Frauen-Regionalliga: SG 99 gelingt mit 7:1 die eindrucksvolle Revanche gegen Wörrstadt

Nach dem 5:0 vor Wochenfrist im Spitzenspiel der Regionalliga Südwest gegen den TuS Issel präsentierten sich die Fußballfrauen der SG 99 Andernach ein weiteres Mal in Torlaune. Mit 7:1 (4:0) gewann der Tabellenführer beim TuS Wörrstadt. Der Fünfte des Zahlenwerks war im bisherigen Saisonverlauf alles andere als Fallobst, schließlich hatte die Elf aus Rheinhessen den Bäckermädchen in der Hinrunde mit 4:3 die bisher einzige Niederlage beigebracht. Keine 240 Sekunden waren auf dem Kunstrasenplatz am Neuborn gespielt, da war die Begegnung im Prinzip schon entschieden. Antonia Hornberg (2.) und Maren Weingarz (4.) demonstrierten früh die Entschlossenheit der SG 99 vorm gegnerischen Tor. Letztgenannte Spielerin mit der Rückennummer acht sollte im weiteren Verlauf noch zwei weitere Male ins anvisierte Ziel treffen (69., 90.).

Vor dem letzten Weingarz-Erfolgserlebnis schraubten Lisa Umbach (27., 28.) und die eingewechselte Sarah Krumscheid (83.) das Ergebnis in die Höhe. Rebekka Kling rettete die Ehre des Gastgebers zwei Minuten vor dem Abpfiff mit dem zwischenzeitlichen 1:6. Es sollte für Andernach sogar noch besser kommen: 90 Minuten nach Ablauf der eigenen Partie verlor der TSV Schott Mainz mit 0:1 beim SV Holzbach, der Vorsprung an der Spitze vergrößerte sich so auf stattliche sieben Zähler. Keine Frage, dass Trainer Kappy Stümper zufrieden war, zumal er zum ersten Mal in diesem Jahr personell aus dem Vollen schöpfen konnte: „Wir waren von Anfang an präsent, haben den Gegner kaum zur Entfaltung kommen lassen und am Ende auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

Weiter geht es für die SG 99 am kommenden Sonntag, 31. März, um 13 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FC Bitburg (Stadion-Kunstrasenplatz). Im Hinspiel behielten die Bäckermädchen gegen die Elf aus der Bierstadt mit 5:2 die Oberhand.

Dreimal traf Maren Weingarz (im Bild links am Ball) in Wörrstadt ins Schwarze, zweimal  Lisa Umbach (rechtes Bild). Unterm Strich gelang ein in dieser Höhe sicher nicht erwarteter 7:1-Erfolg. Fotos: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: SG 99 fährt Issel im Spitzenspiel mit 5:0 an die Wand

Wenn der Tabellenerste auf den Dritten trifft, ist gemeinhin von einem Fußball-Spitzenspiel die Rede. Was aber im Kräftevergleich der SG 99 Andernach mit dem TuS Issel am 19. Spieltag der Frauen-Regionalliga Südwest bestenfalls auf dem Papier so der Fall war, denn der Gastgeber gewann die höchst einseitige Begegnung am Ende erstaunlich souverän mit 5:0 (3:0). In der Tat hatte der Spitzenreiter wesentlich mehr von dem in diesem Jahr zuvor noch verlustpunktfreien Gegner erwartet, der zwar in recht guter, aber auch nur minimaler Besetzung angetreten war. In Katharina Mey stand nur eine einzige Ergänzungsspielerin zur Verfügung. Der Andernacher Trainer Kappy Stümper vertraute gegen das Isseler Torjäger-Duo Isabel Meyer (15 Tore) und Anne Blesius (11) auf ein recht offensives 4-1-4-1-System mit Antonia Hornberg als einzige Spitze: „Wir haben lange überlegt, uns aber dann für diese Variante entschieden.“

