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Alemannia Aachen erteilt der U17 eine Lehrstunde

Der Vorbereitungshöhepunkt für die Andernach B1-Jugend endete am Samstag mit einer hohen Niederlage. Beim 0:10 gegen den Junioren-Bundesligisten Alemannia Aachen hielten die Bäckerjungen, anders als das Ergebnis aussagt, jedoch lange ordentlich mit.

Die Alemannen ließen von Beginn an nichts anbrennen und legten mit einem frühen Tor in der 3. Minute bereits den Grundstein für eine torreiches Begegnung. Wer aber dachte, dass jetzt ein Schützenfest folgen würde, sah sich zunächst getäuscht. Die Jungs von Trainer Markus Hilbig spielten munter mit und hatten ihrerseits in der 18. Minute durch Jasin Ibrahimi eine Großchance, die der Aachener Keeper nur mit Mühe vereiteln konnte. In der 24. Spielminute prüfte die SG abermals, nach einer schön getretenen Ecke und einem tollen Kopfball, den Schlussmann der Aachener.

Je näher man der Halbzeitpause kam, umso deutlicher erhöhte der Bundesligist den Druck. Mit schnellem Kombinationsspiel verschafften sich die Alemannen dann doch deutliche Vorteile. Die Geschwindigkeit und die Ballsicherheit der Aachener in den Ballstafetten stellten die Jungs

Trotz hartem Kampf waren die Gäste aus Aachen am Ende für die Andernacher deutlich zu stark. Foto: Tobias Jenatschek

vom Rhein zunehmend vor Probleme und es schlichen sich individuelle Fehler ein. So kam es kurz vor dem Halbzeitpfiff noch zu zwei weiteren Toren, die eindeutig durch Fehler der Andernacher begünstigt wurden.

Nach dem Anpfiff der 2. Hälfte konnten die Bäckerjungen mit großem Einsatz und viel Kraft die Partie noch einigen Zeit offen gestalten. Aber nach etwa einer Stunde Spielzeit waren wohl alle Messen für die tapferen Andernacher gesungen. Der Bundesligist zog nun alle Register seines Könnens und die Tore fielen wie die reifen Früchte.

Wie aus dem Lehrbuch rollte nunmehr Angriff auf Angriff auf das Tor der Bäckerjungen. Mit nachlassender Kraft, man hatte eine harte Trainingswoche mit intensiven Einheiten und einem Testspiel (4:1 in Wittlich) hinter sich, wurden jetzt die Unterschiede immer spürbarer. Für die bevorstehende Meisterschaft bleibt dennoch eine erlebnisreiche Begegnung, in der man lange gut mithalten konnte.

Am darauffolgenden Sonntag kam es als Abschluss der Vorbereitungsspiele noch zu einer Begegnung gegen den Karbener SV (2. Liga Hessen). Die Hessen gaben ein starkes Gastspiel ab und nahmen einen verdienten 4:1-Sieg mit in den Großraum Frankfurt.

Am Sonntag, den 5. September steht um 15 Uhr das erste Meisterschaftsspiel der Regionalliga Südwest auf dem Andernacher Kunstrasen auf dem Programm. Gegner ist die DJK Schifferstadt. Hier kann die Zielsetzung nur ein Punktgewinn sein. Die Jungs werden gut vorbereitet in die Partie gehen und der Verein würde sich über eine rege Zuschauerresonanz freuen.

(bu)




„Unfassbare Mentalität“: SG 99 gewinnt 3:2 gegen Ahrweiler

Zwei Spiele ist die neue Rheinlandliga-Saison nun alt und so langsam verdeutlicht sich ein erster Eindruck: Die SG 99 Andernach will genau da weitermachen, wo sie vor dem Corona-Saisonabbruch im vergangenen Jahr aufgehört hatte. Auf das 0:0 gegen Wissen zum Auftakt folgte am Sonntag ein starker 3:2-Heimsieg gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Ahrweiler. „Die Mentalität der Jungs ist einfach unfassbar“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann.

