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Freude und Ärger über Unentschieden in Bitburg

Wäre die Schlussphase nicht gewesen, Kim Kossmann hätte das Unentschieden seiner Mannschaft vollkommen zufrieden gestimmt. „Am Ende müssen wir das 2:1 machen“, sagte Andernachs Trainer so nach Spielende. Zuvor hatte er gesehen, wie erst Daniel Kossmann aus bester Position nur knapp das Tor verfehlte (83.) und auch Fabian Weber nach schönem Doppelpass mit Burim Zeneli (89.) sowie Tim Hoffmann per Kopf (90.) den starken Bitburger Torhüter Benjamin Pelz nicht überwinden konnten. Diese dominante Andernacher Schlussphase war allerdings nur eine Seite der Wahrheit über einen wechselhaften Samstagabend, was zum zweiten Teil des Kossmann-Fazits führte: „Über 90 Minuten gesehen ist das 1:1 gerecht.“

Denn die Gäste aus Andernach gingen auf dem Bitburger Kunstrasen zwar nach einer Ecke von Philipp Schmitz und einem Kopfball von Ole Conrad früh mit 1:0 in Führung (9.). Insgesamt waren die Gastgeber jedoch die etwas aktivere Mannschaft, die sich aber erst einmal an der guten Grundaufstellung der, allerdings nicht fehlerfreien, Andernacher Abwehr die Zähne ausbiss. Zwei Halbdistanzschüsse von Kevin Fuchs (16.) und Arthur Schütz (39.), viel mehr kam nicht in die Nähe des Andernacher Tors, in dem der nach vielen Ausfällen reaktivierte Lukas Weis ein bemerkenswertes Comeback feierte. „Auf den Jungen ist Verlass, der hat einfach keine Gefühle“, sagte Kossmann anerkennend über den eigentlichen Ex-Torhüter der Bäckerjungen.

Vor und nach der Pause nahm der Bitburger Druck allerdings merkbar zu, der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Und so war das 1:1 von Joshua Bierbrauer (49.), der nach einer Flanke frei zum Kopfball kam, auch absolut verdient. „Zu dem Zeitpunkt hätte ich das Unentschieden sofort unterschrieben“, sagte Kossmann. Doch die Andernacher kämpften sich zurück ins Spiel.

Maicol Oligschläger hatte kurz nach dem Ausgleich Pelz schon zwei Mal überwunden und scheiterte nur an Abwehr-Rettungsaktionen vor der Linie (53./55.). Während sich Andernach und Bitburg nun zunächst mit Stärkephasen abwechselten, gehörten die letzten 20 Minuten vollends den Gästen. Nach einem langen Einwurf von Philipp Schmitz hatte Daniel Kossmann in dieser Drangperiode die erste große Siegchance, scheiterte jedoch aus kürzester Distanz an Pelz (76.). Und auch die wilde Andernacher Schlussoffensive in den letzten Minuten sollte nicht zum erlösenden zweiten Treffer führen.

Während Kim Kossmann nach dieser Achterbahnfahrt noch nicht ganz wusste, was er von dem Unentschieden halten sollte, war er doch mit einem sehr zufrieden: „Nach dem 1:1 war es ein richtig gutes Spiel von uns.“ Es war eine Leistung, auf der die Andernacher weiter aufbauen können.

Es spielten: Weis, Schmitz, Hoffmann, Schiffers, Heider, Neunheuser, Hild (60. Reintges), Weber, Oligschläger (60. Zeneli), Conrad, Kossmann (85. Homfeld)

SR: Veron Besiri (Föhren)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Conrad (9.), 1:1 Bierbrauer (49.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 20. März um 16.45 Uhr. Dann ist die SG Neitersen (13., 16 Punkte) auf dem Andernacher Kunstrasen zu Gast.

(mlat)

Die Andernacher bejubeln den frühen Führungstreffer von Ole Conrad. Foto: René Weiss




5:1 gegen Montabaur – SG 99 feiert dominanten Heimsieg

War die SG 99 Andernach in ihren ersten beiden Auftritten nach der Winterpause noch knapp an einem Punktgewinn gescheitert, bot sich den 120 Zuschauern am Freitagabend ein völlig anderes Bild. Beim dominanten 5:1-Heimsieg auf dem Andernacher Kunstrasen gegen deutlich unterlegene Gäste aus Montabaur gab es selbst am dreifachen Punktgewinn nur ganz kurze Zweifel. „Selbst wenn es am Ende 8:0 oder 9:0 ausgeht, darf sich keiner beschweren“, sagte Trainer Kim Kossmann angesichts des immensen Chancenübergewichts seiner Mannschaft.