Nach verhaltener Anfangsphase sollte sich diese Maßnahme bezahlt machen: TuS-Torhüterin Dana Gotthard konnte einen Hornberg-Schrägschuss nur vor die Füße von Lisa Umbach abwehren, die traf zum 1:0 für die Bäckermädchen (23.). Kaum 120 Sekunden später war die SG 99 endgültig in der Spur, Hornberg spielte nach schönem Steilpass in die Schnittstelle uneigennützig quer auf die mitgelaufene Maren Weingarz, das 2:0 war perfekt (25.). Das dritte Erfolgserlebnis der Andernacher war ein kurioses und entstand keineswegs in Abseitsstellung, wie es die Gäste zwar gerne gesehen hätten, die Videoaufzeichnung es aber zweifelsfrei widerlegte. Kapitänin Magdalena Schumacher spielte hoch in den gegnerischen Strafraum auf Spielertrainerin Isabelle Stümper, die den Ball per artistischem Fallrückzieher über Gotthard hob – 3:0 (45.). Wer im zweiten Abschnitt mit einem Aufbäumen der Isseler gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Die SG 99 beherrschte klar die Szenerie, Torhüterin Kathrin Günther verlebte einen nahezu arbeitsfreien Nachmittag. Stümper (60.), Umbach (62.) und Weingarz (65.) verpassten eine Resultatsverbesserung.

Die besorgte dann Hornberg, als sie frei vorm TuS-Gehäuse auftauchte und nervenstark zum 4:0 (71.) vollstreckte. Die zielsichere Nummer 31 war auch am finalen Treffer beteiligt. Auf dem rechten Flügel düpierte sie die Isseler Abwehr und bediente halbhoch die mit aufgerückte Schumacher, die per Volleyabnahme traf (73.). „Zwei Traumtore zum 3:0 und 5:0“, freute sich Kappy Stümper nach dem Abpfiff: „Zudem fünf verschiedene Torschützen, das spricht für eine geschlossen gute Mannschaftsleistung.“ Fast wäre sogar noch das halbe Dutzend komplett gewesen, doch Eva Langenfeld donnerte das Spielgerät in der letzten Minute nach Vorarbeit der spät eingewechselten Jana Theisen – üblicherweise zwischen den Pfosten des Andernacher Gehäuses im Einsatz – an die Latte des verwaisten Isseler Tores. Aber auch so setzte die SG 99 im Aufstiegskampf ein deutliches Signal, das wird vor allem der verfolgende TSV Schott Mainz trotz des 3:0 im parallelen Vergleich mit dem 1. FFC Montabaur vernommen haben. Weiter geht es für den Spitzenreiter mit der Partie am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr beim TuS Wörrstadt. Der ehemalige Bundesligist brachte den Bäckermädchen in der Hinrunde mit 4:3 die bislang einzige Saisonniederlage bei, diese Scharte gilt es nun auszuwetzen.

Vier der fünf Andernacher Torschützen gegen den TuS Issel auf einen Blick: (von rechts) Spielführerin Magdalena Schumacher, Isabelle Stümper, Lisa Umbach und Maren Weingarz (links im Hintergrund). Foto: Norbert J. Becker




Kostenloser Download: Die digitale Stadion-Zeitung – Ausgabe 11

Die 11. Ausgabe des Bäckerjungen-Magazins in dieser Saison zu den Heimspielen unserer 1. Männermannschaft gegen die SG Mülheim-Kärlich (Samstag, 16. März, 17.30 Uhr) und unserer 1. Frauenmannschaft gegen den TuS Issel (Sonntag, 17. März, 14 Uhr) gibt’s hier als digitale Version (17 Seiten / 5,33 MB) zur Ansicht und/oder zum Download.

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Frauen-Regionalliga: SG 99 erwartet den Vorjahresmeister aus Issel

Wenn sich die Fußballfrauen der SG 99 Andernach die Konkurrenz in der Regionalliga Südwest als Spitzenreiter weiter vom Leib halten wollen, dann müssen am Sonntag um 14 Uhr im ersten Heimspiel des Jahres nach zwei Unentschieden in Folge mal wieder drei Punkte am Stück her. Aber leichter geschrieben als getan, denn mit dem TuS Issel stellt sich kein Geringerer als der Vorjahresmeister auf dem Stadion-Kunstrasenplatz vor. Eigentlich handelt es sich regulär schon um die zweite Hausaufgabe der Bäckermädchen im Kalenderjahr, doch die für den 16. Februar anberaumte Partie gegen den FC Speyer 09 fiel wegen Nichtantritt der Gäste aus. Die obligatorische Wertung am Grünen Tisch (2:0 Tore und drei Punkte) steht aber noch aus, die Spruchkammer des Regionalverbands lässt sich etwas Zeit.

