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SG 99 wählt am 7. Juli einen neuen Vorstand

Die SG 99 Andernach steht vor einem personellen Umbruch an der Spitze des Vereins. Der zahlenmäßig größte Klub des Fußballkreises Rhein/Ahr (23 gemeldete Mannschaften für die Saison 2022/23) wird in der Jahreshauptversammlung, die diesmal am Donnerstag, 7. Juli, ab 19 Uhr im Hotel „Zum Anker“ (Konrad-Adenauer-Allee 28 in Andernach) über die Bühne geht, unter anderem einen neuen geschäftsführenden Vorstand wählen.

Albrecht Schmitz (1. Vorsitzender) und Bodo Heinemann (Geschäftsführer) stellen ihre Ämter, wie bereits vor zwei Jahren angekündigt, nach einer sportlich erfolgreichen Spielzeit zur Verfügung. Die Nachfolge ist intern bereits geregelt, darüber müssen die Mitglieder nun noch per Votum während der Versammlung abstimmen. Neben der turnusmäßigen Neuwahl des kompletten Vorstands (nicht weniger als 19 verschiedene Posten bzw. Personen stehen zur Disposition) sind die Satzungsneufassung und eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags (letztmals 2011 geändert) zentrale Diskussionspunkte der Tagesordnung.

Die alte und neue Version der Satzung gibt es HIER zum Nachlesen.

Die Beitragsanpassung sichert der SG 99 die finanziell notwendige Basis und gewährleistet in erster Linie die Kontinuität der guten, mittlerweile aber deutlich intensiveren und teureren Jugendarbeit. Der Spielbetrieb der Frauen und Männer wird weiterhin über Sponsoring-Einnahmen garantiert. Die geplanten Beiträge im Überblick:

Erwachsene – alt: 92 € / Jahr – neu: 120 € / Jahr (= 10 € im Monat)

Jugendliche – alt: 80 € / Jahr – neu 96 € / Jahr (= 8 € im Monat)

Familien (zwei oder mehr Personen) – alt: 132 € / Jahr – neu: 180 € / Jahr (= 15 € im Monat)

HIER geht es zur Einladung (nur für Mitglieder).

Der Vorstand   




Kein erfolgreiches Ende für die Andernacher B-Junioren

Der letzte Spieltag der U17 verlief, wie eigentlich im vergangenen Spieljahr fast ausnahmslos, weitgehend enttäuschend. Nach dem Auswärtssieg in Schifferstadt hatte sich das Hilbig-Team Rückenwind erhofft und war mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Heimspiel gegen die JFG Saarlouis/Dillingen auf dem Kunstrasenplatz des Andernacher Stadions aufgelaufen. Im Hinspiel hatte man im Saarland eine recht gute Figur gemacht und einen Punkt mit an den Rhein genommen. Die Erwartungshaltung war entsprechend hoch.

Nach dem anfänglichen Abtasten waren den Bäckerjungen einige gute Aktionen gelungen, die aber, außer einem Pfostenschuss von Ardit Dzaferi in der 24. Spielminute, nichts einbrachten. Doch dann, wie schon so oft in der Saison, war es mal wieder eine leichtsinnige Situation eines Innenverteidigers, die zu Ballverlust und Gegentreffer führte. Ein ohne Not herbeigeführter Rückstand, der so auch nicht ansatzweise in die Spiel- Philosophie der Heimelf passte und die Aufgabe nicht einfacher werden ließ.

In der zweiten Hälfte konnte man zunächst den Eindruck gewinnen, dass sich die Hilbig Elf redlich bemühte den Rückstand wettzumachen. In der 43. Minute war es eine schöne Kombination zwischen Jeff Ampadu und Dejan Mijackovic, der auf das Gästetor abzog. Doch das Leder ging knapp am gegnerischen Außenpfosten vorbei. Dann in der 58. Minute war Leon Beressem nach einer schönen Einzelleistung links durch, doch seinen Flachschuss konnte der Gästekeeper entschärfen. Fast im unmittelbaren Anschluss ließen die Bäckerjungen einen schön getretenen Distanzschuss der Saarländer zu, der von Torhüter Nico Fogolin nur noch an den Innenpfosten gelenkt werden konnte: 0:2.