Damit meinte Kossmann das nicht mehr für möglich geglaubte Comeback seiner Mannschaft, die zu Beginn der zweiten Halbzeit ihre einzig schlechte Phase hinlegte. „Die 25 Minuten nach der Pause war Ahrweiler die deutlich bessere Mannschaft“, musste auch er eingestehen. Almir Porca (58.) nach maßgenauer Flanke und Spielertrainer Andreas Dick (65.) nach einem Eckball drehten ein Andernacher 1:0 in eine 2:1-Führung für die Gäste. Es war auch die einzige Phase, in der es für Ahrweiler so lief, wie es sich Dick wohl insgeheim für die gesamten 90 Minuten ausgerechnet hatte. Die Gäste drückten und schnürten die Andernacher am eigenen Sechzehner. Ansonsten hatte die spielstarke Ahrweiler Mannschaft nur wenig Freude am Gastspiel bei aufopferungsvoll kämpfenden Bäckerjungen.

Auch nach dem doppelten Nackenschlag kam Andernach zurück, und wie: Nur eine Minute nach dem Rückstand stellte Maicol Oligschläger nach einem Eckball von Daniel Kossmann auf 2:2. Philip Oster sorgte schließlich sogar für den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer (81.). Nach Kossmann-Freistoß und Verlängerung von Tim Hoffmann, der zudem ein überragendes Spiel in der Andernacher Innenverteidigung machte, musste Oster aus kurzer Distanz den Ball „nur“ noch über die Linie drücken. „Wie wir nach dem 1:2 wieder zurückgekommen sind, war großartig“, sagte Kossmann.

So spannend und am Ende erfolgreich die zweite Halbzeit für Andernach verlief, es hätte gar nicht so weit kommen müssen. Gerade in der Anfangsphase dominierten die Bäckerjungen ihre ambitionierten Gäste nach Belieben. Ahrweiler wirkte vor allem auf den Außenpositionen erstaunlich überfordert. Daniel Kossmann traf zwar nach schöner Vorarbeit von Maicol Oligschläger zum frühen 1:0 (8.). Die knappe Führung war zur Pause jedoch angesichts der Andernacher Chancenflut beinahe enttäuschend. „Wir hätten 3:0 oder 4:0 führen müssen“, sagte Kossmann. Oliver Kubatta (6.) und immer wieder Ole Conrad (12./20./21.) brachten den Ball jedoch trotz bester Möglichkeiten nicht im Tor unter.

 

Philip Oster (hier beim Pokalspiel in Immendorf) erzielte gegen Ahrweiler den 3:2-Siegtreffer. Foto: Didi Mühlen

Dass nach der Pause seine Elf zunächst ein wenig den Faden verlor, machte Kossmann auch an der verletzungsbedingten Auswechslung von Conrad (Zerrung) fest. „Ole ist ein Unterschiedspieler“, lobte sein Trainer. In der Schlussphase hätte das Spiel dann durchaus auch in die andere Richtung kippen können. Beim Stand von 2:2 profitierte Porca von einem verunglückten Abschlag des Andernacher Schlussmanns Steffen Weber, sein Lupfer ging allerdings über das Tor (74.). Bei den anderen beiden Ahrweiler Großchancen stand Weber dann rein positiv im Mittelpunkt. Zwei Freistöße von Porca (77.) und Paul Gemein (88.) parierte er stark und rettete den Andernachern somit ihre verdienten drei Punkte. Daran hatte auch der kopfballstarke Neuzugang Marc Homfeld seinen Anteil. In der 74. Minute eingewechselt, machte er in seinem ersten Rheinlandligaspiel so manchen wichtigen Ball fest. „Jeder weiß jetzt, warum wir Marc geholt haben“, sagte Kossmann. „Er ist eine Rakete in der Luft.“

Es spielten: Weber, Hoffmann, Schmitz, Heider, Wagner, Unruh (61. Oster), Wagner, Kubatta, Conrad (46. Külahcioglu), Oligschläger (74. Homfeld), Kossmann

SR: Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Kossmann (8.), 1:1 Porca (58.), 1:2 Dick (65.), 2:2 Oligschläger (66.), 3:2 Oster (81.)