Issel zählt – statistisch gesehen – zu den erklärten Lieblingsgegnern der SG 99. Seit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest im Jahr 2014 kreuzten beide Mannschaften achtmal ihre Klingen. Fünf Siege und zwei Unentschieden stehen da für Andernach in der Bilanz, zudem ein 2:1 im Rheinlandpokal-Finale 2016. In der Hinrunde brachte der Tabellenführer dem bis dato seit fast zwei Jahren vor eigenem Publikum ungeschlagenen TuS Issel mit 2:0 eine schmerzliche Heimniederlage bei. Ein Ergebnis in dieser Größenordnung wäre Trainer Kappy Stümper auch jetzt recht, er hebt allerdings warnend den Finger: „Das ist eine der drei besten Mannschaften dieser Klasse. Wir wollen nach dem Windspiel in Niederkirchen unsere spielerische Qualität nutzen und unsere Angriffe konsequenter und konzentrierter zum Abschluss bringen. Nur wenn unsere Spielerinnen das beherzigen, werden wir als Sieger den Platz verlassen.“

Verzichten müssen die Andernacherinnen weiterhin auf die grippekranke Sarah Krumscheid, das gleiche Los ereilte nun Luisa Mais. Dafür ist Luisa Deckenbrock wieder an Bord. Und Isabelle Stümper, im Verbund mit Vater Kappy sportlich verantwortlich für die Mannschaft, wird wohl wieder in der Anfangsformation stehen. In Niederkirchen blieb sie nach Trainingsrückstand und aufgrund von Knieproblemen erst einmal auf der Bank, nach knapp einer Stunde kam sie dann für die sehr talentierte, aber taktisch noch etwas ungeschulte Hannah Ackermann ins Spiel. Issel ist zwar ein harter Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft, aber nicht im Rennen um den Aufstieg. Denn während die SG 99 ihre Unterlagen für die Zweite Liga 2019/20 vollständig eingereicht hat (Fristende: 15. März), hat sich der aktuelle Tabellendritte wie schon im Vorjahr nicht dem Zulassungsverfahren unterworfen. Was die aktuelle Aufgabe für Andernach jedoch nicht leichter macht.

Beim Spiel in Niederkirchen griff Isabelle Stümper (links am Ball), Spielertrainerin der SG 99, wegen Trainingsrückstand und Knieproblemen erst nach knapp 60 Minuten ins Geschehen ein. Im Gipfeltreffen mit dem TuS Issel wird die Nummer sieben aber wieder in der Anfangsformation stehen. Foto: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: Hornberg sichert 1:1 der SG 99 in Niederkirchen

Dem 1:1 beim SC 13 Bad Neuenahr ließen die Fußballfrauen der SG 99 Andernach nun im Auswärtsspiel beim 1. FFC Niederkirchen das gleiche Ergebnis folgen. Wieder lag der Tabellenführer der Regionalliga Südwest unerwartet früh in Rückstand, diesmal glückte jedoch wesentlich zeitiger der Ausgleich. Von einer kleine Krise mag nach diesen Punktverlusten jedoch niemand im Lager der Bäckermädchen sprechen.

Trainer Kappy Stümper rückt die bisherige Ausbeute ins rechte Licht: „Wir sind natürlich aufgrund der Hinrunde ein wenig erfolgsverwöhnt. Das erste Unentschieden im Derby war ärgerlich, aber mit dem Ergebnis in Niederkirchen können wir unter den gegebenen Umständen zufrieden sein.“ Mittelfeldspielerin Sarah Krumscheid musste kurzfristig krankheitsbedingt passen, Spielertrainerin Isabelle Stümper saß nach Trainingsrückstand und wegen Schmerzen im Knie zunächst nur auf der Bank. So rutschte Hannah Ackermann, Stürmerin der zweiten Garnitur, in die Anfangsformation. Der gastgebende Zweitliga-Mitabsteiger hatte sich als Tabellenvierter vor der Begegnung auf die Fahne geschrieben, dem Branchenführer die erste Niederlage auf fremdem Platz zuzufügen, um so vielleicht noch einmal selbst ins Titelrennen eingreifen zu können. Auf holprigem Untergrund und bei stürmischem Wetter nahm die Geschichte für Niederkirchen auch einen guten Anfang, schon nach neun Minuten traf Top-Scorerin Kristin Götz mit ihrem 16. Saisontreffer zur Führung.

