Futsal-Rheinlandmeisterschaft: SG 99 in Niederbieber gleich doppelt am Start

Gleich mit zwei Mannschaften nehmen die Frauen unserer SG 99 Andernach an der Futsal-Rheinlandmeisterschaft am Sonntag, 10. Februar, in Niederbieber (Carmen-Sylva-Schule, In der Laach) teil. Die 1. Mannschaft war als Regionalligist fürs zwölfköpfige Teilnehmerfeld automatisch qualifiziert, das Ensemble des Trainergespanns Isabelle und Kappy Stümper spielt in der Vorrunden-Gruppe A gegen den SV Rheinbreitbach (11:00), den FV Rübenach (12:42) und den VfL Trier (15:15). Die 2. Mannschaft zog als Meister des Rhein/Ahr-Kreises in die Endrunde ein, der von Daniel Kohns und Klaus Bell trainierte Rheinlandligist trifft in der Gruppe C auf Titelverteidiger FC Bitburg (12:25), auf die SG Altendiez (13:16) und den SSV Weyerbusch (14:58). Die beiden Erstplatzierten jeder der drei Vorrundengruppen ziehen in die Zwischenrunde ein (ab 16:15), das Endspiel ist um 18:10 Uhr vorgesehen. Wir drücken beiden Bäckermädchen-Teams die Daumen !



2. Frauen-Bundesliga: SG 99 reicht Bewerbung ein

Mit dem Testspiel beim Zweitligisten FSV Hessen
Wetzlar am Samstag um 14 Uhr starten die Fußballfrauen der SG 99
Andernach offiziell ins neue Jahr. Der Spitzenreiter der Regionalliga
Südwest hat in den nächsten Wochen und Monaten bis zur Sommerpause ein
großes Ziel vor Augen: den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Der Verein aus der Stadt der Bäckerjungen wird sich wie in den beiden
Vorjahren auch für die zweithöchste Klasse Deutschlands bewerben, bis
zum 15. März müssen die erforderlichen Unterlagen beim Deutschen
Fußballbund (DFB) vorliegen. Vor knapp zwei Jahren gestaltete sich die
sportliche Seite recht komfortabel: Schon zur Winterpause war die SG 99
der Konkurrenz um Lichtjahre enteilt, mit am Ende 18 Punkten Vorsprung
schaffte Andernach als Meister souverän den Sprung in die höhere Klasse.

Diesmal ist die Angelegenheit bei nun 14 Staffelteilnehmern (inklusive drei Zweitliga-Absteiger plus Vorjahresmeister TuS Issel) weitaus anspruchsvoller. Doch die Bäckermädchen haben ihre Hausaufgaben bisher gut gelöst: Höhepunkt der 15 Punktspiele (13 Siege, jeweils ein Unentschieden und eine Niederlage) war ein 3:0-Erfolg am 24. Oktober beim bis dato härtesten Verfolger TSV Schott Mainz. Der liegt aktuell mit fünf Zählern weniger in Lauerstellung. Wer den Titel holt, könnte sich am 28. April beim Rückspiel entscheiden. Der Titel allein langt allerdings nicht zum direkten Aufstieg, es bedarf nach Abschluss der Meisterschaft einer Qualifikation, um das zu bewerkstelligen. Laut Plan ermitteln die fünf Regionalliga-Meister und der Zweite der Regionalliga West insgesamt drei Aufsteiger (Modus siehe unten). „Aufgrund dieses Szenarios gehen unsere Bemühungen natürlich ein wenig ins Blaue“, schildert Geschäftsführer Bodo Heinemann die momentane Gemengelage: „Selbst wenn personell und finanziell alles steht, kann sich die ganze Geschichte am 2. Juni innerhalb weniger Stunden schnell in Rauch auflösen.“

Am besagten Termin steht das entscheidende Relegationsrückspiel voraussichtlich gegen einen Berliner Verein (Viktoria oder 1. FC Union) auf dem Programm. Mit diesem Szenario sind die Frauen übrigens nicht allein, in den vergangenen Jahren war dieses Prozedere auch in den Männer-Regionalligen üblich. Der SV Waldhof Mannheim kann ein Lied davon singen, der Südwest-Vertreter verpasste gleich dreimal in Folge in einer ähnlichen Relegation den Aufstieg. So weit wollen es die Andernacherinnen natürlich nicht kommen lassen. Gelingt das Vorhaben, steht der SG 99 eine spannende, aber auch strapaziöse Saison 2019/20 bevor, die sie nach Wolfsburg, Potsdam., München, Jena, vielleicht auch Bremen zieht – also so ziemlich in alle Ecken der Republik.