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 5. September beim TuS Montabaur (16., 1 Punkt). Der Anpfiff im Mons-Tabor-Stadion erfolgt um 14.30 Uhr.

(mlat)




0:0 gegen Wissen: Andernach startet torlos in die Saison

Im ersten Rheinlandliga-Spiel der neuen Saison war für die SG 99 Andernach und ihre Anhänger eigentlich alles drin. Enge Zweikämpfe, Emotionen, Großchancen. Kurz gesagt: Beste Unterhaltung, bei der nur die Tore fehlten. So hieß es am Ende 0:0 zwischen den Andernachern und den Gästen aus Wissen. Für solche Spiele wurde einst die Formulierung „ein torloses Unentschieden der besseren Sorte“ erfunden.

„Dass das Spiel 0:0 ausgeht, ist eigentlich eine Frechheit“, sagte Andernachs Trainer Kim Kossmann, der sich bei allen Emotionen mit seinem Kollegen Thomas Kahler vom VfB Wissen über die entscheidenden Dinge einig war. Es sei ein umkämpftes, aber nicht unfaires Spiel gewesen und das Ergebnis sei gerecht, da beide Mannschaften ihre Druckphasen hatten, in denen ihnen nicht das entscheidende Tor gelang. „Es hat Spaß gemacht“, ergänzte Kossmann.

Dabei dürfte Andernachs Trainer vor allem an die ersten 45 Minuten gedacht haben. Zunächst waren es nämlich die Gastgeber, die dem Führungstreffer deutlich näher waren. Daniel Kossmann (14.), Tobias Wagner (27.) und Ole Conrad (45.+1) waren jeweils schon auf und davon, scheiterten aber entweder an starken Reaktionen von Gästekeeper Philipp Klappert oder, im Fall von Conrad, am eigenen zu ungefährlichen Abschluss. Andernach hatten vor der Pause mehr Chancen und mehr Spielanteile, gerade gegen Ende der ersten Halbzeit kamen jedoch auch die Wissener besser in die Partie. Die beste Chance vergab Max Ebach, als er den Ball aus rund 15 Metern an die Latte setzte (44.).

Wissens Trainer Kahler gefielen hingegen weite Teile der zweiten Halbzeit besonders gut, in der Andernach in einigen Szenen nur mit Mühe einen Gegentreffer verhindern konnte. Zweimal war es Schlussmann Steffen Weber, der gegen den eingewechselten Yanick Tsannang parierte (59., 79.). Einmal war Weber bereits geschlagen, doch Tim Hoffmann verhinderte mit einer starken Rettungsaktion gegen Lukas Becher das 0:1 (61.). Bis zuletzt hätte die Partie allerdings auch in die andere Richtung kippen können. Das beste Beispiel bot Hakan Külahcioglu, der nach schöner Vorarbeit von Conrad nur noch vom herausstürmenden Klappert gestoppt werden konnte (79.). So hatte ein zufriedener Kim Kossmann am Ende eigentlich nur einen Verbesserungsvorschlag für seine Mannschaft: „Tore schießen“.

Es spielten: Weber, Schmitz, Hoffmann, Unruh, Hild (12. Oster), Heider, Weber, Wagner (76. Kubatta), Conrad, Kossmann, Zeneli (46. Külahcioglu)

SR: Philipp Michels

Zuschauer: 200

Tore: keine

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 29. August um 15.30 Uhr. Dann gastiert der Ahrweiler BC auf dem Kunstrasenplatz am Andernacher Stadion.

(mlat)




Vorbereitung: B-Junioren treffen auf Alemannia Aachen

Die B1-Jugend der SG 99 hat nach der erfolgreichen Teilnahme am Rheinlandpokal, wo man im Endspiel den Sportfreunden Eisbachtal nur knapp und ganz unglücklich unterlag, in den letzten Wochen eine Reihe von Vorbereitungsspielen absolviert. Hierbei wurden Spieler getestet, Systeme ausprobiert und Umstellungen vorgenommen. In der kommenden Woche kommt es zum Abschluss der Vorbereitung allerdings noch zu Paarungen, die eine herausragende Bedeutung haben.

