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Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 16

Die 16. Ausgabe des Bäckerjungen-Magazins in dieser Saison zum Heimspiel unserer 1. Männermannschaft gegen den FSV Salmrohr (Samstag, 18. Mai, 17.30 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (19 Seiten / 5,75 MB) zur Ansicht und/oder zum Download.

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Kapitän Kim Kossmann geht von Bord des Andernacher Flaggschiffs

Er ist DAS Gesicht des Vereins. Kim Kossmann spielt am Samstag um 17:30 Uhr gegen den FSV Salmrohr zum letzten Mal auf dem Andernacher Kunstrasen für die erste Mannschaft der SG 99, danach geht er von Bord des Flaggschiffs. „Schweren Herzens werde ich in der Rheinlandliga aufhören. Die Knochen wollen nicht mehr so wie ich das will,“ erklärt der scheidende Kapitän. Seinem Verein bleibt der gelernte Dachdecker dennoch erhalten. „Kommende Saison werde ich weiterhin die zweite Mannschaft trainieren und dort bei Bedarf die Schuhe schnüren als Spielertrainer,“ freut sich der gebürtige Andernacher auf die neue Aufgabe. Kai Franzke, der Vorsitzende des Fördervereins, und ebenfalls von Herzen Andernacher, schwärmt: „Kim ist eine Identifikationsfigur für den Verein und auch die Stadt. Junge Spieler schauen auf zu ihm. Er hat sich nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich toll entwickelt.“ Zum Abschluss würde sich Kossmann bei seinem letzten Heimspiel noch einmal über viele Zuschauer freuen. Vielleicht wie damals: Sein Highlight der Karriere war das Aufstiegsspiel um den Platz in der Rheinlandliga gegen den FC Germania Metternich in Mülheim-Kärlich, das mit einem 2:1 für die SG 99 endete. „Dieses Spiel vor mehr als 2000 Zuschauern werde ich niemals vergessen,“ erzählt der Fan des 1. FC Köln.

Auch als Trainer konnte der Spielmacher schon Ausrufezeichen setzen. Mit der Andernacher U19 gewann er im vergangenen Jahr den Rheinlandpokal. Kossmann liebt seine SG 99. Bis auf ein Jahr in Mendig war der junge Familienvater immer seinem blau-weißen Verein treu. Auf die Frage, was der Verein ihm bedeutet, sagt er: „Ich habe knapp acht Jahre mit Stolz das Kapitänsamt bei der ersten Mannschaft ausgeübt. Trainer war ich von der U12 bis zur U19. Der Verein ist eine Herzensangelegenheit für mich.“ Sein Verein will ihm deshalb auch einen angemessenen Rahmen für seinen Abschied ermöglichen. Vor dem Spiel wird der 32-jährige mit anderen scheidenden Spielern vom Vorstand verabschiedet. Danach gibt die Sportgemeinschaft einen aus. Kostenlose Würstchen und Freibier gibt es nach dem Spiel für alle Zuschauer, die ein Ticket für das Spiel erwerben. Eine Party kommt selten allein: Die SG 99 Andernach feiert nämlich an diesem Wochenende auch noch leicht verspätet ihr 20-jähriges Bestehen. Fußball, Fußball, Fußball gibt es deshalb vom 17. bis 19. Mai im Andernacher Stadion.

Die 2. Männermannschaft spielt am Freitagabend um 20 Uhr im Derby gegen den schon feststehenden A-Klassen-Meister FC Plaidt. Ebenfalls dann unter anderem im fußballerischen Angebot: Die A-Junioren treten in der Rheinlandliga gegen den FSV Trier-Tarforst (Samstag, 14.30 Uhr) an.  Die B-Junioren spielen in der Regionalliga Südwest gegen die TuS Koblenz (Sonntag um 13 Uhr) und die 2. Frauenmannschaft gegen den FV Rübenach (Sonntag um 13 Uhr, Rasenplatz im Stadion). Auch der Fördervereinsvorsitzende Kai Franzke freut sich auf das anstehende Wochenende und lobt die Entwicklung des Bäckerjungenclubs: „Dieser Verein hat sich super entwickelt. Vor einigen Jahren stand uns finanziell das Wasser bis zum Hals. Mit dem Konzept, auf die Jugend zu setzen und keine auswärtigen Spieler mehr zwingend zu holen, sind wir nun gesund und handlungsfähig. Wir haben natürlich auch das Glück, mit treuen Sponsoren zu arbeiten. Da kann man nur danke sagen.“ Paul Schmitz, langjähriger Betreuer der ersten Mannschaft, freut sich schon: „Emotional wird es bestimmt am Samstagabend, wenn Kim Kossmann den Kunstrasenplatz verlässt. Da werden schon Tränen fließen. Da geht eine erfolgreiche Ära zu Ende. Es wird einfach ein richtig geiles Wochenende, an dem alle noch einmal sagen können: Mach et jot, Kim!“

