Rheinlandliga: Unentschieden hilft Andernach nicht weiter

SG 99 Andernach – SV Windhagen 1:1 (0:1)

Andernach. SG-Trainer Kim Kossmann war nach Spielende zufrieden. „Wie wir gespielt haben war echt in Ordnung“, sagte er. Seine Mannschaft habe wieder ihr positives Heimgesicht gezeigt. Allein: „Das Ergebnis hat gefehlt“, so Kossmann. Das 1:1 gegen den SV Windhagen belässt die Andernacher auf dem letzten Tabellenplatz der Rheinlandliga. Und macht es zur Pflicht, endlich auch mal auswärts zu punkten. Der Druck steigt vor dem Kellerduell beim Vorletzten SG Ellscheid am kommenden Sonntag, 17. November (15 Uhr in Strohn).

Dabei war den Andernachern gegen Windhagen wirklich nicht allzu viel vorzuwerfen. Zwei Probleme verhinderten dennoch den Heimsieg. Zum einen schafften es die Andernacher nicht Gästeangreifer Armando Grau dauerhaft in den Griff zu bekommen. Das zeigte sich bereits nach einer Minute, als Grau aus kürzester Distanz an Andernachs Torhüter Steffen Weber scheiterte. Vor allem aber beim Gegentreffer, als Grau nach einem Freistoß per Dropkick zum 0:1 einnetzte (22.). Das zweite Problem an diesem Tag war die Andernacher Chancenverwertung. Enis Bajrami (5.), Hakan Külahcioglu (8.) und Jan Hawel (13., 29.) erspielten sich schon vor der Halbzeitpause beste Möglichkeiten, verpassten jedoch allesamt einen eigenen Treffer.

In einer ruppig geführten Begegnung erhöhten die Andernacher nach der Pause weiter den Druck, hatten nun deutlich mehr Spielanteile. Allein die großen Chancen blieben in der zweiten Halbzeit zunächst aus. Bis zu einem Freistoß-Trick der Andernacher. Eine Viertelstunde war noch zu spielen, da rief Kossmann Enis Bajrami zu sich an die Seitenlinie. Der sprintete danach die völlig leere rechte Angriffsseite entlang. Melih Taha Begen passte in Bajramis Lauf, Bajrami flankte, Zeneli köpfte – 1:1 (76.). Danach wollten beide Mannschaften den Sieg. Weber rettete gegen Can Sülzen das Andernacher Unentschieden (84.). Die letzten Spielminuten gehörten dann allerdings den Gastgebern und ihrem Powerplay. Nach 89 Minuten reklamierten die Andernacher nach einem Schubser gegen Tim Hoffmann auf Strafstoß. „Ein ganz klarer Elfmeter“, sagte Kossmann. In der fünften Minute der Nachspielzeit köpfte Torschütze Zeneli noch an die Latte. Der so wichtige Siegtreffer sollte nicht mehr fallen. „Das Glück hat gefehlt“, so Kossmann.

Andernach: Weber, K. Begen, P. Schmitz, Hild (34. Zeneli), M. Begen, Hoffmann, Unruh (66. Oligschläger), Conrad, Külahcioglu, Bajrami, Hawel

Windhagen: Weidner, Krist, Blumenthal, Mohr, Heßler, Grabowski, Akcakoca, Glos, Klos (82. Sülzen), Grau, Alt

SR: Richard Kochanetzki (Weitersburg)

Zuschauer: 120

Besonderheit: Gelb-rote Karte für Ersatztorhüter Philipp Loosen (Andernach) nach Spielende wegen Meckerns.

Text von Marc Latsch




A-Klasse: SG 99 Andernach II leistet Aufbauhilfe in Adenau

SG Hocheifel Adenau – SG 99 Andernach II  3:0 (1:0)

Mit der schlechtesten Saisonleistung war auch in Adenau nichts zu holen. Der Gegner schaffte seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison- und das hoch verdient.

Schon in ersten Hälfte hätte man höher als mit einem Treffer zurück liegen können. Gute Form zeigte lediglich Etienne Retterath im Andernacher Tor. Neben einem guten Distanzschuß durch Max Hildebrandt ( 10.) gab es von den Bäckerjungen nichts zu melden. Ein simpler Paß in die Tiefe über die Abwehr führte zum 1:0/34.Min. Beim Rettungsversuch war wohl D.Größgen ( SG 99 II ) als Letzter am Ball.