Zunächst spielt die Mannschaft am Donnerstag, 26. August um 19 Uhr in Wittlich gegen den Rheinlandligisten JFV Wittlicher Tal. Nur zwei Tage später folgt dann der absolute Höhepunkt: Am Samstag, 28. August um 12 Uhr treffen die Andernacher Junioren auf dem Nickenicher Hybridrasen (Laacher Straße) auf den Bundesligisten Alemannia Aachen. Das Team ist ein absoluter Hochkaräter im deutschen Jugendfußball und trifft in der Liga auf Vereine wie Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach oder den 1.FC Köln. Dennoch wollen die Gastgeber den Aachenern das Leben so schwer wie möglich machen.

Zum Abschluss des Wochenendes geht es am Sonntag, 29. August um 13 Uhr auf dem heimischen Kunstrasen in Andernach gegen den Karbener SV. Der Karbener Nachwuchs aus dem Großraum Frankfurt spielt in der Hessenliga, die in Hessen die zweithöchste Spielklasse darstellt. Auch diese Partie verspricht eine Begegnung mit hohem Anspruch zu werden.

Alle Interessierten sind herzlich zu den Spielen eingeladen.

(BU)




Kostenloser Download: Das digitale Bäckermädchen-Magazin – Ausgabe 1

Die erste Ausgabe des digitalen Bäckermädchen-Magazins in dieser Saison zum Heimspiel unserer 1. Frauenmannschaft gegen den BV Borussia Bocholt (Sonntag, 15. August, 14 Uhr) gibt’s HIER als digitale Version (18 Seiten / 11,5 MB) zur Ansicht und/oder zum Download:

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Rheinlandpokal: SG 99 scheitert an Angstgegner Immendorf

Eine Stunde nach Spielende funktionierte bei Kim Kossmann zumindest der Galgenhumor wieder. „Wir haben glaube ich noch nie gewonnen in Immendorf. Da werden wir nicht mehr hinfahren, egal was ist“, sagte der Andernacher Trainer mit einem Augenzwinkern. Wie in der Vorsaison war da seine Mannschaft gerade beim Bezirksligisten aus der Koblenzer Vorstadt in der ersten Rheinlandpokalrunde ausgeschieden. Nach dem 1:2 vor einem Jahr endete die Partie am Sonntag sogar 0:2 aus Andernacher Sicht.

„Natürlich hatten wir nicht unseren allerbesten Tag, aber das Glück war auch nicht auf unserer Seite“, sagte Kossmann zu dem, was er 90 Minuten lang auf dem Immendorfer Kunstrasen gesehen hatte. Er haderte dabei vor allem mit einer Szene, die sich nach rund 40 Minuten abgespielt hatte. Ole Conrad lief da alleine aufs Tor zu und wurde vom letzten Mann zu Fall gebracht. Für Kossmann eine „klare rote Karte und Elfmeter“, Schiedsrichter Christopher Groß war allerdings anderer Meinung und ließ weiterspielen.

In einer ansonsten zunächst chancenarmen Partie waren es schließlich die Immendorfer, die eiskalt zuschlugen. Nach einem Ballverlust des ansonsten guten Conrad schalteten die Gastgeber schnell um, Jan Knopp traf zum 1:0 (67.). Als die Andernacher in der Schlussphase alles nach vorne warfen, erhöhte Manuel Blank mit einem abgefälschten Schuss noch auf 2:0 (86.).

Bei allem Ärger über das erneute frühe Pokalaus – eigentlich müssen die Andernacher nun nur hoffen, dass die Parallelen zu Vorsaison erst einmal weitergehen. Dort legte die Kossmann-Elf nach der Niederlage in Immendorf eine starke Serie hin und beendete die abgebrochene Rheinlandliga-Saison auf dem ersten Tabellenplatz. Vor dem verspäteten Saisonauftakt gegen den VfB Wissen (Sonntag, 22. August, 14.30 Uhr) sollte der Mannschaft also nicht bange sein.