Hakan Külahcioglu traf beim 5:1-Heimsieg gleich doppelt. Foto: René Weiss

Nur die Chancenverwertung, daher auch der ganz kurze Zweifel, wollte zumindest vor der Pause noch nicht so richtig stimmen. Nach gerade einmal zwölf Minuten hatte Ole Conrad bereits seine zweite Großchance auf den Führungstreffer vergeben, hinzu kamen gefährliche Abschlüsse von Tim Hoffmann (3.) und Fabian Weber (20.). Erst Hakan Külahcioglu brach den Bann, als er per Flachschuss zum hochverdienten 1:0 traf (27.). Dass es zur Pause dennoch nur Unentschieden stand, lag an der einzigen folgenreichen Unachtsamkeit der Andernacher Hintermannschaft gegen ansonsten harmlose Gäste. Khaled Jnid stand so plötzlich völlig frei vor Andernachs Torhüter Jannis Koch und traf aus kurzer Distanz zum 1:1 (38.). „Zur Halbzeit hätte es bereits 4:1 stehen müssen“, bilanzierte Kossmann.

Nach Wiederanpfiff sorgten die Bäckerjungen dann allerdings auch auf der Ergebnistafel für klare Verhältnisse. Nach einem Eckball traf wiederum Hakan Külahcioglu zum 2:1 (55.). Nur zwei Minuten später sorgte Ole Conrad nach Vorarbeit von Hannes Lutz dann auch schon für den dritten Andernacher Treffer. Es folgten weitere gute Möglichkeiten, doch Zählbares sprang dabei erst wieder in der Schlussphase heraus. Filip Reintges schlenzte den Ball aus 16 Metern sehenswert zum 4:1 ins Eck (80.). Für den Schlusspunkt sorgte der Montabaurer Fabio Scumaci mit einer Tätlichkeit im eigenen Strafraum. Die Folge: Rot für Scumaci und ein verwandelter Foulelfmeter des geschädigten Ole Conrad zum 5:1-Endstand (90.+3).

Es spielten: Koch, Hoffmann, Unruh, Reintges (84. Oster), Heider, Neunheuser, Lutz (77. Schiffers), Weber, Külahcioglu (81. Hild), Kossmann (65. Zeneli), Conrad

SR: Jan Schmidt (Koblenz)

Zuschauer: 120

Tore: 1:0/2:1 Külahcioglu (27./55.), 1:1 Jnid (38.), 3:1/5:1 Conrad (57./90.+3, Foulelfmeter), 4:1 Reintges (80.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 12. März bei FC Bitburg (9., 26 Punkte). Der Anpfiff auf dem Bitburger Kunstrasenplatz erfolgt um 19.30 Uhr.

(mlat)




Tiefschlaf-Start verhindert möglichen Andernacher Erfolg in Ahrweiler

Am Ende waren es nur fünf Minuten, die die SG 99 Andernach vom Auswärtssieg in Ahrweiler trennten. Allerdings die ersten fünf Minuten. Denn bevor die Gäste überhaupt gedanklich auf dem Heimersheimer Kunstrasen angekommen waren, stand es bereit 2:0 für Ahrweiler. „Wir haben die ersten Minuten im Tiefschlaf verbracht“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann nach Spielende.

Und Ahrweiler nutzte das im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Lars Bohm traf nach einer unglücklichen Abwehraktion von Filip Reintges zum 1:0 (3.), Almir Porca verwertete eine Flanke ins Strafraumzentrum zum 2:0 (5.). Und es hätte gar noch schlimmer kommen können für am Anfang überforderte Andernacher. Erst rettete A-Junioren-Torhüter Jannis Koch gegen einen Porca-Schuss (10.), dann die Latte gegen einen Volley von Christopher Klein (13.).

Doch dann war der Ahrweiler Sturmlauf plötzlich vorbei. Zwar tauchte Porca noch einmal freistehend vor dem Andernacher Tor auf und nutzte das zum 3:0 (32.), doch waren nun auch die Gäste im Spiel. Filip Reintges konnte mit einem sehenswerten Schuss noch vor der Pause auf 3:1 verkürzen (37.). „Ab der 30. Minute habe ich nur noch uns spielen sehen“, sagte Kossmann.