Treue Weggefährten (von links): Philipp Schmitz, Kim Kossmann, Kevin Müller
und Daniel Kaltenborn.

Text: Kai Franzke junior




Rheinlandliga: Derbysieg sichert Klassenerhalt

SGE Mendig/Bell – SG 99 Andernach 2:3 (1:0)

Mendig. Schöner lässt sich ein Klassenerhalt nicht feiern. Mit einem 3:2-Derbysieg in Mendig zerstreut die SG 99 Andernach nach einer schwierigen Saison die letzten Restzweifel. „Wir haben das in den letzten drei Spielen einfach gut gemacht. Ich war mir eigentlich vor der Partie sicher, dass wir auch hier etwas holen“, sagt Andernachs Trainer Franz Kowalski.

Zur Pause sah es noch nicht nach einem Andernacher Punktgewinn aus. Marcel Berg nutzte einen individuellen Fehler der Gäste zum 1:0 (20.). Für Andernach vergab Jan Hawel die beste Möglichkeit, als er nach einem Freistoß von Kim Kossmann knapp das Tor verfehlte (26.). Ansonsten blieben die Angriffe der Gäste zunächst harmlos, was sich jedoch gleich nach Wiederanpfiff ändern sollte. Auch dank eines überraschenden Startelf-Debütanten. Das Andernacher Eigengewächs Jan Engels spielt eigentlich für ein Collegeteam in den USA. Am Sonntag stand er von Beginn an in der Rheinlandliga auf dem Platz. „Jan ist für drei Monate in Deutschland und hat noch einen Pass bei uns. Er wird auch nächste Woche auflaufen“, sagt Kowalski. Die zweite Halbzeit hatte gerade erst begonnen, da traf Engels aus 20 Metern die Latte. SG-Torjäger Jan Hawel reagierte im Anschluss am schnellsten und traf zum 1:1-Ausgleich (47.).

Die Andernacher waren nun besser in der Partie. Sie wollten mehr. Sie bekamen mehr. Ein Mendiger Klärungsversuch landete vor den Füßen von Philipp Schmitz, der aus 25 Metern zum 1:2 traf (54.). Binnen acht Minuten war die Partie gedreht. Doch auch die Mendiger fingen sich noch einmal, hielten dagegen und kamen zum Ausgleich. Andernachs Schlussmann Niklas Nett konnte einen verdeckten Schuss von John Rausch nicht festhalten, der eingewechselte Mustafa Madanoglu staubte zum 2:2 ab (71.). Manadoglu hatte auch das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte aber am dieses Mal stark reagierenden Nett (77.). In der Schlussphase ging es hin und her. Hannes Lutz für Andernach (86.) und Lars Bohm für Mendig (89.) verpassten den möglichen Siegtreffer. Der gelang Ole Conrad in der Schlussminute. Nach schöner Vorarbeit von Hendrik Köhler traf er zum 3:2-Auswärtssieg für Andernach.

„Die Anspannung war vor dem Spiel schon weg. Für einen Abstieg hätte noch viel zu viel passieren müssen“, sagt Kowalski. „Dennoch ist es schön, dass wir uns diesen Sieg erkämpft haben.“ Vom Saisonende trennt die Andernacher jetzt nur noch eine Partie. Am Samstag, 18. Mai treten die Bäckerjungen auf dem heimischen Kunstrasen gegen den FSV Salmrohr an. Der Anpfiff erfolgt um 17.30 Uhr.