Zurück in die Gegenwart: Höhepunkt der laufenden Vorbereitung ist zweifelsohne das Testspiel zu Hause am Sonntag, 3. Februar (13 Uhr), gegen den Zweitligisten 1. FC Köln. Um Punkte geht es wieder am 17. Februar, dann steht das vom Karnevalsonntag (3. März) vorgezogene Spiel gegen den FC Speyer 09 in Andernach auf dem Programm. Bis zur nächsten Aufgabe im Rheinlandpokal dauert es noch bis Ostern, am Karsamstag (20. April) steht das Halbfinale beim Lokalrivalen SC 13 Bad Neuenahr an.
Eine Woche nach dem letzten Saisonspiel gegen das aktuelle Schlusslicht
Wormatia Worms (12. Mai) geht das Pokalendspiel in Szene. Und dann folgt
die beschriebene Relegation, sofern alles nach Wunsch verläuft. „Wir
werden bis dahin alles, wirklich alles für unser Ziel in die Waagschale
werfen“, gibt sich Spielertrainerin Isabelle Stümper gewohnt
kämpferisch. Sie wurde unlängst von einem Frauenfußball-Magazin zu einer
der besten Regionalliga-Spielerinnen Deutschlands erklärt.

Die Mittelfeldstrategin mit der Nummer sieben auf dem Rücken, im Duo mit
Vater Kappy Stümper auch in der nächsten Saison zuständig für den
sportlichen Bereich, weiß um die Schwere der Aufgabe: „Wir planen für
alle Fälle natürlich zweigleisig.“

Kappy Stümper lenkt den Blick aufs aktuelle Geschehen: „Mit USA-Rückkehrerin Karla Engels haben wir in der Winterpause eine wertvolle Spielerin zurückgewonnen. Jetzt konzentriert sich die Mannschaft erst einmal voll und ganz auf Meisterschaft und Rheinlandpokal. Ende April, Anfang Mai sehen wir dann weiter.“ Gute Personalgrundlage: Der aktuell erfolgreiche, aber auch sehr dünn bestückte 18er-Kader wird weitgehend zusammenbleiben, lediglich zwei Spielerinnen haben aus beruflichen Gründen signalisiert, den gesteigerten Aufwand nur in Teilen leisten zu können. Das Trainergespann ist daher in enger Zusammenarbeit mit Abteilungsleiter Michael Suckow und Geschäftsführer Heinemann schon jetzt dabei, zukunftsorientierte Gespräche mit talentierten und leistungsstarken Spielerinnen aus der Region und auch aus größerer Entfernung zu führen. Denn die Konkurrenz schläft sicher nicht.

Die Relegation zur 2. Frauenfußball-Bundesliga 2019/20

Sollten sich alle dafür infrage kommenden Regionalligisten fristgerecht bis zum 15. März beim DFB bewerben und dann auch zugelassen werden, käme es laut Auslosung nach derzeitigem Stand am 26. Mai und 2. Juni im Hin- und Rückspiel zu folgenden Paarungen:
1. Paarung
Meister Nordost (Viktoria Berlin) – Meister Südwest (SG 99 Andernach)
2. Paarung
Meister Nord (SV Henstedt-Ulzburg) – Meister West (Arminia Bielefeld)
3. Paarung
Zweiter West (Olympia Bocholt) – Meister Süd (FC Ingolstadt)
Der jeweils zuerst genannte Verein hat Heimrecht im Hinspiel. Die drei erfolgreichen Teams steigen in die 2. Bundesliga auf.