Deutlich wurde das spätestens in der zweiten Halbzeit. Sascha Unruh scheiterte noch bei Elf-gegen-Elf aus 15 Metern am Ahrweiler Torhüter Alex Göre (51.). Als dann Torschütze Klein wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah (56.), war Andernach drückend überlegen. Nur der Anschlusstreffer ließ (zu) lange auf sich warten.

Hakan Külahcioglu vertändelte zunächst eine Riesen-Konterchance (63.) und danach war es vor allem zahlreiche Ecken, die durch den Ahrweiler Strafraum flogen. Die gefährlichste köpfte Daniel Neunheuser an die Unterkante der Latte (76.). Ole Conrad erzielte schließlich noch das 3:2 (81.). Doch trotz aller Bemühungen gelang nicht mehr der mittlerweile verdiente Ausgleichstreffer.

Trotz Traumtor von Filip Reintges (Archiv-Foto: René Weiss) reichte es am Ende nicht zum Punktgewinn.

„Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf ein Tor“, sagte Kossmann. „Wir hatten mehrere Riesenchancen.“ Dem Trainer ging es somit am Ende ein wenig wie in der Vorwoche in Wissen. Er hatte viel gutes gesehen, einen Punktgewinn gab es dennoch nicht „So ist das halt im Fußball“, fiel Kossmanns Fazit aus.

Es spielten: Koch, Hoffmann, Unruh (86. Homfeld), Reintges, Heider, Hild (66. Lutz), Neunheuser, Weber, Külahcioglu, Conrad, Zeneli (66. Oligschläger)

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Bohm (3.), 2:0/3:0 Porca (5./32.), 3:1 Reintges (37.), 3:2 Conrad (81.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Freitag, 4. März gegen den TUS Montabaur (15., 15 Punkte). Das Spiel beginnt um 20 Uhr auf dem Andernacher Kunstrasen.

(mlat)




Bäckerjungen gastieren beim Ahrweiler BC

Kossmann-Elf gastiert beim Ahrweiler BC – Anstoß ist am Sonntag um 14:30 Uhr in Heimersheim.

Acht Tage nach der Niederlage beim VfB Wissen (1:2) reisen unsere Bäckerjungen nach Heimersheim, um gegen den Ahrweiler BC anzutreten. Die Gastgeber zählen zu den absoluten Top-Teams der Liga und stehen derzeit zwar auf Rang sechs der Rheinlandliga, allerdings hat die Mannschaft von Spielertrianer Andreas Dick noch einige Nachholspiele in der Hinterhand, um an die Tabellenspitze zu springen. „Wir wissen, dass uns eine schwere Aufgabe erwartet. Aber wir haben sie im Hinspiel geschlagen und wollen wieder mutig auftreten“, so SG-Trainer Kim Kossmann, der die Heimreise mit „etwas zählbarem“ antreten möchte.

Hakan Külahcioglu gehört wieder zum Spielerkader, ebenso wie die zuletzt wegen Handverletzungen fehlenden Sven Schiffers und Sascha Unruh. „Wir haben wieder mehr Optionen als in WIssen, deshalb werden wir auch ein paar Veränderungen in der Startelf vornehmen“, verrät Kossmann.




1:2 in Wissen – SG 99 belohnt sich nicht

Zwar hielt die frühe Führung auf dem ungewohnten Wissener Hartplatz nur für sieben Minuten und am Ende standen die Andernacher mit leeren Händen da, doch Kim Kossmann war trotzdem irgendwie zufrieden. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht“, sagte Andernachs Trainer. Wenig zugelassen, vor allem in der zweiten Halbzeit die Partei im Griff gehabt. Nur eines störte: Das Ergebnis. Am Ende verloren die Bäckerjungen mit 1:2 im hohen Westerwald.

Dabei begann alles sehr vielversprechend. Als nach fünf Minuten Maicol Oligschläger den Ball aus dem Gewühl erstmals ins Wissener Tor bugsierte, pfiff Schiedsrichter Sören Müller den Treffer wegen Foulspiels zwar noch zurück. Nur wenig später war es dann aber doch so weit: Der stark aufspielende Fabian Weber tauchte frei vor dem Gehäuse der Gastgeber auf und überlupfte Torhüter Philipp Klappert zum Führungstreffer (7.).