Einige schienen das Spiel nun bereits aufgegeben zu haben, denn bereits fünf Minuten später war man wieder mal nicht im Bilde und die Gäste konnten, ohne spektakulär zu wirken, problemlos auf 0:3 erhöhen. Für viele der Bäckerjungen waren jetzt wohl alle Messen gesungen. Lediglich einige „Aufrechte“ ließen noch Kampfgeist aufblitzen. Dazu zählte auch Max Schmidt, dem man auch während der gesamten Saison nie den Vorwurf machen konnte, dass es bei ihm an Einsatz fehlte. Eine schöne Einzelleistung auf der linken Seite ließ ihn zum Abschluss kommen. Ein brillanter Schuss. Vom langen Innenpfosten sprang der Ball unhaltbar für den Torwart ins Tor.

Doch der Teamgeist der Bäckerjungen insgesamt ließ am heutigen Tag doch einige Wünsche offen. Schon im Gegenzug erzielten die Saarländer den 1:4-Endstand. Schade, denn man hatte sich im Lager der Bäckerjungen für das letzte Spiel doch viel vorgenommen. Insgesamt gilt es für die rückwirkenden Spielzeit 21/22 festzuhalten, dass der Kader der U17 der SG 99 nicht in der Lage war, die in der Regionalliga Südwest geforderten Leistungen zu erbringen. Das Leistungsvermögen reichte nur phasenweise, um die notwendigen Ergebnisse zu erzielen. Dies war unter anderem auch durch viel Verletzungspech sowie durch Spielabgänge in der Winterpause geschuldet. Die notwendig gewordenen Maßnahmen, wie dem Einsatz von B2- und C-Junioren, waren nur bedingt geeignet, die geforderten Leistungen in der notwendigen Weise zu erbringen. Dies führte dann leider zu einem nicht ganz zufriedenstellenden Ende der Spielsaison 21/22, das mit dem Abstieg in die Rheinlandliga verbunden ist.

Aber Zuversicht ist angesagt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“ Der designierte Jugendleiter Uwe Kroll und ein neues Trainerteam sind dabei ein schlagfertiges Team zu kreieren. Auf diesem Weg alles Gute und eine erfolgreiche Zeit für das neue Team der U17 der SG 99 Andernach.

Kader: Fogolin Nico, Mijackovic Dejan, Kesselem Philipp, Durwen Luis, Fensterseifer Tom, Ampado Jeff, Klein Levin, Beressem Leon, Dzaferi Ardit, Auer Tim, Schmidt Max, Gutknecht Leon, Firsov, Andi, Klein Noel, Trainer: Markus Hilbig, Co-Trainer: Sepp Bell, Betreuer: Werner Schmitz.

(bu)




1:2 gegen Mayen – Andernacher Derbyfluch hält trotz Überlegenheit an

Es war ein Derby, symptomatisch für eine ganze Spielzeit. In der Partie gegen den TuS Mayen zeigte die SG 99 Andernach eine gute Leistung, war zeitweise deutlich überlegen und unterlag nach einem späten Konter dann doch höchst unglücklich mit 1:2 (0:1). „Wir sind froh, dass wir diese Saison bald hinter uns haben“, kommentierte dementsprechend auch Andernachs Trainer Kim Kossmann nach Spielende.

Ohne fünf Corona-Infizierte, dafür mit mehreren A-Jugendlichen, gingen die Andernacher die Derby-Aufgabe gegen die Gäste aus dem Nettetal an. Und wurden nach sechs Minuten kalt erwischt, als Mayens Spielertrainer Tobias Uhrmacher nach einem langen Ball auf und davon war und zum 0:1 traf. Viel passierte ansonsten in den ersten 45 Minuten nicht. Andernach griff das ein oder andere Mal gefällig an, mehr als zwei eher mäßige Abschlüsse von Ole Conrad (21.) und Gian Luca Dolon (28.) sprangen dabei jedoch nicht heraus. Auf der Gegenseite scheiterte Niklas Weis am herausgelaufenen Andernacher Keeper Lars Bockheiser (27.).