38 der bisher 86 Pflichtspieltore der SG 99 Andernach von links im Überblick: Antonia Hornberg (8), Sarah Krumscheid (7), Laura Weinel (11) und Spielertrainerin Isabelle Stümper (12) haben bisher maßgeblichen Anteil am Erfolg des Regionalliga-Tabellenführers aus Andernach. Foto: Norbert J. Becker




Hallenfußball: SG 99 landet in Wadern auf dem zweiten Platz

Mit einem zweiten
Platz und 300 Euro im Gepäck kehrte die 1. Frauenmannschaft unserer SG
99 Andernach vom Hallenturnier der SG Morscholz-Steinberg zurück. Beim
gut organisierten „1. AOK Ladies-Cup“ im 160 Kilometer entfernten Wadern
mussten sich die Bäckermädchen im Finale des 16-köpfigen
Teilnehmerfelds dem Regionalliga-Konkurrenten 1. FC Riegelsberg,
saarländischer Masterssieger 2018, nach offenem Schlagabtausch spät mit
0:2 geschlagen geben. In der Vorrunde
belegte die SG 99 nach Siegen und jeweils zwölfminütiger Spielzeit gegen
die SG Bliesmengen/Bliesransbach (3:0), den FC Beckingen (5:0) und die
SG Hochspeyer (4:1) den ersten Gruppenplatz.

Nach einem ungefährdeten 5:1 im Viertelfinale gegen den SV Göttelborn II wartete in der Vorschlussrunde mit dem SV Dirmingen ein alter Bekannter. Der Verbandsligist kassierte in der gesamten Endrunde nicht ein einziges Gegentor in der regulären Spielzeit, warf dabei den Titelverteidiger TuS Issel (2:0) aus dem Rennen, musste sich aber den Andernacherinnen nach einem 0:0 im fälligen Siebenmeterschießen mit 1:3 beugen. Im Spiel um Platz drei behielt Dirmingen im Duell mit dem Regionalligisten SC Siegelbach mit 1:0 die Oberhand. Nach vierwöchiger Spiel- und Trainingspause war dieser Aufgalopp der SG 99 ins neue Jahr durchaus ansehnlich, in dieser Woche geht´s an der frischen Luft wieder in die Vollen.

Für die SG 99 Andernach spielten (in Klammern die
Zahl der erzielten Tore): Jana Theisen, Kathrin Günther – Isabelle
Stümper (7, ganz rechts im Bild), Lisa Umbach (6), Luisa Mais (2), Sarah
Meinerz (2), Antonia Hornberg (2), Maren Weingarz (1, im Bild mit der
Nummer acht), Eva Langenfeld, Luisa Deckenbrock.

Foto: SG Morscholz-Steinberg




Hallenfußball: SG 99 spielt am Samstag beim „1. AOK Ladies-Cup“ in Wadern

Mit einem Auftritt unterm schützenden Hallendach startet die 1. Frauenmannschaft unserer SG 99 Andernach am Samstag, 5. Januar, ins neue Jahr. Beim mit 1150 € dotierten „1. AOK Ladies-Cup“ der SG Morscholz-Steinberg startet der Tabellenführer der Regionalliga Südwest in der Gruppe D mit Spielen gegen die SG Bliesmengen/Bliesransbach (12:24 Uhr), gegen den FC Beckingen (14:16) und die SG Hochspeyer (16:22). Das Turnier beginnt um 11 Uhr in der vom Andernacher Stadion rund 160 Kilometer entfernten Herbert-Klein-Halle in 66687 Wadern (Franz-Haas-Straße). Das Finale ist um 18.30 Uhr vorgesehen. Titelverteidiger ist der TuS Issel, genau wie der 1. FC Riegelsberg und der SC Siegelbach mit der SG 99 in der dritthöchsten Spielklasse der Republik unterwegs. Die Ergebnisse der Veranstaltung können live im Netz verfolgt werden unter…
https://www.meinturnierplan.de/showit.php?id=1542970129




Futsal-Kreismeisterschaft: Dominanz der SG 99 dauert an – dritter Titel in Serie

Fünf Siege, 15 Punkte, 15:1 Tore: Mit einer makellosen Bilanz setzte sich die gastgebende SG 99 Andernach II bei der achten Hallenkreismeisterschaft der Frauen in der Kreissporthalle Beethovenstraße durch und nimmt nun am 10. Februar neben der ersten Garnitur am Rheinland-Titelkampf teil. Gespielt wird dann ebenfalls nach Futsalregeln, der Veranstaltungsort im Bezirk Ost ist allerdings noch offen. Elli Brungs, Referentin für Frauen- und Mädchenfußball im Kreis Rhein/Ahr, bilanzierte nach dem etwas mehr als vierstündigen Schlagabtausch: „Es war eine runde Angelegenheit. In 15 Spielen fielen genau 50 Treffer, dabei gab es kein einziges Unentschieden. So etwas habe ich bei einem Turnier auch noch nicht erlebt.“ Den Löwenanteil der erzielten Tore verbuchte neben dem späteren Turniersieger die SG Eintracht Mendig/Bell, die ebenfalls auf 15 Erfolgserlebnisse kam.