Dass die Führung nicht lange hielt, lag vor allem an einem Spieler. Elvin Tricic tauchte zwei Mal frei im Strafraum der Andernacher auf, zwei Mal ließ er dem etatmäßigen  A-Junioren-Torhüter Jannis Koch keine Abwehrchance (15./27.). Es waren die beiden einzigen nennenswerten Torchancen, die die Gäste vor der Pause zuließen, doch es reichte um aus dem 1:0 ein 1:2 werden zu lassen.

Nach der Pause fing sich die Kossmann-Elf wieder und erspielte sich erste Chancen. Ole Conrad köpfte aus kurzer Distanz knapp vorbei (48.), Weber zielte einen Freistoß etwas zu hoch (57.). „In der zweiten Halbzeit haben nur noch wir gespielt“, sagte Kossmann. Was nur fast stimmte, hatte doch Felix Arndt zwischenzeitlich die große Chance für die Gastgeber alles klar zu machen (69.).

Fabian Webers Treffer reicht am Ende nicht für einen Punkt. Archiv-Foto: René Weiss

Insgesamt waren die Andernacher aber nun die spielbestimmende Mannschaft, konnten sich allerdings in einer insgesamt chancenarmen Partie zu selten wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor spielen. Die letzte Ausgleichschance hatte wiederum Weber. Sein abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze flog jedoch um Zentimeter am Pfosten vorbei (83.).

So haderte Kossmann nach Spielende zwar mit dem Ergebnis und dem Schiedsrichter, nicht aber mit seiner Mannschaft. Angesichts der schwierigen Umstände mit den vielen Verletzungen in der Vorbereitung und dem ungewohnten Hartplatz hatte diese einiges richtig gemacht.

Es spielten: Koch, Schmitz, Hoffmann, Heider, Hild (27. Reintges), Oster (62. Lutz), Neunheuser (87. Wilbert), Oligschläger, Weber, Conrad, Zeneli (71. Homfeld)

SR: Sören Müller (Burgschwalbach)

Zuschauer: 140

Tore: 0:1 Weber (7.), 1:1/2:1 Tricic (15./27.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 27. Februar beim Ahrweiler BC (6., 26 Punkte). Der Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in Heimersheim erfolgt um 14.30 Uhr.

(mlat)




21 Mann beim Trainingsauftakt: Kossmann blickt positiv auf die Rückrunde

Am Mittwochabend war für die Rheinlandliga-Herren der SG 99 die Winterpause auch schon wieder vorbei. 21 Spieler konnte Trainer Kim Kossmann zum Trainingsauftakt für die Rückrundenvorbereitung auf dem Andernacher Kunstrasen begrüßen. „Die Stimmung war gut, die Jungs hatten richtig Bock“, sagt Kossmann.

Der Andernacher Kader hat sich in der Winterpause zunächst ein wenig verkleinert. Mit Tim Schleich (Saffig), Florian Dünker (Oberzissen) sowie Drinor und Drilon Demiraj (beide Plaidt) haben vier Spieler den Verein verlassen. Während Kossmann die Abgänge von Schleich und Dünker zu ihren Heimatverein gut verstehen kann, findet er vor allem beim Wechsel von Drilon Demiraj schade, dass er nicht „mehr Geduld“ gehabt habe. „Er ist ein richtig guter Fußballer, bei dem ich hoffe, dass er seinen Weg geht“, sagt Kossmann. Neben den Abgängen fallen auch Jakob Weiler und Lars Bockheiser für die Rückrunde aus, beide müssen sich einer Knie-Operation unterziehen.

Personell sieht es bei den Andernachern dennoch gut aus, das zeigt schon die rege Trainingsbeteiligung zum Jahresbeginn. Das liegt auch an den starken A-Jugendlichen, die ihre ersten Erfahrungen im Seniorenbereich machen sollen. „Da haben wir vier, fünf richtig gute Jungs“, sagt Kossmann. Er habe relativ viele Testspiele vereinbart, um immer wieder Jugendspieler zum Einsatz kommen zu lassen. Zum Auftakt treffen die Andernacher dabei am Sonntag um 13 Uhr auf den FC Plaidt, Vorbereitungshöhepunkt dürfte das Heimspiel am Mittwoch, 2. Februar gegen die TuS Koblenz sein.