Das 2:0/63.Min./ fiel erneut nach einem Konter durch Maximilian Heintz. Beim 3:0/75.Min./Martin Halvorsen infolge einer Ecke war ausnahmsweise das Torwartstellungsspiel verbesserungswürdig, doch auch die restliche Defensive war nicht im Bilde. Die Bäckerjungen bekamen auf dem Hartplatz einfach kein Bein auf die Erde. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte auch ein 7:0 für die Heimmannschaft drin sein können. Solche Tage sollte man schnell abhaken, hat die Elf doch schon bewiesen, dass sie es viel besser kann.

Kommenden Mittwoch steht das Viertelfinalspiel im Kreispokal in Westum an. Der Gegner hat in der A-Klasse Platz 2 inne. Vergangenen Freitag schaffte man aus heutiger Sicht ein sensationelles 0:0 gegen die SG Westum. Allerdings ist die SG 99 II in der Meisterschaft bisher auswärts eher als Punktelieferant aufgetreten.
Hat der Pokal seine eigenen Gesetze für die SG 99 II ?

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller, Dominik Größgen, Yannik Velthaus, Kamil Grygo, Florian Cui, Jonathan Burgmer, Max Hildebrandt, Paul Niermann, Andreas Reiswich, T.Lin Chamnankit, Jonas Maxein  und Jannick Schmidt

Text und Bild von Siegfried Wesselmann

Max Hildebrandt und Jona Burgmer(32/blau/SG 99 II ) ohne Tor und Punkt in Adenau.




Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 9

Die 9. Ausgabe der Stadion-Zeitung in dieser Saison zum Heimspiel unserer 1. Männermannschaft gegen den SV Windhagen (Sonntag, 10. November, 15.30 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (19 Seiten / 12,3 MB) zur Ansicht und/oder zum Download: https://sg99-andernach.de/wp-content/uploads/2019/11/sz09-101119.pdf

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Rheinlandliga: Andernach chancenlos im Krisen-Derby

TuS Mayen – SG 99 Andernach  5:0 (3:0)

Mayen. Selten standen die Vorzeichen für den Klassiker im Rhein/Ahr-Kreis so schlecht. Mayen Drittletzter, Andernach Vorletzter. Ein Krisenduell im Tabellenkeller der Rheinlandliga. Nach Spielende stand fest: Die Mayener sind auf dem besten Weg sich wieder in deutlich höhere Tabellengefilde zu arbeiten. Andernach tritt hingegen weiter auf der Stelle. Ohne jede eigene Torchance gingen die Bäckerjungen in der Kreisstadt unter und stehen nach dem 0:5 wieder auf dem letzten Tabellenplatz. „Heute war ein Klassenunterschied erkennbar“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Von Beginn an dominierten die Mayener das Geschehen. Die Gäste aus Andernach fanden kein Mittel gegen die schnellen Angriffe der Gastgeber, die immer wieder für größte Torgefahr sorgten. Folgerichtig fiel dann auch der frühe Führungstreffer. Lukas Mey steckte auf Tobias Uhrmacher durch, der aus 15 Metern zum 1:0 traf (12.). Und Mayen machte weiter, wollte den zweiten Treffer nachlegen. Mey scheiterte zunächst an einer starken Parade von Andernachs Schlussmann Steffen Weber (20.). Sechs Minuten später köpfte er aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Spätestens als der starke Pascal Steinmetz aus kürzester Distanz an Weber scheiterte (32.), war der zweite Mayener Treffer überfällig. Und er fiel dann auch. Mey ließ durch einen schönen Doppelpass mit Steinmetz die aufgerückte Andernacher Hintermannschaft stehen und schob am Ende ins leere Tor ein (36.). Erst nach dem 2:0 zeigten die Gäste erste zaghafte Angriffsbemühungen. Chancen stellten sich dennoch nicht ein. Stattdessen traf Steinmetz mit einem sehenswerten Schuss aus rund 20 Metern noch zum 3:0-Pausenstand (45.). „Wir haben die Mayener Stürmer einfach nicht in den Griff bekommen“, sagte Kossmann.