Die Kombinierten, Titelträger 2014/15 und 2015/16, konnten die nunmehr drei Jahre währende Dominanz der Bäckermädchen auch nicht brechen, brachten dem favorisierten Rheinlandligisten beim 1:3 im direkten Duell zumindest den einzigen Gegentreffer des Nachmittags bei. Platz zwei war der verdiente Lohn der an diesem Tag in Abwesenheit ihres Trainers von Torfrau Stefanie Morian betreuten Mendiger. Weiter vorn im Endklassement hätten die Experten wohl auch die SG Herresbach/Baar vermutet. Der Tabellendritte der Bezirksliga Mitte war nominell hinter Andernach die zweite Kraft im Wettbewerb, blieb aber komplett punktlos und erzielte lediglich zwei Treffer. Mit gleicher Torausbeute und einem 1:0 im direkten Vergleich reichte es für die Grafschafter SG zu Platz fünf. Der VfB Polch mit Routinier Christa Thönnessen zwischen den Pfosten schnappte sich Platz vier knapp hinter der von Ralf Beck trainierten FSG Oberwinter/Kripp.

Der Andernacher Coach Klaus Bell, im Vorjahr mit der mittlerweile aufgelösten dritten Garnitur ganz oben auf dem Treppchen, gab den Staffelstab an diesem Tag an Daniel Kohns weiter. Er wird die SG 99 II ab dem 1. Januar offiziell als Trainer führen. Bell rückt wieder ins zweite Glied, er hatte die Mannschaft nach dem Rücktritt von Hansi Christmann bis Weihnachten lediglich interimsweise betreut.

Futsal-Kreismeister Rhein/Ahr 2018/19: Die Frauen der SG 99 Andernach II mit (hintere Reihe von links) Trainer Klaus Bell, Julia Steer, Sarah Klyta, Hannah Ackermann, Laureen Ackermann, Anette Klyta, Trainer Daniel Kohns (ab dem 1. Januar 2019 offiziell im Amt) sowie (kniend von links) Jessica Huntscha, Lara Schönborn, Svenja Backhaus, Elena Noll, (vorne von links) Bettina Neumann und Danaé Besic. Foto: Norbert J. Becker




Futsal: Sechs Frauenteams spielen am Sonntag um den Rhein/Ahr-Meistertitel

Die 8. Hallenfußballmeisterschaft der Frauen im Kreis Rhein/Ahr steht am Sonntag von 12 bis ca. 16.15 Uhr in Andernach (Kreissporthalle Beethovenstraße) mit insgesamt sechs Mannschaften auf dem Programm. Gespielt wird nach Futsal-Regeln. Es nehmen teil: FSG Oberwinter/Kripp, SG Eintracht Mendig/Bell, SG Herresbach/Baar, VfB Polch, Grafschafter SG und die SG 99 Andernach II. Wir werden die Ergebnisse am Sonntag HIER fortlaufend aktualisieren, sodass auch Daheimgebliebene das Geschehen am Handy oder am PC bequem verfolgen können. Dreimal gewannen bisher Teams der SG 99 Andernach, zweimal die SG Eintracht Mendig/Bell, einmal der SC 07 Bad Neuenahr II. Bei der Premieren-Veranstaltung in der Saison 2011/12 setzte sich die SG Herresbach/Baar durch.

Ein wichtiger Hinweis zur Anfahrt: Die direkte Zufahrt zur Kreissporthalle ist wegen einer Baustelle gesperrt. Das Umfahren ist kompliziert und wird selbst Ortskundige vor Probleme stellen. Es ist daher empfehlenswert, auf dem Stellplatz am EDEKA Neukauf-Markt in der St.-Thomaser-Hohl 2 zu parken und die 150 Meter zur Halle in der Beethovenstraße (die beginnt genau gegenüber) zu Fuß zurückzulegen. Wir freuen uns über viele Zuschauer !