Es spielten: Bockheiser, Schmitz, Oster, Schiffers (81. Kubatta), Hild, Neunheuser (25. Unruh), Wagner, Oligschläger (70. Weiler), Zeneli (46. Külahcioglu), Conrad, Kossmann

Zuschauer: 130

Tore: 1:0 Knopp (67.), 2:0 Blank (86.)

(mlat)




Rheinlandpokal: B-Junioren scheitern unglücklich im Finale

Für Markus Hilbig und sein Team war das Endspiel im B-Junioren-Rheinlandpokal ein Spiel der verpassten Gelegenheiten. Am Ende mussten sich die Gastgeber nach Verlängerung knapp mit 1:2 den Spfr. Eisbachtal geschlagen gegeben.

Nach anfänglichem Abtasten hatten die Andernacher die erste Chance der Begegnung. In der 19. Spielminute lief Lou Storm schön über die Flanke und passte punktgenau auf den mitgelaufenen Jonas Hemgesberg. Doch der Eisbachtaler Torwart wehrte dessen Schuss mit einer Glanzparade zur Ecke ab. Es blieb auch in der Folge ein ausgeglichenes Spiel, wobei die SG langsam die Oberhand erhielt. Eine Ecke für die SG, ausgeführt von rechts, wie gewohnt kurz, von Ben Schmidt wunderschön in die Box der Eisbachtaler geflankt, konnte von Sezi Mavambu aufgenommen, aber nicht verwandelt werden. In der 27. Minute geschah, was aus Sicht der Andernacher nicht geschehen durfte. Nach einem Pressball in der Nähe des Andernacher Strafraumes flog der Ball direkt vor die Füße des heraneilenden Eisbachtalers Jeremie Niklaus, der alleine vor dem Tor das Leder unhaltbar für Jordi Bolz zum 0:1 einlochen konnte. Die Gastgeber rannten nun im wahrsten Sinne des Wortes gegen den Rückstand an. Eine wunderschöne Ballstafette der Andernacher landete bei Tom Burscheid, doch der gegnerische Torwart war auch mit dessen Gewaltschuss nicht zu überwinden. Kurz vor der Pause prüfte Benjamin Saftig den Eisbachtaler Keeper erneut. Der scharf getretene Freistoß krachte auf das Eisbachtaler Gehäuse, doch ihr Schlussmann schien unüberwindbar.

Der Sturmlauf der SG setzte sich in der 2. Hälfte unvermindert fort. Jeff Ampadu, der in der 41. Minute für Jonas Hemgesberg gekommen war, setzte sich auf der rechten Seite gegen alle Gegenspieler durch und flankte auf Ben Schmidt, der mit seinem Direktschuss das Tor der Eisbachtaler nur um Zentimeter verfehlte. Der Kasten der Westerwälder schien wie vernagelt zu sein. Wieder tankte sich Jeff auf der rechten Seite mit einer tollen Einzelleistung durch und schloss seine Aktion mit einem fulminanten Schuss auf das Tor der Sportfreunde aus Eisbachtal ab. Die Latte rettete diesmal die Westerwälder vor dem inzwischen hochverdienten Ausgleich der SG. In der 69. Minute die nächste Glanzparade des gegnerischen Torwarts, der einen Gewaltschuss von Martin Breil zur Ecke lenkte. Eine Minute später wurde Benjamin Saftig im Strafraum der Eisbachtaler gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ben Schmidt zum überfälligen 1:1. Jetzt war wieder alles offen. Die Eisbachtaler sahen sich nunmehr einem Feuerwerk der Hilbig-Elf ausgesetzt. Einzelleistung von Ben Schmidt, sein Heber geht am linken Pfosten vorbei. Distanzschuss von Sezi Mavambu, gehalten. Freistoß von Martin Hilbig, flach und scharf mit Tempo getreten, gehalten. Der Eisbachtaler Schlussmann war jetzt der Turm in der Schlacht. Er war ein Garant für das gehaltene Unentschieden.

