B-Junioren verlieren in Worms

Der so wichtige Punktgewinn im Auswärtsspiel der U 17 blieb in Worms aus. Das letzte Punktespiel des Andernacher Nachwuchses fand am Samstag unter Corona-Bedingungen (Maske, Abstand, 3 G) für die Zuschauer statt. Die Gäste aus der Bäckerjungenstadt, zurzeit nicht vor Selbstvertrauen strotzend, gingen von Beginn an in defensiver Spielausrichtung zu Werke. Die Einheimischen versuchten über weite Strecken den Riegel der Bäckerjungen zu knacken, was ihnen aber zunächst nicht annähernd gelang. Klare Torgelegenheiten waren auf beiden Seiten Mangelware.

Die Bäckerjungen fanden überhaupt nicht zu ihrem Umschaltspiel. Hierbei war wohl auch von Bedeutung, dass die Offensivabteilung sich vorwiegend mit Abwehraufgaben zu befassen hatte und im Spielaufbau die Präzision zu Wünschen übrig ließ. Lediglich Jasin Ibrahimi kam in den ersten 40 Minuten zu zwei „Halbchancen“, die jedoch nicht geeignet waren, um den Schlussmann der Nibelungenstädter in Verlegenheit zu bringen.

Die zweite Hälfte begann wie die erste Halbzeit geendet hatte. Die zarten Versuche der Wormatia, sich bei Torszenen auszuzeichnen, konnte unser immer stabiler werdender Schlussmann Yannik Rabenhofer sicher entschärfen. Dann kam, quasi aus dem Nichts, ein kraftloser Ball der Wormser, der zum 1:0 über die Torlinie der SG kullerte (55.). Eine Abwehraktion des unglücklich ausgerutschten Philip Kesselheim war vorausgegangen. Der Ball konnte somit von ihm nicht unter Kontrolle gebracht werden, sondern rollte langsam in die Maschen. Jeder war fest von einer sicheren Abwehraktion ausgegangen, zumal die Fünferkette der Gäste bisher eine tadellose Figur machte.

Jetzt entstand für Trainer Hilbig Handlungsbedarf. Hardy Ibo kam für Jan Trinkenschuh und es wurde auf 4-3-3 umgestellt. Dieses System sorgte unmittelbar für mehr Druck und die Wormser Box fand sich nunmehr zunehmend in einem überbuchten Zustand. Die Statik der Gäste hielt nun augenscheinlich mehr Optionen offen. Die Jungs waren endlich auf dem Fahrersitz angekommen und ein Fünkchen Hoffnung machte sich breit, vielleicht doch noch mit Punkten ins Rheinland zurückkehren zu können. Dann in der 76. Minute eine Szene, die an Wembley 1966 erinnerte. Ein Freistoß der Wormatia ging an die Latte des Gästegehäuses. Yannik Rabenhofer mit blitzschneller Reaktion fing den Ball auf und spielte das Leder weiter an seine Mitspieler. Der Linienrichter, in angemessener Entfernung stehend, meinte jedoch, den Ball hinter der Linie gesehen zu haben. Vier Minuten vor dem Ende stand es 2:0 für Worms. Damit waren alle Messen gelesen. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung sorgte mal wieder für ein Ergebnis, das überhaupt nicht in die Landschaft passte.

In der Folge vermochten die Bäckerjungen es nicht, die Lage zu drehen. Das Wunder blieb somit aus und es gab keine Punkte für die SG. Jetzt gilt es, sich auf den Pokal zu konzentrieren, um dann in der Winterpause an den Schwächen zu arbeiten und gestärkt in die weitere Punkterunde im nächsten Jahr, zu starten.

(bu)

Archiv-Foto: picsahr.de

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