Das brachte die SG 99 aber nicht aus der Ruhe. Kappy Stümper stellte schon im Verlauf der ersten Halbzeit um und beorderte die schnelle Antonia Hornberg, die als Rechtsverteidigerin begonnen hatte, in die Spitze. Ein gelungener Schachzug: Erst holte die Nummer 31 einen Foulelfmeter heraus, den Laura Weinel gegen ihre alte Mannschaft allerdings nur gegen den Innenpfosten setzte (43.). Kaum 60 Sekunden nach Wiederanpfiff besorgte Hornberg dann den überfälligen Gleichstand. Dabei blieb es, auch wenn beide Mannschaften fortan auf Sieg spielten und gute Gelegenheiten verstreichen ließen. Weiter geht es für Andernach am Sonntag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen Vorjahresmeister TuS Issel. Im Hinspiel gewann die SG 99 mit 2:0.

Der Ausgleich für die SG 99 nach 46 Minuten: Antonia Hornberg (rechts, blaues Trikot) – ganz links beobachtet von Teamkollegin Lisa Umbach – hat die Niederkirchener Torfrau Nicole Vuk überlaufen und drückt den Ball über die Linie, FFC-Spielführerin Natalie Klupp kommt zu spät. Foto: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: SG 99 spielt schon am Samstag in Niederkirchen

In den folgenden drei Spielen wollen die Fußballfrauen der SG 99 Andernach ihre führende Position in der Regionalliga Südwest untermauern, das wird gegen spielstarke Konkurrenz aber kein leichtes Unterfangen: Nach dem auf Samstag, 16 Uhr, vorverlegten Spiel beim Zweitliga-Mitabsteiger 1. FFC Niederkirchen müssen sich die Bäckermädchen vor eigenem Publikum mit Vorjahresmeister TuS Issel messen. Danach geht die Reise zum TuS Wörrstadt, der dem Regionalliga-Spitzenreiter in der Hinrunde die bislang einzige Niederlage beibringen konnte.

„Jetzt gilt es. Wir gehen konzentriert und engagiert an diese Aufgaben heran, unterschätzen keinen Gegner und versuchen, diese Spiele zu gewinnen“, umreißt der Andernacher Trainer Kappy Stümper das Vorhaben. Nach dem bescheidenen 1:1 der SG 99 beim Derby in Bad Neuenahr hat der TSV Schott Mainz im Kampf um den Titel mit einem 3:1 gegen Wörrstadt und einem 3:2 gegen den 1. FC Saarbrücken II nach Punkten gleichgezogen. Allerdings täuscht das Tabellenbild ein wenig über die tatsächlichen Verhältnisse hinweg, da momentan für Andernach noch die Wertung des am 17. Februar ausgefallenen Spiels gegen den FC Speyer 09 wegen Nichtantritt der Gäste fehlt.

Auf dem Rasenplatz in Niederkirchen möchte die SG 99 gerne den hart umkämpften 3:2-Sieg der Hinrunde wiederholen. Zu achten gilt es dort vornehmlich auf Kristin Götz (15 Saisontore) und auf die routinierte Silvana Arcangioli, die in schöner Regelmäßigkeit gegen Andernach in den vergangenen Jahren ins Schwarze getroffen hat. Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen beide Treffer der Pfälzerinnen auf ihr Konto.

Gut für die Gäste aus Andernach: Bis auf Luisa Mais (privat verhindert) und vermutlich auch Luisa Deckenbrock (erkrankt) wird das Trainerduo in Niederkirchen in personeller Bestbesetzung antreten können. Hinter den Kulissen ist bereits alles gerichtet, am kommenden Montag wird der Verein die erforderliche Bewerbung für die Zweitliga-Saison 2019/20 digital einreichen.