Auch in der Verlängerung drücken die Jungs vom Rhein weiter. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Nach 90 gespielten Minuten schnappte sich der Eisbachtaler Tizian Sauer das Leder, das ihm nach einem Ballverlust in der Hälfte der SG vor die Füße fiel und lochte den Ball eiskalt ein. Der war für Jordi Bolz im Andernacher Tor nicht zu halten. Alle Versuche das Ergebnis noch zu drehen blieben für die Hilbig-Jungs unerfüllt. So war es für die U17 der SG ein Spiel der verpassten Gelegenheiten. Die Einnahmen des Finales wurden einvernehmlich für die Opfer der Flutkatastrophe gespendet.

Zuschauer: 200

Kader der SG 99 Andernach: Jordi Bolz, Tom Burscheid, Daniel Herbst, Luis Durwen, Sezi Mavambu, Santino Chirico, Ben Schmidt, Benjamin Saftig, Lou Storm, Martin Breil, Jonas Hemgesberg, Tareq Omar, Jan Trinkenschuh, Dejan Mijackovic, Max Schmidt, Jeff Ampadu, Beytullah Tekin, Nico Fogolin

(bu)




Doppeltes Benefiz-Blitzturnier am Sonntag im Andernacher Stadion

Am Sonntag, 25. Juli, veranstaltet die SG 99 ein doppeltes Blitzturnier zu Gunsten unserer von der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler hart getroffenen Bäckermädchen mit ihren Familien. Wir bedanken uns ganz herzlich für die spontane Zusage des 1. FC Köln (Bundesliga) und des SV Berghofen (Regionalliga West), die ab 13 Uhr im Modus „jeder gegen jeden“ mit unserer 1. Frauenmannschaft auf dem Rasenplatz im Andernacher Stadion spielen werden. Auch der FV Rübenach (Rheinlandliga) und der SV Menden (Regionalliga West) sind dankenswerterweise dabei und werden sich ab 10 Uhr auf dem benachbarten Kunstrasenplatz mit unserer 2. Frauenmannschaft im sportlichen Vergleich messen. Abgerundet wird der Tag mit der Begegnung unserer 3. Frauenmannschaft gegen den TuS Ahrbach (ab 16.30 Uhr).

Auf dem Stadiongelände positionieren wir an diesem Tag diverse Spendenboxen – in der Hoffnung, dass die Bereitschaft groß ist, um die entstandene Not der unmittelbar Betroffenen zumindest finanziell in Teilen zu lindern.

Wer nicht kommen kann, hat weiterhin die Möglichkeit, einen Obolus per Überweisung auf das Spendensonderkonto zu entrichten:

Empfänger: SG 99 Andernach

Verwendungszweck: Spende Flutkatastrophe Ahr

IBAN: DE56 5776 1591 0261 4946 01

Alle Spenden werden nach der Aktion 1:1 an die Familien weitergeleitet. Schon jetzt 1000 Dank an euch alle da draußen für die Unterstützung.




Zweitliga-Auftakt gegen Bocholt, DFB-Pokal in Ingolstadt

Im Gegensatz zur Vorsaison war den Fußballfrauen der SG 99 Andernach das Losglück im Rahmen der ersten DFB-Pokalrunde 2021/22 nicht gerade hold.  Ziehungsfee Doris Fitschen – frühere Managerin der deutschen Nationalmannschaft und jetzt im DFB-Marketing beschäftigt – bescherte den Bäckermädchen eine schwierige Aufgabe. Zum einen muss der Dritte der abgelaufenen Zweitliga-Saison (Staffel Süd) voraussichtlich am Sonntag, 22. August, beim Liga-Konkurrenten FC Ingolstadt 04 antreten, zum anderen in diesem Zusammenhang eine beschwerliche, rund 440 Kilometer lange Anreise im Vorfeld des Spiels auf sich nehmen.

„Das war neben dem 1. FC Köln die wohl härteste Nummer im Topf. Natürlich hätten wir uns lieber einen vermeintlich leichteren Gegner gewünscht. Aber wir nehmen das an und wollen versuchen, im Pokalwettbewerb ähnlich auf uns aufmerksam zu machen wie in der Vorsaison“, sag Florian Stein, gemeinsam mit Isabelle Hawel weiterhin das Trainergespann des einzigen Fußball-Zweitligisten in Rheinland-Pfalz. Im März war die SG 99 erst im Viertelfinale als letzter Nicht-Bundesligist gegen den späteren Endspielteilnehmer Eintracht Frankfurt ausgeschieden.