Nach Wiederanpfiff waren die Bäckerjungen dann die deutlich überlegene Mannschaft. Einen schönen Angriff über Daniel Kossmann und Ole Conrad verwertete Alexander Unruh im Nachsetzen zum schnellen Ausgleich (49.). Während sich die Mayener danach weitestgehend auf das Verwalten des Unentschiedens beschränkten, erspielten sich die Andernacher nun Torchance um Torchance. „Wir hatten fünf, sechs richtig gute Möglichkeiten“, sagte Kossmann. Doch auch beste Chancen von Unruh (69.), Conrad (76.) und dem eingewechselten Mtanyous Salloum (87.) fanden nicht den Weg ins Mayener Tor.

Auch voller Einsatz – wie hier von Sven Schiffers – reichte nicht für einen Andernacher Punkt. Foto: René Weiss

„Der Fußballgott hat heute auf keinen Fall blau-weiß getragen“, sagte Kossmann und meinte damit auch die Schlussminuten der Begegnung. Erst köpfte Ole Conrad noch aus spitzem Winkel an den Außenpfosten (90.+3), dann nutzte Tobias Loosen einen Mayener Konter mit dem Schlusspfiff zum 1:2-Endstand. Mit der Leistung seiner Mannschaft war Kim Kossmann dennoch zufrieden. „Ich habe selten so ein gutes Heimspiel von uns gesehen“, sagte er. Nur der erste Derbysieg der Saison wollte auch an diesem Samstag einfach nicht gelingen.

Es spielten: Bockheiser, Schmitz, Wilbert, Schiffers (82. Oster), Hild (46. Heider), Neunheuser, Kubatta (57. Oligschläger), Unruh, Dolon (71. Salloum), Kossmann, Conrad

SR: Richard Kochanetzki (Koblenz)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Uhrmacher (6.), 1:1 Unruh (49.), 1:2 Loosen (90.+5)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach zum Saisonabschluss am Samstag, 4. Juni beim FC Metternich (12., 39 Punkte). Der Anpfiff auf dem Rasenplatz in Koblenz-Metternich erfolgt um 17.30 Uhr.

(mlat)




B-Junioren-Regionalliga: SG 99 siegt hochverdient in Schifferstadt

Am Sonntag war es für die Bäckerjungen um das Trainerteam von Markus Hilbig endlich soweit. Die Jungs vom Rhein ließen in ihrem vorletzten Meisterschaftsspiel in der B-Junioren-Regionalliga Südwest den Mannen vom DJK-SV Phönix Schifferstadt aber auch nicht die Spur einer Chance und entführten drei Punkte aus der Südpfalz. Vor vierzehn Tagen hatte man bereits in Karbach gegen den JFV Rhein-Hunsrück äußerst unglücklich mit 2:1 verloren, obwohl man eindeutig mehr vom Spiel hatte. Aber im Sport zählen eben nur und das ist es, was den Sport ausmacht, die Ergebnisse und nicht die Einschätzung des Betrachters.

In der Kabine der Bäckerjungen würde vom Trainerteam eine klare Siegparole ausgegeben. Danach waren die Jungs von der ersten Minute an da und nahmen das Heft in die Hand. Ein wunderschöner Pass von Dejan Mijackowic auf Jeff Ampadu, bereits in der 3. Spielminute musste eigentlich schon die Führung sein, doch Jeffs Schuss wurde vom gegnerischen Keeper gut pariert. Guter Anfang. In der Folge zeichnete sich eine eindeutige Überlegenheit der Gäste vom Rhein ab, die verstanden es jedoch wiederholt nicht, ihre spielerischen Vorteile in Zählbares umzusetzen. Klare Möglichkeiten in der 26. Und 37. Minute wurden nicht genutzt.

In der Defensive leisteten sich die SGler, gemessen an den letzten Begegnungen, nur wenige Fehler und es wurde immer deutlicher, dass man sich hier nur selbst schlagen konnte. Von den Pfälzern war jedenfalls in der ganzen ersten Halbzeit so gut wie nichts zu sehen. In der Pause war man sich klar darüber, dass Torerfolge hermussten, sonst würde man mit einem 0:0 wieder zurück an den Rhein fahren. In der zweiten Hälfte stürmten nur noch die Gäste. Endlich war der Wille, etwas zu erreichen, mehr als deutlich zu spüren.