An den Zielen der Bäckerjungen hat sich im neuen Jahr nicht viel verändert. „Jedes Spiel, das wir angehen, wollen wir gewinnen“, sagt Kossmann. „Und am Ende schauen, was dabei rauskommt.“ Ein paar Baustellen, an denen er mit der Mannschaft besonders arbeiten möchte, hat der Trainer aber ausgemacht: „Wir wollen weniger Gegentore bekommen und es taktisch etwas besser machen.“

Die Testspiele im Überblick:

Sonntag, 16. Januar: FC Plaidt (H, 13 Uhr)

Sonntag, 23. Januar: AtA Sport Urmitz (A, 15 Uhr)

Dienstag, 25. Januar: SV Melsbach (A, 19 Uhr)

Samstag, 29. Januar: SG Vordereifel (H, 15.30 Uhr)

Mittwoch, 2. Februar: TuS Koblenz (H, 19 Uhr)

Sonntag, 6. Februar: FC Metternich (A, 12.30 Uhr)

Mittwoch, 9. Februar: Sportfreunde Miesenheim (H, 20 Uhr)

Sonntag, 13. Februar: SG Weitefeld (H, 15.30 Uhr)

(mlat)




Spiel der 2. Männer abgesagt – 1. Frauen und U17-Juniorinnen spielen

Das für den Samstag um 17 Uhr vorgesehene A-Klassen-Spiel der 2. Männermannschaft unserer SG 99 Andernach gegen die SG Eich/Kell/Nickenich wurde in beiderseitigem Einvernehmen abgesagt. Stattfinden soll auf jeden Fall die Begegnung unserer U17-Juniorinnen am Samstag um 14 Uhr gegen den FSV Gütersloh (Bundesliga West/Südwest) und die Partie unserer 1. Frauenmannschaft am Sonntag um 14 Uhr gegen Eintracht Frankfurt II (2. Bundesliga). Für Zuschauer gilt: 2G für Erwachsene, 3G für 12- bis 17-Jährige (Nachweis wird beim Einlass kontrolliert), Maskenpflicht auf dem kompletten Stadiongelände (nur abzulegen beim Verzehr von Speisen und Getränken). Wir bitten höflich um Beachtung.




Versöhnlicher Hinrundenabschluss gegen Metternich

Zum Sieg hat es am Ende nicht gereicht, aber doch zu einem versöhnlichen Hinrundenabschluss in der Rheinlandliga. Nach 2:0-Führung spielte die SG 99 Andernach am Donnerstagabend zumindest 2:2-Unentschieden gegen den FC Metternich. „Das war ein gutes Spiel, der Punkt ist verdient und den nehmen wir gerne mit“, sagte ein zufriedener Trainer Kim Kossmann nach Spielende.

Dabei sah es zunächst danach aus, als ob für die Bäckerjungen noch mehr drin sein könnte. Nachdem in der Anfangsphase beide Mannschaften ihre Großchancen noch nicht nutzen konnten, waren es die Andernacher, die zunächst erfolgreich waren. Ein Schuss von Daniel Kossmann wurde im Metternicher Strafraum mit der Hand geblockt, Ole Conrad verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:0 (25.). Nach einem sehenswerten Angriff über Louis Hild und Jörn Heider konnte Kossmann sogar per Kopf auf 2:0 erhöhen (36.).

Doch Metternich schlug zurück. Kurz vor der Pause traf Bence Kast aus dem Gewühl heraus nach einer Ecke zum 2:1 (45.+1). „Wir waren die erste Halbzeit wirklich klar überlegen“, sagte Kim Kossmann. „Nach der Pause war Metternich dann einen Tick besser.“ Nach dem 2:2 durch Enrico Rössler (49.) fürchtete Andernachs Trainer sogar, dass das Spiel noch komplett kippen könnte. Doch die Gastgeber fingen sich und waren mehrfach dem 3:2 nahe. Es blieb aber bei der Punkteteilung.

Nach zuletzt schwierigen Wochen liegt in Andernach der Fokus nun auf der Vorbereitung für die Rückrunde. „Jetzt haben wir Winterpause, werden uns ein bisschen ausruhen und dann nochmal richtig angreifen“, sagte Kossmann. „Unser Saisonziel ist: Jedes Spiel das Maximum rauszuholen und dann schauen wir, wofür es am Ende reicht.“

Es spielten: S. Weber, Schmitz, Oster, Heider, Unruh, Schiffers (88. Neunheuser), Hild (80. Wagner), F. Weber (90. Drilon Demiraj), Zeneli (62. Dolon), D. Kossmann, Conrad

SR: Marco Christmann (Morshausen)

Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Conrad (25., Handelfmeter), 2:0 Kossmann (36.), 2:1 Kast (45.+1), 2:2 Rössler (49.)