Derweil steht auch der Spielplan der 2. Bundesliga für die am 14./15. August anlaufende Saison, noch allerdings ohne endgültig fixierte Anstoßzeiten. Zum Auftakt erwartet die SG 99 im nun wieder eingleisigen Format sonntags den BV Borussia Bocholt, Tabellenvierter der Nordstaffel 2020/21. Das erste Auswärtsspiel führt die Andernacher zwei Wochen später ins Saarland zum SV 07 Elversberg, bis zum Aufstieg am 27. Juni noch als SV Göttelborn unterwegs. Eine Woche danach am 5. September schließt sich schon ein kleiner Kreis, dann nämlich tritt die Elf aus Ingolstadt auf dem Rasenplatz im Andernacher Stadion an. Isabelle Hawel: „Wir wollen auf den Punkt fit sein und erfolgreich in die Punkterunde starten. Unterschätzen werden wir aber niemanden.“ Mit Bocholt gab es in der Historie noch keinerlei Berührungspunkte, gegen Göttelborn siegte die SG 99 im August 2019 auswärts mit 5:1 in der ersten DFB-Pokalrunde.

Die sechs Vorbereitungsspiele der Bäckermädchen im Überblick: gegen die männliche Regionalliga-U15 der TuS Koblenz (Sonntag, 18. Juli, 13 Uhr), gegen den Zweitliga-Absteiger SV Berghofen-Dortmund (Sonntag, 25. Juli, 14 Uhr), gegen den West-Regionalligisten SV Menden (Donnerstag, 29. Juli, 19.30 Uhr), gegen den belgischen Erstligisten Standard Lüttich (Sonntag, 1. August, 16 Uhr), beim Südwest-Regionalligisten 1. FFC Montabaur (Donnerstag, 5. August, 19 Uhr) und gegen den West-Regionalligisten Vorwärts SpoHo Köln (Sonntag, 8. August, 14 Uhr).




Rheinlandpokal: B-Junioren erreichen Halbfinale

Die Punkterunde 20/21 hat der FV Rheinland Corona-bedingt für beendet erklärt, doch die Pokalrunde wurde jetzt wieder aufgesetzt. Die U 17 der SG 99 startete dabei äußerst erfolgreich und hat sich nach Siegen über TuS RW Koblenz II (4:0) und JFV Schieferland (6:1) ins Viertelfinale vorgekämpft. Hier mussten die Bäckerjungenstädter am Samstag bei der JSG Mittelmoseltal Mülheim antreten, die im Achtelfinale den Rheinlandligisten TuS Mosella Schweich ausgeschaltet hatte.

Pünktlich um 17 Uhr pfiff Schiedsrichter Jason Lieser im Stadion der Mülheimer die Partie bei strahlendem Sonnenschein an. Getreu nach der von Trainer Markus Hilbig ausgegebenen Order, den Gegner nicht zu unterschätzen sowie konzentriert und mit Druck zur Sache zu gehen, begannen die Jungs vom Rhein entsprechend stürmisch. Bereits in der 2. Spielminute war die erste Torgelegenheit fällig. Eine Ecke von links, kurz ausgeführt, erreichte Ben Schmidt, der mit einem gezielten Schuss ins lange Eck, das Tor nur um Zentimeter verfehlte. Der Andernacher Nachwuchs wollte es wissen und führte ein überlegenes Spiel.