In der 57. Minute ein Sturmlauf der Rheinländer: In der Spitze war Leon Berssem auf und davon und krachte das Leder auf den Kasten der DJK, doch der Keeper lenkte den Ball gerade so an den Pfosten. Die Ecke brachte nichts ein. Wieder nix. Dann kam die 67. Spielminute. Eine Bilderbuchkombi, eingeleitet von Tim Auer. Der passte auf Levin Klein, der wiederum im Kurzpass auf Leon Berssem, der dann mit einem wunderschönen Hackentrick, der seinen Gegner alt aussehen ließ, im Kurzpass von der Hacke, wiederum zu Levin, der kalt wie eine Hundeschnauze das Runde unhaltbar rechts unten im Kasten der Schifferstädter versenkte. 1:0, wurde aber auch Zeit.

Vom Treffer beflügelt, rollte nun in den verbleibenden 15 Minuten Angriff auf Angriff auf das Tor der Einheimischen. Doch nach 80 Minuten blieb es beim hochverdienten 1:0-Sieg der SG. In Hochstimmung wurde die Heimreise angetreten. Mit diesem Rückenwind, da war man sich sicher, müsste es am kommenden Sonntag, den 29. Mai um 13 Uhr auf heimischen Kunstrasen gegen die JFG Saarlouis/ Dillingen, im letzten Punktespiel in der Regionalliga Südwest, nochmal möglich sein, einen Erfolg einzufahren. An der nötigen Motivation sollte es jedenfalls nicht fehlen, mit einem Sieg die Ära in der Regionalliga 2021/22 abzuschließen.

Kader: Yannick Rabenhofer, Dejan Mijackovic, Phillip Kesselheim, Luis Durwen. Tom Fensterseifer, Jeff Ampadu, Levin Klein, Leon Berssem, Ardit Dzaferi, Tim Auer, Max Schmidt, Nico Fogolin, Andreas Firsov, Leon Gutknecht. Trainer Markus Hilbig, Co Trainer Sepp Bell, Betreuer Werner Schmitz.

(bu)

 




Trainertausch mit Mendig – Kodai Stalph übernimmt A-Junioren

Seit Samstag steht fest: Die A-Junioren der SG 99 Andernach sind Rheinlandmeister und werden die kommende Saison in der Regionalliga Südwest bestreiten. Auch der Trainer für diese Herausforderung mit Spielen gegen namhafte Gegner wie Pirmasens, Koblenz, Elversberg und Worms ist bereits gefunden. Mit Kodai Stalph ist der Nachfolger von Aufstiegstrainer Salvatore Nizza zugleich dessen Vorgänger. Denn während Stalph nach Andernach wechselt, beerbt Nizza ihn bei den Rheinlandliga-Herren der SG Mendig.

„Das ist schon sehr kurios“, sagt Stalph. Nach einer „sehr schwierigen Saison“ war er zuvor mit den Mendigern übereingekommen, dass er den dortigen Trainerjob zum Ende dieser Spielzeit niederlegt. Dabei ging es vordergründig nicht um Sportliche. Stalph wusste nicht sicher, ob er aus privaten Gründen die Region verlässt. Mendig wollte Planungssicherheit. Als sich die Tendenz bei Stalph doch zum Bleiben wandelte, war Nizza bereits als sein Nachfolger in Mendig engagiert. „Ich habe dann die Chance genutzt, in Andernach A-Junioren-Regionalliga zu trainieren.“

Kodai Stalph

Stalph, der in der aktuellen Saison bislang selbst noch 19 Mal als Spielertrainer für die SG Mendig auf dem Platz stand, sieht den Wechsel als „Neuanfang“. Eine Herausforderung, auf die er sich freut. Er wolle nun erst einmal genau seine neuen Schützlinge kennenlernen, bei der Kaderzusammensetzung allerdings auch auf die Erfahrung der Andernacher rund um Juniorenleiter Uwe Kroll vertrauen.

Eine allzu große Umstellung erwartet Stalph durch den Wechsel vom Herren- in den Juniorenbereich nicht. „A-Junioren sind ja auch schon junge Erwachsene“, sagt er. Sich selbst beschreibt der Noch-Mendiger als „sehr sachlichen, ruhigen Trainer, der Wert auf Details legt“. Anfang Juli will er mit seiner neuen Mannschaft in die Vorbereitung einsteigen und dann, wie er sagt, „versuchen, jeden Spieler besser zu machen“.