Mendig: Dietz, Berg, Stalph, Oster, Gilles, Wirths (66. Geisen), Schlich, Rawert, Rausch, Bohm, Heinemann (66. Madanoglu)

Andernach: Nett, Schmitz, Hoffmann, Engels, Hilt, Neunheuser, Heider, Unruh (50. Lutz), K. Kossmann (64. D. Kossmann), Conrad, Hawel (78. Köhler)

SR: Christina Hehn (Niederwerth)

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Berg (20.), 1:1 Hawel (47.), 1:2 Schmitz (54.), 2:2 Madanoglu (71.), 2:3 Conrad (90.)

Text von Marc Latsch




Rheinlandliga: Wichtiger Punkt gegen starke Wirgeser

SG 99 Andernach – Spvgg Wirges  1:1 (0:1)

Andernach. Das 1:0 bei der SG Ellscheid war der erste große Schritt zum Klassenerhalt, das 1:1 gegen die Spvgg Wirges der nächste kleine. Die SG 99 Andernach war nach dem Punktgewinn gegen den Mitkonkurrenten aus dem Westerwald schon am vergangenen Mittwoch die gröbsten Abstiegssorgen los. „Das müsste es gewesen sein“, sagte Andernachs Trainer Franz Kowalski.

Dabei sah es für die Gastgeber lange Zeit eher nach einer Klatsche aus. Wirges war vor der Pause die eindeutig bessere Mannschaft und hätte eigentlich schon in der Anfangsphase alles klar machen müssen. David Roehrig (4.) und Steffen Klöckner scheiterten am Aluminum (9.), SG-Schlussmann Niklas Nett parierte stark gegen Dennis Simon (5.) und Dama Kanoute (11.). Erstaunlich, dass die Andernacher überhaupt so lange ohne Gegentor durchhielten, nach 19 Minuten war es dann aber so weit: Klöckner traf aus 15 Metern unhaltbar zum 0:1 ins rechte Eck. Auch mit der Führung im Rücken waren die Wirgeser klar überlegen. Roehrig (21.), Marlin Schmidt (27.) und Simon (32.) vergeben weitere gute Möglichkeiten. Die Andernacher ließen das über weite Strecken einfach über sich ergehen. Eigene Chancen: Fehlanzeige.

Immerhin: Nach der Pause entwickelte sich eine Partei auf Augenhöhe. „In der zweiten Halbzeit kamen wir endlich besser ins Spiel“, sagte Kowalski. Zwar spielten die Gastgeber weiterhin kaum gefährlich nach vorne, doch endlich endete der Wirgeser Dauerdruck. Aus dem Nichts fiel dann beinahe der Ausgleich. Daniel Neunheuser überraschte mit einem Schuss aus knapp 40 Metern Deniz Sakalakoglu, den nur der Pfosten rettete (58.). Die überhaupt erst zweite Andernacher Tormöglichkeit brachte schließlich das 1:1 durch Maximilian Hilt (77.). Beide Teams schienen mit der Punkteteilung mehr oder weniger zufrieden zu sein. Lediglich Marco Kerch hatte für Wirges noch einmal das 2:1 auf dem Fuß (87.), scheiterte jedoch knapp. „Alles in Allem ging das Unentschieden in Ordnung“, sagte Kowalski.

Andernach: Nett, Schmitz, Hoffmann, Heider, Hilt, Neunheuser, Unruh, Zeneli (66. D. Kossmann), K. Kossmann (61. Köhler), Conrad, Hawel

Wirges: Sakalakoglu, Haas, Schlich, Gombert, Al-Khaldi, Romes, Schmidt (80. Hatoum), Simon, Kanoute (65. Korkmaz), Roehrig (82. Kerch), Klöckner

SR: Jan Lehmann (Birlenbach)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Klöckner (19.), 1:1 Hilt (77.)