In Bad Neuenahr fehlten Kapitänin Eva Langenfeld (ganz links beim Kopfball) und ihrer SG 99 die Durchschlagskraft vorm gegnerischen Tor. Das soll sich am Samstag in Niederkirchen möglichst grundlegend ändern. Foto: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: Ein frühes und ein spätes Tor beim 1:1 der SG 99 in Bad Neuenahr

Ein frühes und ein spätes Tor prägten das Derby der Frauenfußball-Regionalliga Südwest zwischen dem SC 13 Bad Neuenahr und der SG 99 Andernach, am Ende trennten sich beide Rhein/Ahr-Rivalen mit einem 1:1 (1:0). Für den Gastgeber ein eher unverhoffter Punkt im prestigeträchtigen Duell, für die Elf des gegnerischen Spitzenreiters im Fernduell mit dem TSV Schott Mainz (3:1 gegen TuS Wörrstadt) ein kleiner Dämpfer – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kaum eine Minute war gespielt, da lag der Favorit auch schon in Rückstand. Die Bäckermädchen befanden sich gedanklich wohl noch in der Kabine, als Feride Bakir nach Vorarbeit von Marie Schäfer die Farben der Kurstädterinnen in Führung brachte. SG-Teamchef Kappy Stümper meinte dazu: „Es war nach meinem Dafürhalten der einzige gefährliche Vorstoß des Gegners im gesamten Spiel – aber der hat meiner Mannschaft sehr zu schaffen gemacht.“

Danach entwickelte sich bis in die Schlussphase hinein eine Begegnung, wie sie die meisten im Vorfeld auch erwartet hatten. Eine spielerisch dominante SG 99 beherrschte weitgehend die Szenerie gegen einen geschickt verteidigenden und klug gestaffelten SC 13. Marie Wenzl im Tor des Gastgebers hielt gegen phasenweise ideenlose Andernacherinnen, was zu halten war. Bis zur 86. Minute: Einen Schuss von Caroline Asteroth ließ sie zur Seite prallen, dort stand die erst sieben Minuten zuvor eingewechselte Jasmin Umlauf, die zum verdienten 1:1 einnetzte.

Stümper bilanzierte: „In der ersten Hälfte agierten wir zu überhastet, das wollten wir im zweiten Spielabschnitt abstellen. Das ist uns auch weitgehend gelungen.“ Jetzt hat der Tabellenführer (der Vorsprung schmolz auf drei Punkte) Zeit bis zum 10. März, um sich auf ein weiteres Auswärtsspiel und den nächsten Gegner einzustellen. Das ist kein Geringerer als der Zweitliga-Absteiger 1. FFC Niederkirchen, gegen den die SG 99 in der Hinrunde nur knapp mit 3:2 gewann.

Wieder Endstation: 86 Minuten lang biss sich die SG 99 (hier mit Antonia Hornberg) die Zähne an Marie Wenzl im Bad Neuenahrer Tor aus, dann gelang durch Jasmin Umlauf noch der späte Ausgleich. Foto: Norbert J. Becker




Frauen-Regionalliga: SG 99 bestreitet Derby in Bad Neuenahr

Am Sonntag um 16.30 Uhr steht das einzige Rhein/Ahr-Derby der Frauenfußball-Regionalliga Südwest auf dem Programm, dann tritt die SG 99 Andernach beim SC 13 Bad Neuenahr an. Wer die Favoritenbürde trägt, verdeutlicht ein kurzer Blick auf die Tabelle: Die Gäste haben als Spitzenreiter in bisher 15 Spielen mit 40 Zählern exakt doppelt so viele Punkte gesammelt wie das siebtplatzierte Team aus der Kurstadt. Eigentlich hätten die Bäckermädchen schon drei mehr auf dem Konto haben wollen, doch die vorigen Sonntag angesetzte Heimpartie gegen den FC Speyer 09 fiel wegen Nichtantritt des Tabellenvorletzten aus. Nach reiflicher Überlegung hat sich die SG 99 entschieden, einer möglichen Neuansetzung nicht zuzustimmen. Wegen der enormen Termindichte hätte das ansonsten eine englische Woche nach sich gezogen – ein Wettbewerbsnachteil im engen Titelrennen mit dem TSV Schott Mainz. Die Begegnung wird nun von der Spruchkammer des Regionalverbands mit 2:0 Toren und drei Punkten für den Tabellenführer gewertet.