Die Partie war zu Pause entschieden. Zu überlegen war Mayen. Zu wenig kam von Andernach, um ernsthaft noch auf eine Aufholjagd zu hoffen. Immerhin, es wurde etwas ausgeglichener. Zwar blieb Mayen weiterhin die reifere, die gefährlichere Mannschaft. Doch die Partie verflachte zunächst, große Torchancen blieben erst einmal aus. Abgesehen von einem Steinmetz-Kracher aus 20 Metern, den der beste Andernacher Steffen Weber stark entschärfte (57.). Das änderte sich im letzten Viertel der Begegnung. Zunächst war Steinmetz nach einem Steilpass frei durch, umkurvte Weber und traf zum 4:0 (69.). Dann traf der eingewechselte Markus Thönnes nach Vorarbeit von Dennis Penk und missglückter Abwehraktion von Philipp Schmitz zum 5:0 (78.). In den Schlussminuten ging es bei den bedauernswerten Andernachern nur noch darum, nicht noch höher zu verlieren. Die beste Chance zum 6:0 vergab Tim Schneider (87.). Wiederum verhinderte Weber noch schlimmeres. „Natürlich fühlt sich das für uns alle heute schlecht an“, sagte Kossmann. Der aber auch um die Leistungsschwankungen seiner Mannschaft weiß. „Wir müssen einfach weitermachen.“

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am kommenden Sonntag, 10. November. Dann gastiert der SV Windhagen um 15.30 Uhr auf dem Andernacher Kunstrasenplatz.

Mayen: Michel, Krechel, Ries, Schneider, Penk, Hallfell, Löhr, Uhrmacher (70. Roenspies), Weis (74. Thönnes), Mey (80. Nehren), Steinmetz

Andernach: Weber, K. Begen, Hoffmann, M. Begen (82. Hild), Heider, Unruh, Matzon (46. P. Schmitz), Bajrami, Conrad, Külahcioglu (46. Oligschläger), Hawel

SR: Lukas Heep (Neuwied)

Zuschauer: 225

Tore: 1:0 Uhrmacher (12.), 2:0 Mey (36.), 3:0/4:0 Steinmetz (45./69.), 5:0 Thönnes (78.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: Und wieder ein Remis bei der SG 99 II

SG 99 Andernach II – SG Westum  0:0

Zum siebten Mal in Folge gab es keine drei Punkte für die Bäckerjungen. Dabei muß es aber durchaus als Erfolg angesehen werden, gegen den bisher ungeschlagenen Gegner unbeschadet über die Runden gekommen zu sein.

In einem guten A-Klasse Spiel neutralisierten sich beide Teams weitestgehend in Hälfte eins. Nach 56. Minuten wäre nach Freistoß von Kevin Müller sogar eine Führung der Heimelf drin gewesen. Nach verletzungsbedingter Auswechslung von Kevin Lewerenz ( 62.) und  Florian Cui ( 70.), wurde die Feldüberlegenheit von Westum deutlicher. Nur selten gab es Entlastung seitens der SG 99 II. Eine Viertelstunde vor Schluß hatte jedoch Oliver Kubatta noch zwei Möglichkeiten erspielt, danach zog Westum eine Art Powerplay auf. In dieser Phase und auch in der 5-minütigen Nachspielzeit war besonders Etienne Retterath im Andernacher Kasten gefordert. Auch wenn für die SG 99 II Paul Niermann ( 87. ) und ganz zum Ende Georg Egorov (93.) beinahe einnetzen konnten, war die Heimmannschaft über den gewonnen Punkt froh.

Kommendes Wochenende steht das letzte Spiel der Hinrunde an. Es geht zur SG Hocheifel/Adenau. Ob dort wohl die Serie mit drei torlosen Meisterschaftsspielen endet? Die SG Hocheifel konnte bislang erst ein Meisterschaftsspiel für sich entscheiden. Der Gegner muß unbedingt punkten und darf keinesfalls unterschätzt werden. Letzte Saison 3:2 Sieg zu Hause und 2:2 auswärts.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller,  Dominik Größgen, Kevin Kowalski, Oliver Kubatta, Yannik Velthaus, Kevin Lewerenz, Kamil Grygo, Florian Cui, Jonathan Burgmer, Max Hildebrandt, Georg Egorov und Paul Niermann

Text von Siegfried Wesselmann

 




A-Klasse: Rheinlandligareserve mit Pokalkrimi in Baar

Baar/Herresbach – SG 99 Andernach II 3:4 n.V. (1:0/3:3)

Am Dienstagabend bekamen die wenigen Zuschauer im eisigen Wanderath zumindest Tore im Überfluß geboten.

Die SG 99 Andernach II trat mit Notbesetzung an, bei der SG Baar fehlte der erfolgreichste Angreifer Kevin Pung. Zwar drängte der Gast die Heimelf in deren Hälfte, blieb aber ziemlich konteranfällig. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld ging es nach fünfzehn Minuten ganz schnell nach vorne und es hieß 1:0 für die SG Baar durch Martin Hennrichs. Viel Ballbesitz, wenig Ertrag für die SG 99 II bis zur Pause.