Text von Marc Latsch




A-Klasse: Rheinlandligareserve schenkt Kruft einen Punkt

DJK Kruft – SG 99 Andernach II  3:3 (1:3)

Von Wettbewerbsverzerrung konnte keinesfalls die Rede sein. Dazu ist die Rivalität unter den Spielern, darunter einige Ex-Andernacher auf Krufter Seite – zu groß. Spielerisch  limitierte Krufter lagen verdient nach 17 Minuten 0:1 zurück. Maicol Oligschläger gelang der gut herausgespielte Treffer. Etwas überraschend kam die Heimelf zum Ausgleich durch Dennis Klapperich per Kopfball. Nach einer weit geschlagenen Flanke lag ein Stellungsfehler bei der SG 99 II zugrunde ( 26.  Min. ). Unbeeindruckt agierten die Gäste und nutzten Fehler im Aufbauspiel noch vor der Pause zu einem Doppelschlag. Erst versenkte Jakob Weiler das Leder zum 1:2 in der 42.Min. und dann traf erneut Maicol zum 1:3 ins Krufter Tor ( 44.) . Zwar wollten die Hausherren nach der Pause schnell den Anschlußtreffer, doch die weitaus besseren Chancen lagen auf Andernacher Seite. Die dickste Möglichkeit hatte Tobias Wagner. Dessen Schuß aus kürzester Distanz wehrte Krufts Keeper Alexander Welsch mit einem Reflex ab. Mit einem dritten Treffer wäre die Partie wohl gelaufen gewesen. War sie aber nicht, denn ein unerwarteter Pfostentreffer ( 67. Min. ) schien die Heimelf wieder zu beleben. Nach einigen Wechseln beim Gast kamen die Krufter allmählich zu Oberwasser. Dennoch waren die Bemühungen ziemlich überschaubar bis nach einem Eckball doch der 2:3 Anschlußtreffer durch Stefan Klein zustande kam ( 85.) . Dabei machte die Defensive der Gäste nicht gerade einen souveräen Eindruck. Nun erst warf die DJK Kruft alles nach vorne. Tatsächlich gelang noch das Remis gegen nachlassende Bäckerjungen. Stefan Klein war der Schütze zum 3:3 nach 92 Minuten. Zu mehr sollte es aber nicht mehr reichen.

Das letzte Spiel der Saison bestreitet die SG 99 II gegen den als Meister feststehenden FC Plaidt am Samstag, 18.05. um 18 Uhr in Andernach.

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, T.Lin Chamnankit,  Philip Oster, Ibrahim Isler, Jakob Weiler, Kevin Müller, Yannik Velthaus, Maicol Oligschläger, Max Hildebrandt,  Daniel Kaltenborn, Jonathan Burgmer, Kamil Grygo, Tobias Wagner und Timo Puderbach

Text und Bild von Siegfried Wesselmann

Luftkampf zwischen Chris Durwen und Kamil Grygo ( Blau/SG 99 II )




Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 15

Die 15. Ausgabe des Bäckerjungen-Magazins in dieser Saison zu den Heimspielen unserer 1. Männermannschaft gegen die Spvgg EGC Wirges (Mittwoch, 8. Mai, 20 Uhr) und unserer 1. Frauenmannschaft gegen Wormatia Worms (Sonntag, 12. Mai, 14 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (17 Seiten / 5,50 MB) zur Ansicht und/oder zum Download.

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Rheinlandliga: Andernach nähert sich dem Klassenerhalt

SG Ellscheid – SG 99 Andernach 0:1 (0:0)

Gillenfeld. Am 27. Oktober 2018 gewinnt die SG 99 Andernach mit 3:2 in Wirges. Ole Conrad, Kim Kossmann und ein Eigentor ebnen den Weg zum knappen Erfolg. Es bleibt der letzte Auswärtssieg für mehr als ein halbes Jahr. Andernach rutscht immer tiefer in den Abstiegskampf. Bis zum vergangenen Sonntag. Das 1:0 bei der SG Ellscheid beendet nicht nur die Negativserie. Es ist ein Big Point bei einem direkten Konkurrenten. Drei Spieltage vor Schluss haben die Andernacher nun immerhin vier Punkte Vorsprung auf den wahrscheinlich ersten Abstiegsplatz. Der Klassenerhalt rückt näher.
Als Schiedsrichter Jan-Hagen Engel nach über 98 Minuten die umkämpfte Partie auf dem Gillenfelder Kunstrasen beendet ist die Erleichterung im Lager der Gäste riesig. „Wir hatten weniger Ballbesitz, aber das war so geplant“, sagte Andernachs Trainer Franz Kowalski. „Die defensive Stabilität war wichtig. Dadurch haben wir gewonnen.“ Die entscheidenden Szene des Tages ereignet sich nach 61 Minuten. Ein Einwurf von Philipp Schmitz, der Ball landet auf Umwegen vor den Füßen von Kapitän Kim Kossmann. Ein Schuss aus zwölf Metern: das 0:1.