(mlat)




0:0 in Malberg – Hagelschauer verdirbt Andernach den Abend

Dass sich die Andernacher ihre Auswärtsfahrt nach Malberg ganz anders vorgestellt hätten, lag am Freitagabend mal nicht am Fußballspiel, das mit einem torlosen Unentschieden endete. Während die Mannschaft schon auf dem Weg in den hohen Westerwald war, erwischte die Spieler-Autos am Treffpunkt ein heftiger Hagelschauer. Wie viele Andernacher war die Mannschaft den Abend über mehr auf die Schadensaufnahme als ihre eigentlichen Pläne konzentriert. „Das lief hier heute alles in bisschen anders als sonst“, sagte Trainer Kim Kossmann. „Die Jungs hatten natürlich keinen Kopf für Fußball. Da war jeder damit beschäftigt, irgendwie sein Auto abholen zu lassen.“

Nachdem beim Aufwärmen das Unwetter auch in Malberg zuschlug, sah es sogar kurzzeitig danach aus, als würde an diesem Abend gar kein Fußball gespielt. Doch blieb es dort anders als in Andernach beim Starkregen, der recht schnell wieder endete. Als es doch losgehen konnte, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel – mit ein paar guten Chancen auf beiden Seiten. Auf Andernacher Seite hatte sicherlich Ole Conrad die beste Möglichkeit, als er in der ersten Halbzeit per Kopf aus drei Metern am Malberger Keeper Matthias Zeiler scheiterte. Für Malberg traf hingegen Justin Nagel per Linksschuss die Latte. „Da wäre aber Steffen noch da gewesen“, sagte Kossmann über die Abwehrchancen von Andernachs Schlussmann Steffen Weber.

„Das Unentschieden war schon gerecht“, sagte Kossmann. Mit einem Punkt im Gepäck ging es dann zurück nach Andernach, um die demolierten Autos und vollgelaufenen Keller mit eigenen Augen zu begutachten. „Ein ganz komischer Abend“, fasste der Trainer die vorletzte Auswärtsfahrt der Rheinlandliga-Saison zusammen.

Es spielten: Weber, Hoffmann, Oster, Schiffers, Unruh, Neunheuser, Kubatta, Hild, Oligschläger (83. Zeneli), Kossmann, Conrad (71. Homfeld)

SR: Thomas Höfer (Urmitz)

Zuschauer: 80

Tore: Fehlanzeige

Besonderheit: Gelb-rote Karte gegen Tjark Benner (Malberg, 89.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 28. Mai gegen den TuS Mayen (14., 30 Punkte). Der Anpfiff auf dem Andernacher Kunstrasen erfolgt um 17.30 Uhr.

(mlat)

 




Exzellente Leistung der B-Junioren im Hunsrück wird nicht belohnt

Am Samstag kam es auf dem Kunstrasenplatz in Karbach in der Abstiegsrunde der B-Jugend-Regionalliga Südwest zu der Begegnung zwischen der SG 99 Andernach und dem JFV Rhein-Hunsrück. Nach Halbzeitführung mussten sich die Bäckerjungen am Ende mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Es war von Anfang an die erwartete kampfbetonte Auseinandersetzung. Die Gäste waren erneut, wie in den letzten Partien so oft, mit einem dezimierten Kader angereist. Vom Stamm fehlten insgesamt vier Spieler, davon zwei Langzeitverletzte, ein Corona-Fall und ein Spieler, der nach seiner Verletzung noch nicht wieder zum Einsatz kommen konnte. Ungeachtet dessen war man mit dem Entschluss in die Partie gegangen die letzten, weniger erfolgreich bestrittenen, Spiele vergessen zu lassen und heute eine gute Leistung auf den Platz zu bringen.

