Frauen-Regionalliga: SG 99 will weiße Weste in Bitburg wahren

Sechs Spiele, sechs Siege – der furiose Auftakt der Fußballfrauen der SG 99 Andernach in der Regionalliga Südwest weckt angenehme Erinnerungen an die Saison 2016/17, als die Bäckermädchen ungeschlagen durch die Spielzeit spazierten, mit 18 Zählern Vorsprung den Meistertitel einheimsten und sich zum Abschluss auch noch mit dem Gewinn des Rheinlandpokals (9:0 im Finale gegen den SV Holzbach) belohnten. Nach einem knappen Viertel der nun 26 zu absolvierenden Punktspiele ist es aber noch viel zu früh, um eine ähnliche Entwicklung zu erwarten respektive vorauszusehen. Immerhin: Mit den jüngsten Erfolgen beim Vorjahresvizemeister Speyer (2:0), gegen den Zweitliga-Absteiger Niederkirchen (3:2) und beim amtierenden Titelträger Issel (2:0) – zuvor zwei Jahre ohne Heimniederlage – setzte die SG 99 drei ganz dicke Ausrufezeichen. „Wenn die Mädels bis zur Winterpause weiter so souverän auftreten, können wir uns gerne mal konkret über einen möglichen Wiederaufstieg unterhalten“, erklären Geschäftsführer Bodo Heinemann und Abteilungsleiter Michael Suckow unverbindlich.

Infrastrukturell und auch finanziell kann Andernach das ein weiteres Mal stemmen, verbleibt allein die Frage nach der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit in einer seit Sommer eingleisigen Zweiten Liga. Aber: Der Aufstieg als Ligaprimus ist diesmal nicht garantiert, erst müssen noch zwei Relegationsspiele gegen einen anderen Regionalligameister erfolgreich bestritten werden. Zunächst aber gilt die volle Konzentration erst einmal der nächsten Auswärtspartie, dort wartet am Sonntag um 14 Uhr der FC Bitburg. Es trifft der in der ersten Halbzeit noch gegentorlose Spitzenreiter auf die bis dato sturmstärkste Mannschaft, von den 21 erzielten Treffern gehen allein neun aufs Konto von Topscorerin Kerstin Becker. Kappy Stümper, Trainer der SG 99, betont: „Auch als Tabellenführer unterschätzen wir nicht eine Sekunde irgendeinen Gegner in dieser Klasse. Wir gehen konzentriert an diese Aufgabe heran und wollen versuchen, mit spielerischen Mitteln drei weitere Punkte einzufahren.“

Die personellen Möglichkeiten der SG 99 sind um zwei Optionen erweitert. Maren Weingarz, die am 29. Juli im Testspiel gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach einen doppelten Bänderris im linken Fuß erlitt, ist wieder im Mannschaftstraining. Ein Einsatz am Sonntag kommt für sie aber vermutlich noch zu früh. Zurück ist auch Sarah Preußner, die zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Derweil ist das am 30. September wegen des U18-Länderpokals verlegte Andernacher Heimspiel gegen den TuS Wörrstadt neu terminiert. Am Dienstag, 16. Oktober, geht diese Begegnung nun über die Bühne – zwei Tage nach dem Heimspiel gegen Holzbach.

Stabiles Mauerwerk: In bisher sechs Punkt- und zwei Pokalspielen kassierte die SG 99 (blaue Trikots) – hier beim 3:2 gegen den 1. FFC Niederkirchen – kein einziges Gegentor in der ersten Halbzeit. Das soll nun auch in Bitburg so bleiben, am liebsten über die komplette Spieldauer. Foto: Norbert J. Becker

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