweitliga-Partie gegen den 1. FC Nürnberg bestreitet.
SG 99 Andernach: Schön – Theis, L. Ackermann, Laux (85. Hepfer), S. Klyta, Mais, Bartzen, Schmahl (46. Bey), H. Ackermann, A. Klyta, Martini.

Die Andernacher Kapitänin Theresa Laux (ganz rechts) – hier im Kopfballduell mit der Elversberger U19-Nationalspielerin Yara Volpert und beobachtet von ihren Teamkolleginnen Sarah Klyta (Mitte) und Hannah Ackermann (links hinten) – traf in der 56. Minute nur die Latte des gegnerischen Tores. Foto: Tobias Jenatschek


– da muss man erst mal so zurückkommen, wie wir das getan haben. Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Mädels!“ Die beiden am Knie verletzten Spielerinnen hatten die Reise nach Leipzig ebenso wie die Einstimmung in der Kabine mitgemacht. „Wir schaffen es nur gemeinsam“, lautete die Parole im Stadion am Stadtbad in Markranstädt vor den Toren von Leipzig. So warfen sie sich hinein in die Leipziger Angriffe, köpften und schossen (fast) alles weg, was in den Strafraum kam und nutzten jede Gelegenheit zum schnellen Umschalten.



Andernach, seither stand sie in allen (!) 33 Punktspielen und auch in den drei DFB-Pokalspartien von Beginn an auf dem Platz. Beide Spielerinnen sind nicht nur rein sportlich aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken, auch charakterlich passen sie bestens ins Gefüge der SG 99. Jetzt werden sie uns auf dem Platz länger fehlen. Gute Besserung ! Wir rücken nun noch näher zusammen, schon am Sonntag, 6. November, im nächsten Spiel der 2. Bundesliga beim Tabellenführer RB Leipzig werden wir wieder alles, wirklich alles geben. Diesmal ganz speziell für Caro und Zoe.