So kam es auch, dass die Hilbig-Truppe von Beginn an äußerst konzentriert zu Werke ging. Bereits in der 10. Spielminute spielte sich Jeff Ampadu auf der halblinken Seite frei und schickte Leon Beressem mit einem schönen Pass auf die Reise. Der verpasste den Kasten der Hunsrücker nur denkbar knapp. Dann in der 16. Minute eine schöne Kombi zwischen Leon Beressem und Ardit Dzaferi, der Levin Klein mit einem gezielten Querpass klasse in Szene setzte. Levin verwandelte dann eiskalt zur 1:0-Führung. Jetzt hatten die Gäste vom Rhein eindeutig Oberwasser und konnten sich deutlich in der gegnerischen Hälfte festsetzen. In der 30. Minute schickte Dejan Mijackovic Jeff Ampadu steil auf der halbrechten Seite. Der ließ zwei Gegenspieler aussteigen und zog das Leder mit einem fulminanten Kracher gegen das Lattenkreuz. Da war leider noch ein Abwehrspieler am Ball, sonst wäre das Ding drin gewesen. Die Jungs vom Mittelrhein waren gegenüber den letzten Wochen nicht wieder zu erkennen. Spielwitz, Kampfgeist und Technik waren plötzlich zu sehen und in der Konsequenz hatte die Mannen um Markus Hilbig eindeutig mehr vom Spiel. Zur Halbzeit konnte man, bis auf die vergebenen Chancen zufrieden sein.

In der zweiten Hälfte gleich der erste Angriff der Gäste: Jeff Ampadu wird steil geschickt, sein Schuss aus vollem Lauf prallt am linken Pfosten ab. Den Nachschuss setzt Leon Beressem nur um Zentimeter am Kasten vorbei. Kurze Zeit später ein wunderschöner Konter über die halblinke Seite, Leon Beressem verfehlte das Ziel nur um Zentimeter. Dann wie so oft im Fußball, wenn es versäumt wird, rechtzeitig den Sack zu zumachen: Ein Konter der Einheimischen mit einem Sonntagsschuss auf den Kasten von Nico Fogolin, der seine Sache bisher exzellent gelöst hatte. Doch dieser Ball war für ihn im linken Lattenkreuz nicht ansatzweise zu erreichen. 1:1 und das Spiel war auf den Kopf gestellt.

Die Bäckerjungen versteckten sich jedoch keineswegs, sondern kamen mit einer lange nicht mehr gesehenen Mannschaftsleistung wiederholt zu Torgelegenheiten. Ein Freistoß, fast von der rechten Außenlinie, wie aus dem Lehrbuch auf Luis Durwen getreten, wurde vom ihm wunderschön mit dem Kopf verlängert und verfehlte den linken Außenpfosten nur ganz knapp. Dann ein Konter der Einheimischen: Fast aus dem Nichts setzte ein Stürmer des JFV halbrechts zu einem hart getretenen Flachschuss an. Nico Fogolin war dran, konnte das Leder jedoch nur an den Innenpfosten lenken, drin. Das war weiß Gott nicht der reale Spielverlauf, der mit dem Ergebnis wiedergegeben wurde. Da die Schlussphase bereits eingeläutet war, vermochte die tapfere Truppe vom Rhein das Ergebnis in der verbleibenden Zeit nicht mehr zu korrigieren.

Als Fazit bleibt, dass diese Begegnung eine deutliche Leistungssteigerung mit sich brachte, das nötige Glück jedoch ausblieb, um endlich den fälligen Dreier einzufahren. Dies wurde auch vom Trainerteam nach dem Spiel entsprechend gewürdigt. Die in der Regionalliga-Abstiegsrunde noch verbleibenden Spiele finden am 22. Mai gegen die DJK Phönix Schifferstadt in Schifferstadt und am 29. Mai zu Hause gegen die JFG Saarlouis/Dillingen, statt.

Kader: Jeff Ampadu, Phillipp Kesselheim, Luis Durwen, Yannick Rabenhofer, Levin Klein, Max Schmidt, Dejan Mijackovic, Tom Fensterseifer, Hadi Ibo, Ardit Dzaferi, Tim Auer, Andi Firsov, Leon Berssem, Nico Fogolin.

(bu)




„So kannst du kein Derby gewinnen“ – Andernach unterliegt mit 0:3 in Mendig

So kritisch wie am Sonntag hat man Andernachs Trainer Kim Kossmann selten über ein Spiel seiner Mannschaft reden hören. „Das war eine Katastrophe: Keine Zweikämpfe, keine Leidenschaft, so kannst du kein Derby gewinnen“, sagte er nach dem 0:3 (0:0) der SG 99 im Auswärtsspiel bei der SGE Mendig/Bell. Es sei einfach zu wenig gewesen, um bei dem Lokalrivalen etwas Zählbares mitzunehmen.

