Kein erfolgreiches Ende für die Andernacher B-Junioren

Der letzte Spieltag der U17 verlief, wie eigentlich im vergangenen Spieljahr fast ausnahmslos, weitgehend enttäuschend. Nach dem Auswärtssieg in Schifferstadt hatte sich das Hilbig-Team Rückenwind erhofft und war mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Heimspiel gegen die JFG Saarlouis/Dillingen auf dem Kunstrasenplatz des Andernacher Stadions aufgelaufen. Im Hinspiel hatte man im Saarland eine recht gute Figur gemacht und einen Punkt mit an den Rhein genommen. Die Erwartungshaltung war entsprechend hoch.

Nach dem anfänglichen Abtasten waren den Bäckerjungen einige gute Aktionen gelungen, die aber, außer einem Pfostenschuss von Ardit Dzaferi in der 24. Spielminute, nichts einbrachten. Doch dann, wie schon so oft in der Saison, war es mal wieder eine leichtsinnige Situation eines Innenverteidigers, die zu Ballverlust und Gegentreffer führte. Ein ohne Not herbeigeführter Rückstand, der so auch nicht ansatzweise in die Spiel- Philosophie der Heimelf passte und die Aufgabe nicht einfacher werden ließ.

In der zweiten Hälfte konnte man zunächst den Eindruck gewinnen, dass sich die Hilbig Elf redlich bemühte den Rückstand wettzumachen. In der 43. Minute war es eine schöne Kombination zwischen Jeff Ampadu und Dejan Mijackovic, der auf das Gästetor abzog. Doch das Leder ging knapp am gegnerischen Außenpfosten vorbei. Dann in der 58. Minute war Leon Beressem nach einer schönen Einzelleistung links durch, doch seinen Flachschuss konnte der Gästekeeper entschärfen. Fast im unmittelbaren Anschluss ließen die Bäckerjungen einen schön getretenen Distanzschuss der Saarländer zu, der von Torhüter Nico Fogolin nur noch an den Innenpfosten gelenkt werden konnte: 0:2.

Einige schienen das Spiel nun bereits aufgegeben zu haben, denn bereits fünf Minuten später war man wieder mal nicht im Bilde und die Gäste konnten, ohne spektakulär zu wirken, problemlos auf 0:3 erhöhen. Für viele der Bäckerjungen waren jetzt wohl alle Messen gesungen. Lediglich einige „Aufrechte“ ließen noch Kampfgeist aufblitzen. Dazu zählte auch Max Schmidt, dem man auch während der gesamten Saison nie den Vorwurf machen konnte, dass es bei ihm an Einsatz fehlte. Eine schöne Einzelleistung auf der linken Seite ließ ihn zum Abschluss kommen. Ein brillanter Schuss. Vom langen Innenpfosten sprang der Ball unhaltbar für den Torwart ins Tor.

Doch der Teamgeist der Bäckerjungen insgesamt ließ am heutigen Tag doch einige Wünsche offen. Schon im Gegenzug erzielten die Saarländer den 1:4-Endstand. Schade, denn man hatte sich im Lager der Bäckerjungen für das letzte Spiel doch viel vorgenommen. Insgesamt gilt es für die rückwirkenden Spielzeit 21/22 festzuhalten, dass der Kader der U17 der SG 99 nicht in der Lage war, die in der Regionalliga Südwest geforderten Leistungen zu erbringen. Das Leistungsvermögen reichte nur phasenweise, um die notwendigen Ergebnisse zu erzielen. Dies war unter anderem auch durch viel Verletzungspech sowie durch Spielabgänge in der Winterpause geschuldet. Die notwendig gewordenen Maßnahmen, wie dem Einsatz von B2- und C-Junioren, waren nur bedingt geeignet, die geforderten Leistungen in der notwendigen Weise zu erbringen. Dies führte dann leider zu einem nicht ganz zufriedenstellenden Ende der Spielsaison 21/22, das mit dem Abstieg in die Rheinlandliga verbunden ist.

Aber Zuversicht ist angesagt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“ Der designierte Jugendleiter Uwe Kroll und ein neues Trainerteam sind dabei ein schlagfertiges Team zu kreieren. Auf diesem Weg alles Gute und eine erfolgreiche Zeit für das neue Team der U17 der SG 99 Andernach.

Kader: Fogolin Nico, Mijackovic Dejan, Kesselem Philipp, Durwen Luis, Fensterseifer Tom, Ampado Jeff, Klein Levin, Beressem Leon, Dzaferi Ardit, Auer Tim, Schmidt Max, Gutknecht Leon, Firsov, Andi, Klein Noel, Trainer: Markus Hilbig, Co-Trainer: Sepp Bell, Betreuer: Werner Schmitz.

(bu)

image_pdfimage_print

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.