Kaum war im zweiten Durchgang angepfiffen, erzielte Kevin Müller nach einer Ecke aus 18 Metern mit Direktabnahme den Ausgleich zum 1:1/47.Min. Die Gäste hatten nun deutlich Oberwasser und wurden auch torgefährlicher. Kevin Kowalski wurde von Max Hildebrandt perfekt angespielt, behielt vor dem Keeper die Nerven und es hieß 1:2/68.Min. Wer nun dachte, mit Dominik Größgens Treffer im Anschluß an eine Ecke zum 1:3/75.Min. die Messe wäre gelesen, der lag falsch. Kollektiver Nichtangriffspakt der gesamten Defensive beim Baarer Eckball sorgte für den Anschlußtreffer von Peter Pung zum 2:3/80.Min. Mit quasi einem Doppelbock der SG 99 II nach einem hoch und weit geschlagenen Ball schaffte der Baarer Spieler Peter Racke gar noch das nicht mehr für möglich gehaltene 3:3/83.Min.

In der folgenden Verlängerung waren bis auf die 99.Min. Torchancen Mangelware. Max Hildebrandt setzte jedoch einen Freistoß unhaltbar über die Mauer in die Baarer Maschen. Der B-Ligist schied trotz enormer kämpferischer Leistung etwas unglücklich aus.

Andererseits hatten die Gäste eine Partie am Ende unnötig noch einmal spannend gemacht. Der nächste Gegner im Pokal steht mit der SG Westum bereits fest. Damit müssen die Bäckerjungen schon zum 7.Mal ( ! ) hintereinander im Pokal auswärts antreten….

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Max Hildebrandt, Andreas Reiswich, Kamil Grygo, Yannik Velthaus, Kevin Müller, Kevin Kowalski, Oliver Kubatta, Kevin Lewerenz, Dominik Größgen, Florian Cui, Aristotelis Rohrmoser, Jonas Maxein und Jannick Schmidt

Text von Siegfried Wesselmann




Rheinlandliga: Nach Heimsieg ist Andernach nicht mehr Letzter

SG 99 Andernach – SG Schneifel-Stadtkyll  3:2 (1:1)

Andernach. Die Stimmungslage bei der SG 99 Andernach wechselt derzeit im wöchentlichen Rhythmus. Auswärts erlebt die Mannschaft immer wieder empfindliche Rückschläge, wie zuletzt beim 1:4 in Mendig. Zuhause hingegen schöpft die Kossmann-Elf immer wieder Hoffnung. So auch am Sonntag. Nach dem 3:2 gegen den Aufsteiger SG Schneifel-Stadtkyll geben die Andernacher zumindest die Rote Laterne der Rheinlandliga an die SG Ellscheid weiter. „Ein hochverdienter Sieg“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann nach Spielende. Der auch Mut macht für den nächsten Auftritt. Im Krisen-Derby beim Drittletzten TuS Mayen sollen dann auch endlich die ersten Auswärtspunkte folgen (Samstag, 17.30 Uhr).

Gegen Schneifel-Stadtkyll wurden die Andernacher zunächst kalt erwischt. Nach Vorarbeit von Jan Pidde traf Marco Michels zum 0:1 (18.). Das zumindest entschied Schiedsrichter Ralf Volk. Der sah entgegen der Proteste der Gastgeber den Ball vollständig hinter Linie. Die Rettungsaktion von Andernachs Torhüter Steffen Weber kam um Zentimeter zu spät. Doch der Tabellenletzte schüttelte sich, blieb dran und schlug zurück. Nach einem Freistoß des zuletzt gesperrten Melih Taha Begen köpfte Tim Hoffmann zum 1:1 ein (20.). Wiederum nach Begen-Vorarbeit scheiterte Hakan Külahcioglu knapp am nächsten Treffer (22.). Andernach kontrollierte nun das Spiel, konnte aber trotz einiger vielversprechender Angriffe nicht nachlegen. Zumindest in den ersten 45 Minuten.

