3:1 gegen Niederroßbach – SG 99 entfernt sich vom Tabellenkeller

Die SG 99 Andernach macht 2023 da weiter, wo sie 2022 aufgehört hat: sich mit Erfolgen aus dem Tabellenkeller zu arbeiten. „Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, um nicht direkt nochmal ganz unten reinzurutschen“, sagte Trainer Kim Kossmann nach dem 3:1 (0:1) gegen die SG Hoher Westerwald Niederroßbach, einem dieser sogenannten Sechs-Punkte-Spiele. Durch den Heimsieg haben die Bäckerjungen nun schon acht Punkte Vorsprung auf den ersten theoretischen Abstiegsplatz, das Mittelfeld winkt.
Dass der Start ins neue Jahr so geglückt ist, lag vor allem an einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Vor der Pause starteten die Andernacher zwar gut in die Partie und erspielten sich schnell durch Filip Reintges (7.) die erste Großchance. Danach fanden aber die Gäste aus dem Westerwald besser rein, hatten teilweise mehr Spielanteile und die besseren Möglichkeiten. Kurz vor der Pause nutzte das Keigo Matsuda aus kurzer Distanz zum 0:1 (44.).
Kossmann stellte das System um und wurde dafür belohnt. Andernach dominierte nun das Geschehen und drückte auf den Ausgleich. Dennoch dauerte es bis zur 69. Minute, dass nach einer Philipp-Schmitz-Ecke Tim Hoffmann zum 1:1 einköpfte. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich am Sonntag der zu Saisonbeginn oft glücklose Stürmer Besnik Alijaj. Der sorgte nach einem Distanzschuss von Daniel Kossmann per Abstauber für das 2:1 (76.) und war auch ansonsten stets torgefährlich. „Besnik war heute bärenstark“, sagte Kossmann. Für die Entscheidung sorgte schließlich Joker Maicol Oligschäger, der sich den Ball selbst an der Mittellinie erkämpfte und sein Solo souverän zum 3:1-Endstand vollendete (89.).
„Wir sind wirklich zufrieden“, sagte Kossmann nach Spielende. „Wir haben jetzt ein paar Bretter vor der Brust und können das etwas entspannter angehen.“
Es spielten: Weber, Hoffmann, Schmitz, Wilbert (46. Heider), Unruh, Neunheuser, Reif (59. Conrad), Kubatta (88. Hild), Reintges, Kossmann (90. Oster), Alijaj (78. Oligschläger)
SR: Marlon Manderfeld (Birgel)
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Matsuda (44.), 1:1 Hoffmann (69.), 2:1 Alijaj (76.), 3:1 Oligschläger (89.)
Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 5. März. Dann gastieren die Bäckerjungen um 15 Uhr beim VfB Wissen.
(mlat)


Kristin Krammer. Was die Mannschaft aber wieder vom eingeschlagenen Weg abbrachte: Abwehrspielerin Besarta Hisenaj musste nach 71 Minuten vom Feld, nachdem sie Gegenspielerin Carolin Elsen humorlos an der Seitenlinie umgegrätscht hatte. Die kosovarische Nationalspielerin, vier Minuten zuvor bereits verwarnt, sah zum wiederholten Mal die Gelbe Karte, was in Summe den Platzverweis nach sich zog. Den daraus resultierenden Freistoß durch Maja Weber köpfte Meßmer an den Pfosten – Glück für den Favoriten. Kurz zuvor war Winterneuzugang Dana Schüller, bis Mitte vergangenen Jahres noch beim Gegner im Einsatz, zu ihrem Debüt im schwarzen Trikot der SG 99 gekommen. Sie und alle übrigen Andernacherinnen sicherten zumindest das dritte Remis in dieser Spielzeit. Auch Tijana Duricek, neben Schüller ein zweiter Wintertransfer der Gäste, die in der Nachspielzeit für die nun bis zum Jahresende fehlende Schumacher eingewechselt wurde. Kleiner Trost: Nach dem Abpfiff wurde die Co-Spielführerin gebührend von ihrem Team in die (Karriere-)Pause verabschiedet. 










Wenn Stein am 14. Januar seine Schützlinge zum Trainingsauftakt versammelt, wird er einige neue und einige altbekannte Gesichter begrüßen können. Das Verletzungspech hatte den ohnehin schmalen Andernacher Kader zuletzt weiter dezimiert. Hinzu kommt, dass die langjährige Torjägerin Antonia Hornberg aus privaten wie beruflichen Gründen ihre Fußballschuhe endgültig an den Nagel gehängt hat. „Toni kann den Aufwand nicht mehr leisten“, bedauert Stein das Karriereende der 31-Jährigen, „sie hat ja in dieser Saison noch kein Spiel für uns bestritten.“