Nach einer weitestgehend Höhepunkt-armen ersten Halbzeit waren es nach Wiederanpfiff die Mendiger, die auf dem frisch erneuerten Kunstrasen an der heimischen Brauerstraße den Ton angaben.

Hannes Lutz hatte in Mendig die beste Andernacher Torchance. Foto: René Weiss

Brice Marc Braquin Mitel spielte sich im Andernacher Sechzehner frei und traf zum 1:0 (51.), Philipp Schmitz lenkte einen Mendiger Eckball unglücklich zum 2:0 ins eigene Tor (62.). Nach dem Doppelschlag blieb bis auf Einzelaktionen, wie einem gefährlichen Abschluss von Hannes Lutz (65.), das richtige Aufbäumen der Gäste aus Andernach aus. Mit dem Schlusspfiff traf Shiki Hanyu dann noch aus kurzer Distanz zum 3:0-Endstand.

Für Kossmann geht es nun darum, das Gesehene möglichst schnell abzuhaken. „Mendig war auch nicht gut, wir waren nur noch schlechter“, sagte der Andernacher Trainer. Im nächsten Spiel soll es für die Bäckerjungen möglichst wieder ein Erfolgserlebnis geben: Am Sonntag, 15. Mai (15.30 Uhr) treffen sie auf dem Andernacher Kunstrasen auf die SG Schneifel-Auw (10., 37 Punkte).

Es spielten: Weber, Schmitz, Hoffmann, Heider (46. Hild), Kubatta (62. Lutz), Neunheuser (76. Zeneli), Unruh, Schiffers, Oligschläger (53. Külahcioglu), Kossmann, Conrad

SR: Maximilian Fohr (Niederfischbach)

Zuschauer: 170

Tore: 1:0 Braquin Mitel (51.), 2:0 Schmitz (62., Eigentor), 3:0 Hanyu (90.)

(mlat)




0:5 – gnadenlos effektive Kirchberger gewinnen in Andernach

0:5 – das Ergebnis war das Schlimmste am Heimspiel der SG 99 Andernach gegen den TuS Kirchberg. Denn, auch wenn Trainer Kim Kossmann schon ahnte, dass es den Nicht-Zuschauern der Partie schwer zu verkaufen sein würde, so schlecht war der Auftritt seiner Mannschaft gar nicht. „Ich bin nicht unzufrieden, wirklich“, sagte Kossmann. Der entscheidende Unterschied: Die Durchschlagskraft und Chancenverwertung des aktuellen Rheinlandliga-Tabellenführers aus dem Hunsrück.

Nach einer offenen Anfangsphase gingen die Kirchberger zwar durch Florian Daum mit 1:0 in Führung (16.), danach waren es jedoch zunächst die Andernacher, die sich die besseren Torchancen erspielten. Nach einem grenzwertigen Einsatz von Ole Conrad im Mittelfeld lief Daniel Kossmann frei auf Gästetorwart Marc Reifenschneider zu, scheiterte jedoch (22.). Kurze Zeit später konnte die Kirchberger Abwehr eine scharfe Hereingabe von Hannes Lutz erst im letzten Moment klären (26.). „Machst du die Dinger nicht rein, verlierst du“, monierte Kim Kossmann die Chancenverwertung seines Teams.

Auch Daniel Neunheuser konnte nicht für den Andernacher Ehrentreffer sorgen. Foto: René Weiss

Und Kirchberg? Machte lange nicht viel und zeigte sich dann gnadenlos effektiv. Zunächst traf wiederum Daum von der Strafraumgrenze zum 0:2 (30.), dann schraubte Jannik Auler per Dropkick (32.) und nach einem einfachen Pass in die Spitze (43.) das Ergebnis auf 0:4 in die Höhe. Vier Chancen, vier Tore. Teilweise auch mit Unterstützung der zu passiv agierenden Andernacher Hintermannschaft.

Kurz nach der Pause waren die Andernacher noch mehrfach nah dran, das bereits entschiedene Spiel zumindest ein wenig offener zu gestalten. Innerhalb von vier Minuten vergaben die Bäckerjungen gleich drei Großchancen. Hannes Lutz (49.) verfehlte knapp das Tor, Daniel Neunheuser (50.) scheiterte an Reifenschneider und Tim Hoffmann (52.) köpfte nach einem Philipp-Schmitz-Freistoß gegen den Außenpfosten.

