Erbitterter Widerstand: SG 99 muss sich dem 1. FC Köln spät mit 1:3 geschlagen geben

Ab durch die Mitte: Lisa Umbach nimmt es hier gleich mit zwei Kölnerinnen auf.

Mehr als nur Fußball: Vor dem Spitzenspiel der 2. Frauen-Bundesliga Süd gegen den 1. FC Köln sendete die SG 99 Andernach geschlossen eine T-Shirt-Genesungsbotschaft an ihre verletzte Torhüterin Jana Theisen, die ihrem Team nach dem im Spiel gegen Eintracht Frankfurt II erlittenen Kreuzbandriss lange fehlen wird. Nach dem Anpfiff des Gipfeltreffens nahm die Begegnung zunächst den prognostizierten Verlauf: Die Bäckermädchen lagen gegen den Favoriten nach Toren von Amber Barrett (16.) und Sharon Beck (31.) relativ zügig mit 0:2 im Rückstand. Doch spätestens im zweiten Durchgang waren die Bäckermädchen voll auf Augenhöhe – mehr noch: Denn nach dem Anschlusstreffer durch Kapitänin Magdalena Schumacher (65.) kratzte die SG 99 eine ganze Weile am Ausgleich. „Wir haben viel mehr Initiative gezeigt und waren in der zweiten Halbzeit besser als der FC“, erklärte SG-Trainer Florian Stein die wundersame Wandlung. Spät sorgte ein Strafstoß letztlich für die Entscheidung zugunsten der Kölnerinnen. Zuvor hätte die Schiedsrichterin aber auch auf der Gegenseite auf den Punkt zeigen können, doch ein klares Handspiel im Strafraum des „Effzeh“ blieb ungeahndet. So war es der ehemaligen Nationalstürmerin Mandy Islacker, 2016 Olympiasiegerin mit dem deutschen Team, vorbehalten, mit dem verwandelten Elfmeter die arg verspätete „Herbstmeisterschaft“ des Titelaspiranten einzutüten (84.). Die SG 99 beendete die respektable Hinrunde als Tabellenzweiter, behält aber in der nur neun Mannschaften umfassenden Teilstaffel trotz veritabler Bilanz die nur vier Zähler entfernte obere Grenze der Abstiegszone fest im Blick. Am kommenden Sonntag um 11 Uhr geht es schon zu Hause weiter mit der ersten Rückrundenpartie gegen den FC Ingolstadt 04.

Fotos: picsahr.de und Norbert J. Becker