Bis dahin bot das Spiel wenig unterhaltsames. Zwei Mannschaften, die wollten, aber zunächst nicht konnten. Zwei Halbchancen der Ellscheider durch Elias Otto (26.) und Peter Schröder (31.). Eine große Konterchance der Andernacher durch Daniel Neunheuser (49.), bei der sich Ellscheids Torhüter Daniel Neisius obendrein verletzte. So sehr, dass er nach minutenlanger Behandlungsunterbrechung ausgewechselt werden musste. Ein Umstand der für die zweitwichtigste Szene des Tages noch eine Rolle spielen sollte. Denn nach weniger als 20 Minuten war die Partie auch für Neisius-Vertreter Stefan Diedrich vorzeitig beendet. Der wehrte eine Großchance von Ole Conrad nämlich vor der Strafraumgrenze mit der Hand ab und sah zurecht die Rote Karte (68.).

Mit einem Feldspieler im Tor und in Unterzahl mussten die Ellscheider dem Rückstand hinterherlaufen. Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, drängten die Andernacher weiterhin in ihre eigene Hälfte. Wirklich große Ausgleichschancen hatten sie nicht. Gefährlicher waren da noch die Vorstöße der Gäste. Die besten Kontermöglichkeiten vergab der eingewechselte Hendrik Köhler (82./90.+8). So blieb es bis in die letzten Momente der scheinbar ewigen Nachspielzeit spannend. Mit dem besseren Ende für Andernach. „Jetzt können wir am Mittwoch gegen Wirges den letzten Schritt machen“, sagte Kowalski nach Spielende seiner Mannschaft. Der Anpfiff auf dem Andernacher Kunstrasen erfolgt um 20 Uhr.

Ellscheid: Neisius (51. Diedrich), Grafen, Engel, Augarde, Back, Fritz, Schweisel, Schröder (60. Dax), Boos, Abuzarad, Otto (73. Neumann)

Andernach: Nett, Schmitz, Hoffmann, Hilt, M. Begen, Neunheuser, Unruh (90. Bajrami), Heider, K. Kossmann (63. Köhler), Conrad, Hawel (79. D. Kossmann)

SR: Jan Hagen Engel (Monzelfeld)

Zuschauer: 230

Tor: 0:1 K. Kossmann (61.)

Besonderheit: Rote Karte gegen Diedrich (Ellscheid, 68.) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums.

Text von Marc Latsch




A-Klasse: Rheinlandligareserve liefert vogelwilde Vorstellung

SG 99 Andernach II – SV Remagen 4:4 (1:1)

Für die Elf von Kim Kossmann war das Spiel ebenso bedeutungslos wie für den Gast. Die SG 99 Andernach II war längst gesichert und der SV Remagen bereits abgestiegen. Umso erstaunlicher präsentierten sich die beiden Mannschaften. Die Heimelf ging stark ersatzgeschwächt ins Rennen, der Gast legte los, als ging es um alles oder nichts. Mangelnde Cleverness vor dem Andernacher Tor verhinderte die Gästeführung. Ein kluger Spielzug reichte der SG 99 II zur Führung durch Maicol Oligschläger. Vorarbeit leistete Enis Bajrami ( 1:0/ 17.) Etienne Retterath im Andernacher Gehäuse verhinderte mit sehenswertem Reflex den Ausgleich aus kürzester Entfernung, musste aber bei der folgenden Ecke durch zögerliches Verhalten den Ausgleich hinnehmen 1:1/ 24. /Florian Bücklers. Das Chancenverhältnis in Hälfte eins lag klar zugunsten des SV Remagen. Die zweite Spielhälfte sah weiterhin quirlige Gästestürmer und eine Defensive der Hausherren, die wenig konsequent verteidigte. Die erneute Führung zum 2:1/49.Min. mittels Schlenzer vom Strafraumeck von Drinor Demiraj brachte keine Sicherheit. Wie im Hinspiel versenkte Remagen kurz darauf einen Freistoß unhaltbar aus 20 Metern zum 2:2/ 51.Min./ Lokman Ünal.

