Frauen-Regionalliga: Ein Punkt gegen Mainz reicht der SG 99 zum vorzeitigen Titelgewinn

Die Fußballfrauen der SG 99 Andernach starten am Sonntag in die fünf entscheidenden Wochen der Saison: Ringt der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest ab 15 Uhr dem Tabellenzweiten TSV Schott Mainz – stattliche neun Punkte im Hintertreffen – zumindest ein Unentschieden ab, dann können die Bäckermädchen einen Haken hinter den ersten Teil des dreiteiligen Matchplans setzen. Dann geht die Meisterschaft dieser Klasse nach 2017 erneut nach Andernach, zudem ist mit diesem Titelgewinn schon die Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde der neuen Saison am 3. oder 4. August garantiert.

Die dann noch folgenden Ligaspiele beim 1. FC Riegelsberg (4. Mai) und gegen die bis dahin wohl abgestiegene Wormatia aus Worms (12. Mai) sind dann statistisch eher belanglos und dienen allenfalls als Vorbereitung auf die beiden anderen Herausforderungen: Das wären zum einen das Rheinlandpokalfinale am 19. Mai in Baar-Wanderath gegen die Klassenkolleginnen des SV Holzbach, zum anderen die beiden Aufstiegsspiele am 26. Mai und 2. Juni gegen den Meister der Regionalliga Nordost, nach derzeitigem Stand der 1. FC Union Berlin. Vor der ersten Feierlichkeit haben die Fußballgötter bekanntlich den Schweiß gesetzt, bei der Premierenvorstellung 2019 auf dem Rasenplatz im Andernacher Stadion will die SG 99 nur allzu gerne den 3:0-Hinspielsieg gegen die Elf aus der Landeshauptstadt wiederholen. Dass die Mainzerinnen den Bäckermädchen am Sonntag nur allzu gerne die Tour vermasseln möchten, versteht sich fast von selbst. Schließlich hatte Schott sich selbst Meisterschaft und Rückkehr in die Zweite Liga auf die Vereinsfahne geschrieben.

Fünfmal trafen beide Teams seit der Saison 2014/15 bisher aufeinander, zweimal behielten die Bäckermädchen zuletzt in Mainz (3:0 und 4:2) die Oberhand, vor eigenem Publikum gab’s noch nichts zu holen. Das soll sich diesmal grundlegend ändern. Trainer Kappy Stümper formuliert es klar und deutlich: „Unser Minimalziel ist es, am Sonntag den fehlenden Punkt zu holen und im eigenen Stadion gegen den Tabellenzweiten vorzeitig Südwest-Meister zu werden. Mein Wunsch ist es allerdings, dass wir unserem Publikum nach einer überragenden Saison anspruchsvollen Frauenfußball zeigen, der unseren Ansprüchen entspricht, und als Sieger eines echten Spitzenspiels den Platz verlassen.“

Personell vermeldet die SG 99 fürs Kräftemessen mit Mainz im Prinzip „volle Kapelle“, lediglich hinter dem Einsatz von Winterzuwachs Theresa Laux steht ein kleines Fragezeichen. Eine Blutauffrischung zur neuen Saison ist allerdings dringend notwendig, aktuell umfasst der Kern des Kaders lediglich 16 Spielerinnen, nachdem Sarah Preußner in diesem Jahr aus privaten Gründen noch nicht zum Einsatz kommen konnte. Der Andernacher Trainerstab mit Isabelle und Kappy Stümper sowie Armin Grauel nebst Abteilungsleiter Michael Suckow befinden sich aber schon seit geraumer Zeit in guten Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen.

Motivationshilfe: Ein einziger Punkt im Spitzenspiel am Sonntag gegen den TSV Schott Mainz genügt den Fußballerinnen der SG 99 Andernach, um sich schon am drittletzten Spieltag der Regionalliga Südwest den Meistertitel zu sichern. Foto: Tobias Jenatschek

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