Drei „echte“ Punkte wollen die Bäckermädchen nun beim stets brisanten Duell in Bad Neuenahr sammeln. Weil der Rasenplatz des Apollinarisstadions witterungsbedingt noch gesperrt ist, geht die Partie auf dem großen Kunstrasenplatz in unmittelbarer Nähe über die Bühne. Da die Männer des Ahrweiler BC dort noch um 14 Uhr ein Testspiel bestreiten, beginnt das Regionalliga-Duell der Frauen erst im Anschluss. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich die personelle Lage beim Spitzenreiter leicht verbessert: Luisa Deckenbrock (krank) und Neuzugang Theresa Laux (Muskelverhärtung) fehlen weiterhin, dafür steht Lisa Umbach nach ihrer Operation an den Weisheitszähnen wieder zur Verfügung. Für welche Anfangsformation sich Trainer Kappy Stümper am Sonntagnachmittag endgültig entscheidet, lässt er offen, betont aber nachdrücklich: „Jede einzelne Spielerin muss wissen, dass auch bei einem spielstarken Team, das wir zweifelsohne sind, der Einsatz und die Einstellung stimmen müssen, wenn wir als Sieger den Platz verlassen wollen.“ Und: „Bad Neuenahr ist gegen uns immer hochmotiviert. Von daher erwarte ich ein spannendes Derby und hoffe auf ein gutes Regionalligaspiel als Werbung für den Frauenfußball.“

Im Hinspiel musste sich die SG 99 eine ganze Weile mühen, bevor der Abwehrriegel des Gegners geknackt war. Umbach eröffnete in der 75. Minute den Torreigen, Deckenbrock und Jasmin Umlauf besorgten den 3:0-Endstand. Ein Sieg, wenn auch nicht unbedingt in dieser Höhe, steht auch jetzt wieder auf der Agenda der Andernacherinnen. Die jüngsten Begegnungen im „Apo“ haben die Gäste noch in allerbester Erinnerung: Im Sommer vergangenen Jahres gab es einen 4:2-Testspielsieg, in der Saison 2016/17 siegte der spätere Zweitliga-Aufsteiger gar mit 5:0.

Mit Mühe verhinderte SC 13-Torfrau Marie Wenzel hier im Hinspiel einen Treffer der Andernacherin Antonia Hornberg. Am Ende gewann der Regionalliga-Tabellenführer dank eines furiosen Schlussspurts mit 3:0. Diesmal möchte die SG 99 gerne schon früher für klare Verhältnisse sorgen. Foto: Norbert J. Becker




Spielabsage: FC Speyer tritt nicht in Andernach an

Mangels Personalmasse hat der FC Speyer 09 das für Sonntag, 17. Februar, geplante Spiel der Frauen-Regionalliga Südwest hier in Andernach abgesagt !




Frauen-Regionalliga: SG 99 startet gegen Speyer in ein strapaziöses Restprogramm

Läuft alles nach Plan, dann haben die Fußballfrauen der SG 99 Andernach bis Anfang Juni nur noch ein freies Wochenende in ihrem Terminkalender – und zwar das an Karneval (2./3. März). Das dort ursprünglich vorgesehene Heimspiel der Regionalliga Südwest gegen den FC Speyer 09 wurde auf Wunsch der feierwilligen Bäckermädchen vorgezogen und findet nun am kommenden Sonntag um 14 Uhr auf dem Stadion-Kunstrasenplatz in Andernach statt.

Die Vorbereitungsphase verlief zwischenzeitlich etwas schleppend. Einem zweiten Platz beim gut besetzten Hallenturnier im saarländischen Wadern folgte ein desaströser 0:6-Freiluftauftakt beim Zweitliga-Achten FSV Hessen Wetzlar. Das Testspiel gegen den SV Rengsdorf sagte der Gegner aus personellen Gründen ab, die Begegnung mit dem 1. FC Köln fiel den widrigen Wetterbedingungen zum Opfer. Bei der Futsal-Rheinlandmeisterschaft landete das Team des Trainergespanns Isabelle und Kappy Stümper erneut auf Platz zwei. Den Vergleich mit dem starken Mittelrheinverbandsligisten SV Menden gewann die SG 99 nach zwei höchst unterschiedlichen Halbzeiten mit 3:2 (3:0), eine finale Praxisaufgabe gegen die C1-Junioren des eigenen Vereins entschieden die Frauen nach einem schnellen 0:2-Rückstand am Ende noch mit 8:2 (3:2) zu ihren Gunsten.