Das erste Spiel nach der Winterpause bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 20. Februar 2022 um 15 Uhr beim VfB Wissen.

(mlat)

Gian Luca Dolon (r.) im Zweikampf mit seinem Metternicher Gegenspieler. Foto: René Weiss




Torreiche Derby-Niederlage in Mayen

Es war nicht die Woche der SG 99 Andernach. Drei Tage nach dem bitteren 2:3 gegen Mendig setzte es am Samstagnachmittag schon die nächste Derby-Niederlage: Mit 3:4 (3:2) unterlagen die Bäckerjungen in Mayen und verhalfen den Gastgebern damit nebenbei zu ihrem ersten Saison-Heimsieg. „Wir sind natürlich total enttäuscht“, sagte Trainer Kim Kossmann nach Spielende. „Wir hatten es heute aber auch einfach nicht verdient. Mit so vielen Fehlern kannst du kein Fußballspiel gewinnen.“

Drei Mal gingen die Andernacher vor der Pause im Nettetal in Führung, drei Mal verspielten sie ihren Vorsprung wieder. Ole Conrad sorgte nach einer scharf geschlagenen Ecke von Philipp Schmitz und einer verunglückten Rettungsaktion von Mayens Keeper Maurice Ziegler für die frühe Andernacher Führung (12.). Die hielt bis Mayens Tim Schneider frei vor dem Gästetor auftauchte und souverän zum 1:1 traf (18.). Daniel Kossmann stellte kurz darauf wieder auf 2:1 für die Andernacher (22.), bis deren Hintermannschaft Schneider erneut freie Bahn für seinen nächsten Ausgleichstreffer ließ (27.).

Beispielhaft für das fehlerhafte Hin-und-her auf dem Mayener Kunstrasen waren dann die Schlussminuten der ersten Halbzeit. Die Gäste ließen Matthias Tutas (43.) und Niklas Weis (45.+2) zwei Mal völlig frei zum Kopfball kommen und konnten sich bei ihrem jeweils stark reagierenden Torhüter Steffen Weber bedanken. Zwischen diesen beiden Szenen nutzte Ole Conrad die Konfusion im Mayener Strafraum und einen darauffolgenden Ziegler-Abpraller zur 3:2-Pausenführung (45.+2).

Standen sich bis dato beide Mannschaften im Räume-Geben in nichts nach, fanden die Mayener nach Wiederanpfiff besser in die Partie. Zunächst scheiterte Weis mit einer Großchance erneut an Weber (53.), dann hatte das Mayener Pressing Erfolg. Die weit aufgerückten Gastgeber provozierten so einen fatalen Fehlpass im Andernacher Spielaufbau, den Tobias Loosen zum Ausgleich nutzte (63.).

Als sich die Gäste wieder etwas gefangen hatten und durch Louis Hild sogar zwei Mal der erneuten Führung sehr nahe gekommen waren (68./70.), nutzte Weis auf der Gegenseite die nächste Lücke zum 4:3 für Mayen (72.). Philipp Schmitz hatte kurz vor Schluss per Foulelfmeter die Möglichkeit, zumindest noch einen Punkt für die Andernacher zu sichern, scheiterte jedoch an Ziegler (88.). „Das war ein ganz schwaches Fußballspiel“, sagte Kossmann. „Mayen hat es aber den Tick mehr gewollt und daher auch verdient gewonnen.“

Für seine Mannschaft geht es nun am Donnerstag gegen den FC Metternich darum, noch für einen versöhnlichen Jahresabschluss zu sorgen. „Wir haben gerade keine gute Phase“, sagte Kossmann. „Dennoch wollen wir gegen Metternich noch einmal punkten und uns dann in der Winterpause neu sammeln.“

Es spielten: Weber, Schmitz, Unruh (81. Homfeld), Heider (90.+3 Oster), Drinor Demiraj, Neunheuser (61. Zeneli), Wagner (46. Schiffers), Hild, Weber, Conrad, Kossmann

SR: Robert Depken (Koblenz)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1/2:3 Conrad (12./45.+2), 1:1/2:2 Schneider (18./27.), 1:2 Kossmann (22.), 3:3 Loosen (63.), 4:3 Weis (72.)