Der Gegner wurde förmlich in der eigenen Hälfte eingeschnürt und man lies keinerlei Spielraum zu. In der 8. Minute prüfte Beni Saftig den Mülheimer Keeper mit einem schönen Distanzschuss. Nun rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Moselaner. In der 12. Minute rettete der Schlussmann der Einheimischen mit einer Glanzparade und lenkte den Schuss von Alessio Albino um den Pfosten. Die Mülheimer hatten dem Druck der SG so gut wie nichts entgegenzusetzen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass sich diese Überlegenheit auch zählbar auswirken würde. In der 24. Spielminute wiederum eine Feuerwehraktion eines Mülheimer Spielers, der eine Granate von Beni Saftig auf der Linie klärte, nachdem der Torhüter bereits geschlagen war. In der 27. Minute war es dann so weit. Martin Breil verwandelte nach schöner Einzelleistung zum hochverdienten 1:0 für die SG 99. Entgegen dem Grundsatz, dass ein Pferd nur so hoch springt, wie es muss, ließen die Bäckerjungen nichts anbrennen und erkämpften sich weiterhin Ball um Ball. Der Erfolg folgte auf dem Fuße. Alessio Albina schloss einen hervorragenden Lauf mit einem unhaltbaren Schuss von der linken Strafraumecke in der 29. Minute zum 2:0 ab und ließ dem gegnerischen Torhüter auch nicht die Spur einer Chance. Die Angriffe rollten nun fast im Minutentakt auf das Tor der Moselstädter. Eine Ecke von rechts, wieder kurz ausgeführt, führte zu einer von Ben Schmidt klasse getimten Flanke, die punktgenau von Luis Durwen in der 31. Minute zum 3:0 verwandelt wurden. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Die 2. Hälfte verlief wie die ersten 40 Minuten. Die Jungs von Markus Hilbig erspielten sich Chance um Chance, doch der Torerfolg blieb aus. In der 52. Minute hatte das Warten ein Ende. Nach einer schönen Vorlage von Martin Breil konnte Ben Schmidt den Torhüter mit einem Schlenzer zum 4:0 überlisten. In der 67. Minute kam bei der SG Tareq Omar für Ben Schmidt. Mit der Einwechslung nahm Markus Hilbig eine Umstellung der Spielpositionen vor. Tareq nahm für Lezi Mavambu die Position des Innenverteidigers ein, dafür übernahm der 1,98-Meter-Mann in den Reihen der SG eine Rolle in der Offensive.

Im Viertelfinale setzte sich die U 17 souverän durch.

Der nächste Torerfolg gelang in der 68. Minute. Eine Steilvorlage von Ben Saftig in die Box, nutzte Martin Fritz eiskalt und verwandelte zum 5:0. In der Folge rettete der gegnerische Torwart zwei Mal todesmutig nach einem knallharten Schuss aus kurzer Distanz von Lezi Mavambu und Nachschuss von Martin Fritz. Fast im unmittelbaren Anschluss an diese Aktion verwertete Lezi eine exzellent von Jonas Hemgesberg  getretene  Flanke mit dem Kopf und erzielte in der 70. Minute das 6:0 für die SG.  Dann folgte eine Szene, die keiner des SG-Teams auch nur annähernd herbeiführen wollte. Ein Fehlpass der SG-Innenverteidigung in die Beine eines Mülheimer Spielers führte zu einer Flanke zum Mülheimer Samvel Feroyan, der den herausgelaufenen Jordi Bolz mit einem Heber zum Anschlusstor und 6:1-Endstand überwinden konnte. Eine überflüssige Aktion, zumal die U 17 der SG den Gegner über das gesamte Spiel hinweg nach Belieben beherrschte. 27:2 Torschüsse sprechen eine eindeutige Sprache.

Im Halbfinale wartet nun mit der 1. Mannschaft von TUS RW Koblenz eine ungleich schwerere Aufgabe auf die Jungs der SG 99. Hier gilt es die vorhandene Leistungsstärke des Teams unter Beweise zu stellen und vor allem im Abschluss besser zu agieren. Das Spiel findet bereits am Dienstag, 13. Juli um 19 Uhr auf dem Koblenzer Rot-Weiß-Platz auf dem Oberwerth statt.

Spielerkader im Spiel gegen Mülheim: Jordi Bolz, Max Schmidt, Daniel Herbst, Lezi Movambu, Beni Saftig, Jonas Hengesberg, Alessio Albino, Ben Schmidt, Martin Breil, Jeff Ampadu, Tareq Omar, Dejan Mijackovic.

(bu)