Rheinlandliga: Andernachs Woche mit Licht und Schatten

SG 99 Andernach – VfB Linz 3:4 (2:3)

Andernach. Die englische Woche in der Rheinlandliga schien für die SG 99 Andernach eine Woche des Aufbruchs zu werden. Am Tag der Deutschen Einheit überzeugte die Kowalski-Elf in Malberg und setzte sich verdient mit 3:1 durch. Der nächste Schritt aus dem Tabellenkeller sollte am Samstag folgen. Doch daraus wurde nichts: anders als in der Bäckerjungensage hatten die Angreifer aus Linz Erfolg und setzten sich mit 4:3 durch.

Die Linzer haben eine junge und dynamische Mannschaft mit hoher individueller Klasse. Da tun wir uns häufig schwer mit“, sagte SG-Trainer Franz Kowalski. Die Andernacher wollten sich zunächst auf die Defensive konzentrieren, sicher stehen. Doch der Plan ging nicht auf. Nach einem Angriff durch das Andernacher Abwehrzentrum landete der Ball bei Tobias Schmitz, der aus fünf Metern problemlos zum 0:1 einschieben konnte (18.). Elf Minuten später legten die Linzer nach: Nach einem Eckball köpfte Eray Kizilkan vollkommen freistehend zum 0:2 ein (29.). Die Gastgeber stellten um, setzten auf Offensive und hatten damit schnell Erfolg. Kim Kossmann verlängerte nach einem langen Abstoß den Ball auf Hakan Külahcioglu, der das 1:2 erzielte (31.). Kurz darauf landete ein Klärungsversuch der Linzer Abwehr vor den Füßen von Jan Hawel, der aus 30 Metern sehenswert zum 2:2-Ausgleich traf (34.). „Dann waren wir besser im Spiel“, sagte Kowalski. Doch der nächste Rückschlag kam noch vor der Pause. Der Ex-Andernacher Fabian Weber tankte sich durch das Mittelfeld und zog nach einem Doppelpass aus 20 Metern zum 2:3 ab (44.).

Die Gastgeber konnten sich nach gutem Start in den zweiten Spielabschnitt erneut zurückkämpfen. Ein Fernschuss von Kim Kossmann landete unhaltbar im Linzer Torwinkel (62.). Külahcioglu hatte sogar die erstmalige Führung auf dem Fuß. Seinen Lupfer konnte jedoch Gästekeeper Lothar Hilkes noch mit den Fingerspitzen abbremsen, bevor ein Verteidiger auf der Linie klärte (66.). Es entwickelte sich eine offene Partie mit besserem Ende für Linz. Nach einem Fehler im Andernacher Aufbauspiel landete der Ball bei Nicolas Kyrion, der aus 25 Metern zum 3:4 traf (80.). Die Gastgeber hielten noch einmal dagegen und erspielten sich zwei Doppelchancen. Daniel Neunheuser und Ole Conrad (84.) sowie Burim Zeneli und Daniel Kossmann (90.) verpassten jedoch allesamt den Ausgleich. „Letztendlich ist die Niederlage auch verdient“, gestand Kowalski. „Linz war spielerisch besser als wir.“

Das nächste Spiel bestreitet die SG 99 Andernach am Sonntag, 14. Oktober beim SV Mehring. Der Anstoß erfolgt um 15 Uhr auf dem Mehringer Kunstrasenplatz.

Andernach: Nett, K. Begen, Hoffmann (64. Schmitz), Unruh, M. Begen, Neunheuser, Conrad, K. Kossmann, Külahcioglu (84. Zeneli), D. Kossmann, Hawel

Mehring: Hilkes, Aslan (68. Kastert), Dillmann (63. Friese), Schmitz (63. Rott), Becker, Böcking, Kyrion, Becker, Weber, Focke, Kizilkan

SR: Joel Macziek (Klingenbach)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Schmitz (18.), 0:2 Kizilkan (29.), 1:2 Külahcioglu (31.), 2:2 Hawel (34.), 2:3 Weber (44.), 3:3 K. Kossmann (62.), 3:4 Kyrion (80.)

Text von Marc Latsch

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