Nun parierte Etienne erneut in höchster Not am Fünfmeterraum. Statt 2:3 für Remagen brachte der folgende Konter Enis Bajrami in Position. Auf Kosten eines Strafstoßes brachte Remagens Torwart Enis zu Fall . Patrick Sesterhenn verwandelte eiskalt zum 3:2 / 56.Min. Mit einem perfekten Spielzug verpasste Max Hildebrandt freistehend mitten vor dem Tor eine Art Vorentscheidung. Das Leder rollte wenige Zentimeter am

Pfosten vorbei ins Aus (72.Min.) . Quasi im Gegenzug schaffte Remagen mittels Flanke das 3:3/ L.Ünal /74.Min. Damit nicht genug, der nächste Angriff schloß Lokman Ünal mit seinem dritten Treffer sogar zur 3:4 Gästeführung ab ( 76.Min. ) . Eine Blamage für die sonst recht heimstarke Rheinlandligareserve hing in der Luft. Bis zum Spielende berannte die SG 99 II das Remagener Tor. Tatsächlich schaffte Maicol Oligschläger kurz vor Spielende noch das 4:4 mittels Drehschuß aus 10 Metern ins lange Eck. Der Einsatz der Gäste war angesichts ihrer Tabellensituation bewundernswert. Trotz der vier Treffer war der Andernacher Keeper der Garant für den Punktgewinn. Normalerweise hätte der SV Remagen heute einen Sieg verdient gehabt. Das letzte Auswärtsspiel bestreitet die SG 99 II am So.12.05. um 14.30 Uhr bei der abstiegsbedrohten DJK Kruft . Hinspiel lautete 2:1 für Kruft in Andernach !

Für die SG 99 II spielten: Etienne Retterath, Kevin Müller, Philip Oster, Kamil Grygo, Ibrahim Isler, Drinor Demiraj, Patrick Sesterhenn, Enis Bajrami, Daniel Kaltenborn, Max Hildebrandt, Maicol Oligschläger, Kevin Lewerenz, Andreas Reiswich und Timo Puderbach

Text von Siegfried Wesselmann




Rheinlandliga: Punktgewinn unter widrigen Umständen

SG 99 Andernach – SV Mehring  1:1 (1:0)

Andernach. Es sind keine leichten Wochen für die SG 99 Andernach. Die Bäckerjungen sind im Abstiegskampf der Rheinlandliga noch nicht gerettet und die personellen Probleme werden immer größer. Schon vor dem Spiel gegen Mehring fielen fünf Spieler aus, noch während der ersten Halbzeit mussten mit Hakan Külahcioglu und Jonathan Burgmer zwei weitere Andernacher verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Unter diesen Umständen war das 1:1 gegen den Tabellenfünften aus Mehring ein Erfolg.

„Wir wollten mindestens einen Punkt holen“, sagt Andernachs Trainer Franz Kowalski. „Unsere Personalsituation ist brutal. Da sind wir nicht so vermessen, dass wir sagen: Zuhause hauen wir jeden Gegner weg.“ Dementsprechend defensiv gingen die Gastgeber die Aufgabe am Samstag an. Setzten auf ihr schnelles Umschaltspiel. Nach fünf Minuten wäre das beinahe erfolgreich gewesen. Doch Ole Conrad setzte den Ball freistehend über das Tor (5.). Danach waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft, erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Andernachs Schlussmann Niklas Nett konnte sich gleich mehrfach auszeichnen. Der Führungstreffer fiel jedoch auf der Gegenseite. Nach einem Eckball von Kim Kossmann konnte die Mehringer Hintermannschaft nicht entscheidend klären. Jan Hawel staubte zum 1:0 ab (45.+1).