Besser machten es wiederum die Kirchberger, die auch im zweiten Durchgang ihre einzig gute Torchance nutzten: Jannick Rode traf von der Strafraumgrenze zum 0:5 (70.). Kurz vor Spielende kamen die Andernacher dem Ehrentreffer noch einmal nahe. Doch auch der eingewechselte Maicol Oligschläger (89.) konnte den Ball nicht an Reifenschneider vorbei befördern.

Andernach: Klink, Schmitz, Hoffmann, Heider (81. Velthaus), Kubatta, Unruh, Neunheuser, Hild, Lutz (63. Oligschläger), Kossmann (72. Schiffers), Conrad (86. Oster)

SR: Christian Fritzen (Windhagen)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1/0:2 Daum (16./30.), 0:3/0:4 Auler (32./43.), 0:5 Rode (70.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 8. Mai um 14.30 Uhr bei der SG Mendig (12., 33 Punkte)

(mlat)




Andernach feiert zweiten Sieg in vier Tagen

Aufgabe erfüllt – so lässt sich das Gastspiel der SG 99 Andernach beim ersatzgeschwächten Rheinlandliga-Schlusslicht aus Mehring wohl am treffendsten zusammenfassen. Was sich am Mittwochabend vor malerischer Weinbergkulisse abspielte, war lange Zeit eher etwas für Mosel- als für Fußballromantiker. Am Ende allerdings, und das war aus Andernacher Sicht das Wichtigste, stand ein ungefährdeter 3:0-Auswärtssieg.

„Standesgemäß“, nannte SG-Trainer Kim Kossmann das Ergebnis. In der B-Note war er allerdings nicht vollends zufrieden. „Wir haben das in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt“, sagte Kossmann. Gerade mit dem Ball hatte es da an Dynamik und Ideenreichtum gefehlt. Zwar gingen die Andernacher durch den stark aufspielenden Filip Reintges früh in Führung (11.), danach blieben die Angriffsbemühungen der überlegenen Gäste aber fast immer im Ansatz hängen.

Filip Reintges (hier im Zweikampf) war mit zwei Treffern in Mehring der überragende Mann. Foto: René Weiss

Mit Wiederanpfiff spielten es die Andernacher dann den notwendigen Tick schneller und konzentrierter. So reichten ein schneller Pass von Ole Conrad und ein sicherer Abschluss von Louis Hild zum 0:2 (48.). Für die endgültige Entscheidung sorgte wiederum Reintges, der nach scharfer Hereingabe des eingewechselten Oliver Kubatta zum 0:3 traf (67.).

In der Schlussphase wurden die bis dahin äußerst harmlosen Mehringer ein wenig mutiger. Das führte auf der einen Seite dazu, dass nur der Pfosten nach einer schönen Kombination den Ehrentreffer der Gastgeber verhinderte (82.). Auf der anderen Seite ermöglichte es allerdings auch zwei Andernacher Großchancen auf den vierten Treffer. Hannes Lutz (87.) und Daniel Kossmann (88.) scheiterten jedoch jeweils freistehend am stark reagierenden Mehringer Torhüter Philipp Basquit.

Unterm Strich blieb es nach dem 2:0 vom Sonntag gegen Trier-Tarforst somit beim zweiten Andernacher Zu-Null-Sieg innerhalb von vier Tagen. „Die zwei Dreier haben schon gut getan“, sagte Kossmann. In eineinhalb Wochen wollen es die Bäckerjungen dann auch spielerisch wieder besser machen. Dann ist mit dem TuS Kirchberg ein Meisterschaftsaspirant in Andernach zu Gast.

Es spielten: Weber, Schmitz (71. Wilbert), Hoffmann, Unruh (63. Zeneli), Schiffers (54. Kubatta), Neunheuser, Hild, Oligschläger (63. Lutz), Reintges, Kossmann, Conrad

SR: Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer: 30

Tore: 0:1/0:3 Reintges (11./67.), 0:2 Hild (48.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 am Samstag, 30. April um 17 Uhr. Dann ist der TuS Kirchberg (2., 50 Punkte) auf dem Andernacher Kunstrasen zu Gast.

(mlat)