Die SG 99 Andernach II (im Bild) gewann den Hallentitel des Kreises Rhein/Ahr in der Saison 2016/17, im Jahr darauf folgte die dritte Garnitur diesem rühmlichen Beispiel. Wer setzt sich am Sonntag durch?




Frauen-Rheinlandpokal: SG 99 erreicht Halbfinale mit einem 2:0 in Bad Neuenahr

Die Fußballfrauen der SG 99 Andernach bleiben im Wettbewerb um den Rheinlandpokal weiter ohne Gegentor, mit dem allerdings mühsamen 2:0 (0:0) im Viertelfinale beim
klassentieferen Rheinlandligisten SC 13 Bad Neuenahr II schraubten die Bäckermädchen ihre bisherige Bilanz auf 37:0 Treffer. Der Pokalgewinner der Jahre 2016 und 2017 ging durch Magdalena Schumacher nach gut einer Stunde in Führung, Spielertrainerin Isabelle Stümper (75.) besorgte das zweite Erfolgserlebnis. Die Vorschlussrunde geht am vorletzten April-Wochenende an Ostern über die Bühne, dann sind noch die erste Garnitur des SC 13 Bad Neuenahr, der TuS Issel und Titelverteidiger SV Holzbach (alle ebenfalls aus der Regionalliga) in der Verlosung.

Isabelle Stümper (rechts), Spielertrainerin der SG 99, erzielte
in Bad Neuenahr das 2:0. Foto: Norbert J. Becker

Weitere Pokal-Ergebnisse:

B11-Juniorinnen-Viertelfinale: SG 99 Andernach II – MSG Untere Salm Dörbach 8:9 (1:1) nach Elfmeterschießen. Tor in der regulären Spielzeit: Aleksandra Wroblewska.

C7-Juniorinnen-Viertelfinale: SC 13 Bad Neuenahr – SG 99 Andernach 7:1 (5:1). Tor: Jana Engels.




Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 9

Die 9. Ausgabe des Bäckerjungen-Magazins in dieser Saison zu den Heimspielen unserer 1. Männermannschaft gegen die SG Hochwald Zerf (Sonntag, 2. Dezember, 15.30 Uhr) und unserer B1-Junioren gegen Wormatia Worms (Sonntag, 2. Dezember, 13 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (17 Seiten / 6,38 MB) zur Ansicht und/oder zum Download.

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Frauen-Regionalliga: SG 99 siegt gegen Montabaur und bangt um Lisa Umbach

Wie schon im Hinspiel mussten sich die Fußballfrauen der SG 99 Andernach mächtig strecken, um im Derby der Regionalliga Südwest auch ein zweites Mal gegen den 1. FFC Montabaur die Oberhand zu behalten. Nach dem 3:1 gewann der Herbstmeister nun mit 2:0 (1:0) und nahm damit den Fünf-Punkte-Vorsprung auf den ärgsten Verfolger aus Mainz mit in die bis zum 17. Februar währende Winterpause. Nach einer ersten Chance durch Antonia Hornberg konnte der Spitzenreiter allerdings von Glück reden, dass die Westerwälderinnen keine ihrer beiden wirklich guten Gelegenheiten nutzen konnten. Erst rettete Luisa Deckenbrock für ihre bereits geschlagene Torhüterin Jana Theisen kurz vor der Linie nach einem Schuss von Marie Päulgen, wenig später verfehlte Lynn Bange an alter Wirkungsstätte das anvisierte Ziel aus halblinker Position nur knapp.

Mit zunehmender Spieldauer bekam die SG 99 Ball und Gegner mehr und mehr in den Griff, Montabaur wusste sich oftmals nur mit unlauteren Mitteln zu helfen. Als „sehr grenzwertig“ bewertete der Andernacher Trainer Kappy Stümper diese rustikale Gangart. Sein Pendant Kurt Schaaf sagte: „Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, die sich klasse gewehrt und eine tolle Moral gezeigt hat.“ Doch die half nach 36 Minuten auch nicht, als der Favorit etwas kurios den ersten Treffer erzielte. Nach Hereingabe von Lisa Umbach landete der Hornberg-Kopfball zwar im Netz, doch Schiedsrichter Marvin Engelbertz wähnte die Schützin im Abseits. Er nahm diese Entscheidung nach Protesten der Andernacher aber wieder zurück, weil die Montabaurer Spielerin Katharina Jung zugab, dass sie noch hinter der herausgeeilten Schlussfrau Fabienne Will auf der Linie gestanden hatte.