„Nach der Halbzeit waren wir dann klar besser“, sagte Kossmann. Und die Überlegenheit zeigte Wirkung. Külahcioglu scheiterte nach Vorarbeit von Ole Conrad noch am Pfosten (66.), zwei Minuten später sorgte der eigentlich Torjäger Jan Hawel mit seinem erst zweiten Saisontreffer für das 2:1. Die Vorarbeit für sein Führungstor kam wieder von Melih Taha Begen. Dieses Mal per Ecke. „Er hat heute sich und uns belohnt“, sagte Kossmann. Die Gastgeber blieben auch mit der Führung im Rücken die spielbestimmende Mannschaft. Als dann auch noch Kadir Mete Begen einen Handelfmeter zum 3:1 verwandelte (84.), schien die Partie endgültig entschieden. Doch die Gäste machten es noch einmal spannend. Nach einer Ecke von Stephan Kinnen traf Nicolas Görres per Kopf zum 3:2. In der ersten von insgesamt sieben Minuten Nachspielzeit. So musste Andernach noch einmal bangen. Am Ende blieb es aber beim so wichtigen Heimsieg.

Andernach: Weber, K. Begen, Hoffmann, Heider, M. Begen, Matzon (88. Hild), Unruh, Conrad, Külahcioglu (80. P. Schmitz), Zeneli (57. Bajrami), Hawel

Schneifel-Stadtkyll: Koziol, Zapp, Merkes (50. Lenerz), Reusch, Weberskirch, Nellessen (70. Görres), Hamper, Kinnen, Baur (76. Babendererde), Pidde, Michels

SR: Ralf Volk (Brey)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Michels (18.), 1:1 Hoffmann (20.), 2:1 Hawel (68.), 3:1 K. Begen (84, Handelfmeter), 3:2 Görres (90.+1)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: Rheinlandligareserve rutscht in den Tabellenkeller

SV Dernau – SG 99 Andernach II  2:0 (1:0)

Nachdem auch das sechste Spiel in Folge nicht mit einem Sieg endete, sind die Bäckerjungen in unerwünschten Tabellenregionen gelandet. Gegen eine harmlose Heimelf  zeigte die SG 99 II eine ansprechende Leistung. Gleich mehreren guten Gelegenheiten der Gäste hatte der SV Dernau bis zur 40.Minute nichts engegen zu setzen. Dann unterlief dem ansonsten stark spielenden Dominik Größgen ein folgenschwerer Fehlpaß. Sein Gegenspieler leitete den Ball sofort an die Strafraumgrenze weiter, von aus der einzig brauchbare Torschuß promt passte.

Matthias Noll/1:0 . Auch in der zweiten Hälfte dominierte die SG 99 II das Spiel, ging mehr Risiko, wurde aber nicht belohnt. Die dickste Chance zum Ausgleich ergab sich nach 58 Minuten. Der Ball wurde noch auf der Torlinie geklärt. Dem vermeintlichen 2:0 nach einem Konter versagte der Schiri die Anerkennung. Es sollte eine Abseitsposition beim Querpaß vorgelegen haben ( 80.) Als in der 83.Minute Dernau erneut nach einem Konter das 2:0 durch Tim Rieder erzielte, lag allerdings ganz sicher zuvor eine Abseitsstellung vor. Man vermutete wohl eine Konzessionsentscheidung.

Insgesamt stellten die Bäckerjungen technisch und  läuferisch die bessere Elf an diesem Abend. Ohne Tore kann aber kein Spiel gewonnen werden. Ob ausgerechnet gegen den Tabellenführer aus Westum der Bock umgestossen werden kann? Anpfiff kommenden Freitag 01.11.19 um 20 Uhr in Andernach. Zuvor ist SG noch im Kreispokal gefordert. Die Reise geht am Dienstagabend nach Wanderath zur dortigen SG Baar/Herresbach ( B-Klasse ). Anstoß um 19.30 Uhr.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller, Dominik Größgen, Maicol Oligschläger, Kevin Kowalski, Andreas Reiswich, Hermann Wechter, Oliver Kubatta, Max Hildebrandt, Kamil Grygo, Yannik Velthaus, Florian Cui, Paul Niermann und Jonathan Burgmer

Text von Siegfried Wesselmann




Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 8

Die 8. Ausgabe der Stadion-Zeitung in dieser Saison zu den Heimspielen unserer 1. Männermannschaft gegen die SG Schneifel Stadtkyll (Sonntag, 27. Oktober, 16.30 Uhr) und  unserer 1. Frauenmannschaft gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 27. Oktober, 14 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (22 Seiten / 15,3 MB) zur Ansicht und/oder zum Download: https://sg99-andernach.de/wp-content/uploads/2019/10/sz08-271019.pdf

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Rheinlandliga: Andernach ist im Derby chancenlos

SGE Mendig/Bell – SG 99 Andernach  4:1 (1:0)