In der zweiten Halbzeit bekamen die Andernacher Mehring besser in den Griff. Ole Conrad hatte sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend am Mehringer Torhüter Philipp Basquit (55.). Stattdessen nutzte Fabio Fuhs einen Konter zum 1:1 (60.). Das Spiel blieb eine offene Angelegenheit. Hendrik Köhler hatte kurz vor Schluss sogar den Andernacher Siegtreffer auf dem Fuß (84.), scheiterte jedoch ebenso wie Nico Neumann auf der Gegenseite (77.) am Torhüter. So bleib es beim 1:1, mit dem Kowalski gut leben konnte: „Wir haben jetzt 35 Punkte. Wenn man sich die Tabelle ansieht, kann das Unentschieden noch wichtig werden.“

Andernach: Nett, Schmitz, Hoffmann, M. Begen, Unruh, Burgmer (28. Hilt), H. Külahcioglu (42. Lutz), Zeneli, K. Kossmann (70. Köhler), Conrad, Hawel

Mehring: Basquit, Schmitt, Selmane, T. Meeth (46. P. Meeth), Meyer, Eiden, S. Dietz, Jost, A. Dietz (82. Becker), Fuhs (85. Brendel), Neumann

SR: Felix Eliah Salzmann

Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Hawel (45.+1), 1:1 Fuhs (60.)

Text von Marc Latsch




Rheinlandliga: Andernach rutscht tiefer in den Abstiegsstrudel

VFB Linz – SG 99 Andernach  3:1 (1:1)

Linz. Es sollte der Befreiungsschlag werden. Gegen die kriselnden Linzer wollte die SG 99 Andernach am Osterwochenende endlich wieder auswärts erfolgreich sein und die Abstiegszone der Rheinlandliga weit hinter sich lassen. Es kam anders. Lediglich in einer kurzen Phase der zweiten Halbzeit wirkten die Gäste präsent, setzten die Linzer unter Druck. Ansonsten waren die Gastgeber dominant und setzten sich letztendlich hochverdient mit 3:1 durch.

„Wir machen uns das Leben selber schwer“, sagte Andernachs Trainer Franz Kowalski. „Die Qualität fehlt derzeit einfach. Wir können auswärts nicht mehr gewinnen.“ Selbst dann nicht, wenn der Start gelingt. Nach einer Ecke von Kim Kossmann köpfte Jan Hawel die Andernacher nach sieben Minuten bereits mit 1:0 in Führung. Dennoch waren die Linzer von Beginn an besser im Spiel und sorgte für den schnellen Ausgleich. Manuel Rott war zu flink für Jörn Heider und traf freistehend zum 1:1 (12.). Es spielten nun nur noch die Linzer, während die Andernacher das Unentschieden irgendwie in die Pause retteten. Manuel Rott (22./23.), Benedikt Joch (29.) und Guido Lemke (30.) vergaben zuvor noch gute Tormöglichkeiten.

Das Glück der Andernacher war nach Wiederanpfiff aufgebraucht. Die Hintermannschaft der Gäste ließ Lemke zu viel Platz, der traf von der rechten Seite zum überfälligen 2:1 (57.). Danach wachten die Andernacher auf, spielten plötzlich mutig nach vorne. Georg Egorov scheiterte aus dem Rückraum am Linzer Schlussmann Lothar Hilkes (63.). Einen Kopfball von Melih Taha Begen klärte ein Abwehrspieler auf der Linie (65.). Alle Andernacher Hoffnungen endeten jedoch in der 73. Minute. Diesmal hatte Michael Fiebinger zu viel Platz, den er aus 20 Metern zum 3:1 nutzte. Danach kam von den Andernacher nicht mehr viel. Im Gegenteil: Fabian Weber (76.) und Fiebiger (90.+2) hätten den Linzer Sieg noch weiter in die Höhe schrauben können.

Linz: Hilkes, Aslan, Dillmann, E. Becker, Mo. Rott, Y. Becker, Tolaj (88. Kyrion), Joch, Lemke (71. Weber), Fiebiger, Ma. Rott (90.+2 Schmitz)

Andernach: Nett, Schmitz, Hoffmann, Heider, M. Begen, Neunheuser, Unruh, Egorov, K. Kossmann (60. Köhler), H. Külahcioglu, Hawel

SR: Christopher Groß (Nastätten)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Hawel (7.), 1:1 Rott (12.), 2:1 Lemke (57.), 3:1 Fiebiger (73.)

Text von Marc Latsch