Das zweite und entscheidende Tor gelang dem Gastgeber erst eine Viertelstunde vor Schluss. Weil sich eine FFC-Abwehrspielerin und Will im Herauslaufen gegenseitig behinderten, nutzte Eva Langenfeld die weite Flanke von Sarah Meinerz am Elfmeterpunkt mit dem Kopf zum 2:0. Den 13. Saisonsieg musste die SG 99 indes teuer bezahlen: Lisa Umbach verdrehte sich das Knie und musste mit Schmerzen vom Feld, die übrigen fünf Minuten spielte ihre Mannschaft in Unterzahl. Stümper sorgt sich um seine Mittelfeldspielerin: „Hoffentlich ist das nichts Ernstes.“ Im noch folgenden Rheinlandpokal-Viertelfinale beim SC 13 Bad Neuenahr II (Sonntag, 16 Uhr) wird er wohl auf die Nummer 18 verzichten müssen.

Die beiden Andernacher Torschützen auf einen Blick: Antonia Hornberg (am Ball) traf vor der Pause zum 1:0 gegen den 1. FFC Montabaur, Eva Langenfeld (rechts dahinter) markierte eine Viertelstunde vor Schluss den Endstand. Foto: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: SG 99 trifft auf Montabaur – und blickt in die Zukunft

Die Zeit einer Entscheidung naht: Nach dem nun folgenden Heimspiel in der Regionalliga Südwest gegen den 1. FFC Montabaur (Sonntag, 14 Uhr) und der sich anschließenden Partie im Rheinlandpokal-Viertelfinale beim SC 13 Bad Neuenahr II (Sonntag, 2. Dezember, 16 Uhr) will sich die SG 99 Andernach intensiv damit befassen, ob der Wiederaufstieg in die nunmehr eingleisige 2. Frauenfußball-Bundesliga auf allen Ebenen zu stemmen ist.

Seit der Vorwoche ist klar, dass die Bäckermädchen als Tabellenführer in die bis zum 17. Februar andauernde Winterpause gehen werden – unabhängig vom Ausgang des Derbys gegen die Elf aus dem Westerwald. Bleibt also die Frage, ob sich der Verein beim DFB fristgemäß bis zum 15. März einmal mehr dem Bewerbungsverfahren unterwirft.
Geschäftsführer Bodo Heinemann erläutert die Vorgehensweise: „Im Moment geht es einzig und allein darum, ob wir es tendenziell schaffen, für die 2. Liga 2019/20 eine wettbewerbsfähige Einheit auf die Beine zu stellen. Voraussetzung dafür ist zunächst einmal, dass das aktuelle Team das geplante Vorhaben nahezu komplett mitträgt. Das Trainergespann zieht auf jeden Fall mit, Isabelle und Kappy Stümper werden jetzt zeitnah mit den Spielerinnen sprechen.“ Finanziell und infrastrukturell wird die SG 99 diesen Aufwand wohl ein weiteres Mal leisten können, sofern der geschäftsführende Vorstand grünes Licht erteilt.

Personell ist zum Ausklang des Jahres in Andernach alles im Lot. Es fehlt lediglich eine am Fuß verletzte Spielerin, die nach nur einem halben Jahr bei der SG 99 aus beruflichen Gründen zurück zum kommenden Gegner wechselt: Verena Weidung. Das Hinspiel gewann der Spitzenreiter nach zwischenzeitlichem Rückstand danke der Tore von Laura Weinel (2) und Antonia Hornberg am Ende noch mit 3:1. Ein ähnliches Ergebnis peilt Trainer Kappy Stümper auch diesmal an: „Ich erwarte einen kampfstarken Gegner, bin aber optimistisch, dass unsere spielerischen Vorteile wieder für uns den Ausschlag geben. Geduld wird erneut gefragt sein.“

Die Szene kurz vor dem finalen Treffer der SG 99 beim 3:1-Hinspielsieg gegen Montabaur: Den Schuss der Andernacher Spielertrainerin Isabelle Stümper (in der Mitte mit der 7 auf der Hose) konnte FFC-Schlussfrau Fabienne Will nur zur Seite lenken, Doppel-Torschützin Laura Weinel (rechts) nutzt gleich erfolgreich den Abpraller. Foto: Norbert J. Becker