Mendig. Das Derby gegen Mendig war für die Andernacher in den vergangenen Jahren häufig ein freudiges Ereignis. Nicht nur in Andernach, auch an der Mendiger Brauerstraße feierten die Bäckerjungen so manches Erfolgserlebnis. Nicht so am Sonntag. Die kriselnden Gäste unterlagen deutlich mit 1:4 und blieben auf dem letzten Tabellenplatz. „Wir haben in einem schlechten Rheinlandligaspiel verdient verloren“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Mit dem wiedergenesenen Philipp Schmitz in der Abwehr hielten die Gäste lediglich in der Anfangsphase auf Augenhöhe dagegen. Mitte der ersten Halbzeit erspielte sich Mendig leichte Vorteile. Lars Bohm (22.) und Takahiro Hidaka (30.) gaben erste Warnschüsse aufs Andernacher Tor ab. Sie konnten jedoch Schlussmann Steffen Weber, der trotz vier Gegentoren eine gute Leistung zeigte, nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Doch je näher die Pause kam, umso mehr geriet die Hintermannschaft der Andernacher ins Schwanken. Ein Schuss von Manuel Oster wurde noch vor der Linie geklärt (39.). Zwei Minuten später scheiterte erst Lars Bohm an Weber, im Nachschuss verfehlte dann Marcel Berg aus bester Position das Tor. In der 44. Minute war das Glück der Andernacher aufgebraucht. Der weit aufgerückte Jörn Heider ließ auf der linken Angriffseite Oster sträflich frei, sodass er nach Vorarbeit von Magomed Ibragimov zum 1:0 treffen konnte. Beinahe wäre Maicol Oligschläger im Gegenzug noch der schnelle Ausgleich gelungen. Er scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am herauslaufenden Mendiger Torhüter Jan Heinemann (45.).

Auch nach Wiederanpfiff dominierten die Mendiger zunächst das Geschehen. Ohne sich jedoch weitere Großchancen zu erarbeiten. Für das 2:0 sorgte erst ein höchst umstrittener Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Jonas Schäfer. Hidaka wurde am Andernacher Strafraum zu Fall gebracht. Schäfer entschied erst auf Freistoß, ließ sich dann von seinem Assistenten jedoch vom Elfmeter überzeugen. Andernach reklamierte. Kossmann sprach noch nach Spielende von einer Fehlentscheidung. Mendigs Kapitän Florian Schlich interessierte das freilich nicht. Er nahm sich den Ball und verwandelte sicher (63.). Die Partie war entschieden. Für ein Comeback agierten die Gäste zu planlos, sorgten für zu wenig Torgefahr. Den letzten Restzweifel zerstreute Marcel Berg, der nach einem Konter das 3:0 erzielte (75.). Immerhin: In der Schlussphase rappelte sich Andernach noch einmal auf, erspielte sich plötzlich gute Torchancen. Nach einer Ecke von Elias Matzon landete der Ball nach einem ersten Versuch von Enis Bajrami vor den Füßen von Philipp Schmitz. Sein Schuss wurde erst auf der Linie geklärt (79.). Tim Hoffmann scheiterte fünf Minuten später an Heinemann. Als auch noch ein abgefälschter Schmitz-Freistoß gegen den Pfosten krachte, war auf Mendiger Seite immerhin eine Hand im Spiel. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kadir Mete Begen zum 3:1 (86.). Mendigs Spielertrainer Kodai Stalph sorgte kurz vor Schluss nach einer Freistoßflanke von Oster noch für den 4:1-Endstand (89.). Und Andernach blieben statt Punkten nur Durchhalteparolen. „Wir machen weiter und hoffen, dass es nächste Woche besser klappt“, sagte Kossmann.

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 26. Oktober, um 16.30 Uhr. Dann gastiert die SG Schneifel-Stadtkyll auf dem Andernacher Kunstrasen.

Mendig: Heinemann, Rawert, Schlich, Gilles, Stalph, Oster, Hidaka (77. Huber), Rausch (12. Weiler), Ibragimov (72. Franzen), Berg, Bohm

Andernach: Weber, K. Begen, Schmitz, Heider (89. Größgen), Hoffmann, Unruh, Matzon, Hild (58. Bajrami), Oligschläger (75. Zeneli), Conrad, Hawel

SR: Jonas Schäfer (Dichtelbach)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0 Oster (44.), 2:0 Schlich (63., Foulelfmeter), 3:0 Berg (75.), 3:1 K. Begen (86., Handelfmeter), 4:1 Stalph (89.)

Text von Marc Latsch