Jetzt gilt es, gegen Speyer eine gute Grundlage zu schaffen für den restlichen Saisonverlauf. Elf Punktspiele stehen noch auf dem Programm, der Vorsprung des Tabellenführers auf den härtesten Verfolger aus Mainz beträgt fünf Zähler. Das direkte Duell findet am 28. April in Andernach statt, in der Hinrunde gewann der Primus mit 3:0. Zwischenzeitlich kommt es im Rheinlandpokal-Halbfinale am Karsamstag (20. April) auswärts zum Duell mit dem SC 13 Bad Neuenahr. Dort muss die SG 99 auch schon am 24. Februar in der Meisterschaft antreten, das Spiel wurde wegen des gesperrten Stadions auf den benachbarten Kunstrasenplatz gelegt und beginnt erst um 16.30 Uhr.

Weitere Stationen, sofern alles nach Wunsch verläuft: letztes Punktspiel am Sonntag, 12. Mai, zu Hause gegen Wormatia Worms; Rheinlandpokal-Endspiel am Sonntag, 19. Mai, in Baar-Wanderath; Relegationshinspiel beim Meister der Regionalliga Nordost (voraussichtlich Viktoria oder 1. FC Union Berlin) am Sonntag, 26. Mai; Relegationsrückspiel am Sonntag, 2. Juni.

Personell hat der Andernacher Kader vor dem strapaziösen Halbjahr zahlenmäßig minimal zugelegt: Verena Weidung wechselte in der Winterpause zurück zum 1. FFC Montabaur, dafür kehrte Karla Engels im Gegenzug zurück aus den USA. Frisch aus den Staaten kommt auch der zweite Zugang: Theresa Laux (24, Foto links), wohnhaft in Polch, spielte fünf Jahre lang für das Collegeteam der Robert Morris University (Pittsburgh/Pennsylvania) und schloss sich nun der SG 99 an. Fatal nur, dass sie sich gleich im ersten Test eine Muskelverhärtung zuzog und vorerst ausfällt.

Verzichten muss der Spitzenreiter beim Pflichtspielauftakt zudem auf Lisa Umbach (OP an den Weisheitszähnen), Luisa Deckenbrock (krank), Sarah Meinerz (beruflich auf Achse) und Sarah Schröder (privat verhindert). Das wacklige Konstrukt wird somit einmal mehr gestützt durch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft. Trainer Kappy Stümper sagt: „Ja, leider müssen wir ersatzgeschwächt gegen Speyer antreten. Das muss ein Spitzenteam allerdings kompensieren können. Daher ist ein Sieg im Heimspiel absolute Pflicht. Gespannt bin ich auf die Leistungsstärke des Gegners, der sich in der Vorrunde als ursprünglicher Geheimfavorit meist unter Wert verkaufte.“ Speyer scheiterte in der Vorsaison noch in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga, steht aktuell in der Regionalliga als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. In der Hinrunde gewann die SG 99 mit 2:0 – ein Ergebnis, das Andernach auch nun wieder recht wäre.

Derweil hat der Verein die Herausforderung abseits des Fußballplatzes so gut wie gemeistert. Die Bewerbungsunterlagen für das Zulassungsverfahren zur Zweiten Bundesliga sind weitgehend beisammen, schon deutlich vor dem Ende der Frist (15. März) wird Geschäftsführer Bodo Heinemann gemeinsam mit Abteilungsleiter Michael Suckow das Verfahren abschließen.

Lisa Umbach (rechts) – hier im Testspiel beim Zweitligisten FSV Hessen Wetzlar – wird ihrer SG 99 Andernach (links Kapitänin Magdalena Schumacher) – zum Jahresauftakt gegen den FC Speyer fehlen. Foto: Norbert J. Becker