Besonderheit: Philipp Schmitz (Andernach) scheitert mit einem Foulelfmeter am Mayener Torhüter Maurice Ziegler (88.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Donnerstag, 2. Dezember gegen den FC Metternich (11., 19 Punkte). Der Anpfiff auf dem Andernacher Kunstrasenplatz erfolgt um 20 Uhr.

Konnte die Niederlage trotz manch starker Parade nicht verhindern: Andernachs Torhüter Steffen Weber. Archiv-Foto: René Weiss

(mlat)




Nach zweifelhaftem Siegtreffer: Andernach verliert Derby gegen Mendig

Trainer Kim Kossmann hatte es schon vor 14 Tagen prophezeit: Es werden schwere Wochen für die SG 99 Andernach. Nach der Corona-Zwangspause müssen die Bäckerjungen ein Mammutprogramm bewältigen. So gut der Start in die englischen Wochen mit dem 1:0 in Auw gelang, so mäßig ging es zumindest ergebnistechnisch weiter. Einem 0:5 in Kirchberg folgte ein 2:2 gegen Malberg. Am Mittwochabend wurde es auch im Derby gegen Mendig nichts mit dem nächsten Erfolgserlebnis. Die Andernacher verloren nach zwischenzeitlicher Führung mit 2:3.

„Wir haben das gut gemacht“, sagte ein dennoch zufriedener Kossmann. Dass der Andernacher Trainer nach Spielende um Fassung rang, lag am Siegtreffer der Mendiger in der 70. Minute. Nach einer Flanke von links traf Andre Marx am langen Pfosten zum 2:3. „Das war ein klares Handtor“, sagte Kossmann, dessen Eindruck nach dem Spiel durch das Beweisbild eines Fotografen bestätigt wurde. „Es ist unfassbar, dass das gegeben wird.“ So blieb nach dem Derby vor allem der fade Beigeschmack, zumindest um einen Punkt „betrogen“ worden zu sein, wie Kossmann es formulierte.

Bis zu dieser hochumstrittenen Szene bot sich den Zuschauern in Andernach ein offenes Derby mit Stärkephasen auf beiden Seiten. Nach rund einer Viertelstunde waren es zunächst die Mendiger, die sich erkennbare Vorteile erarbeiteten. Gegen den einschussbereiten Majdi Mahmud konnte Tim Hoffmann noch in höchster Not klären, der gerade erst wieder fitgewordene Andernacher Verteidiger verletzte sich jedoch bei dieser Situation und musste gleich wieder ausgewechselt werden (18.). Nach einer Mendiger Ecke drei Minuten später konnte dann niemand mehr klären und Pascal Zimmer köpfte zum 0:1 ein.

Wie gegen Malberg gerieten die Andernacher relativ früh in Rückstand, wieder schlugen sie zurück. Nach einem Ballgewinn auf der rechten Seite landete der Ball beim freistehenden Sven Schiffers, der zum 1:1 traf (26.). Philipp Schmitz drehte per Foulelfmeter die Partie und brachte die Gastgeber mit 2:1 in Führung (33.). „Wir haben mutig gespielt. Das gemacht, was wir wollten“, sagte Kossmann.

Ein Sonntagsschuss von Niklas Heinemann sorgte kurz nach der Pause für den Mendiger Ausgleich (53.). Die Gäste hatten nun teilweise wieder leichte Vorteile, erspielten sich jedoch kaum Torchancen. Dann kam das bittere 2:3 und nach einer gelb-roten Karte gegen Tim Montermann (82.) warf Andernach noch einmal alles nach vorne. Für ein Happy-End reichte es an diesem Mittwochabend allerdings nicht. „So ist Fußball“, blieb Kossmann damit nur noch als Fazit. Am Samstag gibt es in Mayen die nächste Chance auf einen Derbysieg.

Es spielten: Weber, Schmitz, Hoffmann (18. Drinor Demiraj), Unruh, Hild (65. Zeneli), Neunheuser, Schiffers (83. Oster), Wagner, Conrad, Kossmann, Homfeld

SR: Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Zimmer (21.), 1:1 Schiffers (26.), 2:1 Schmitz (33., Foulelfmeter), 2:2 Heinemann (53.), 2:3 Marx (82.)

Besonderheiten: Gelb-rote Karte gegen Montermann (Mendig, 82.)

Philipp Schmitz traf per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1 für Andernach. Foto: René Weiss

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Samstag, 17.30 Uhr beim TuS Mayen (14., 10 Punkte)

(mlat)